Verhinderte Corona Schlimmeres?

Brücke in Italien „in sich zusammengefallen“: Schwere Vorwürfe - Berichte über Risse in Brücke gab es schon lange

In Italien ist eine Brücke einer Staatsstraße zwischen Ligurien und der Toskana eingestürzt. Die Brücke kollabierte als zwei Transporter sich auf ihr befanden.

  • In Italien ist die Brücke einer Staatsstraße am Mittwoch (8. April) eingestürzt.
  • Die Brücke liegt in der Nähe von Aulla zwischen Ligurien und der Toskana.
  • Videos zeigen das Ausmaß des Unglücks.

Rom - In Italien ist die Brücke einer Staatsstraße zwischen Ligurien und der Toskana am Mittwoch eingestürzt. Die Brücke führt über einen Fluss zwischen La Spezia und Massa Carrara.

Bei dem Unglück nahe der Stadt Aulla wurde nach Angaben der Behörden ein Mensch verletzt. Das Opfer habe "nach ersten Informationen leichte Verletzungen", erklärte das italienische Verkehrsministerium. Die rund 300 Meter lange Brücke sei "in sich zusammengefallen", sagte der Bürgermeister von Aulla, Roberto Valettini, italienischen Medien.

Brücken-Einsturz in Italien: Corona-Krise könnte schlimmeres verhindert haben

Wegen der in der Corona-Krise verhängten Ausgangssperre herrschte auf der üblicherweise sehr befahrenen Brücke nur wenig Verkehr. Zwei Kleintransporter waren auf der Brücke unterwegs, als diese einstürzte, twitterte die Feuerwehr. Die Fahrer seien gerettet worden. Hundestaffeln und Taucher sind vor Ort und suchen nach weiteren möglichen Verletzten. Auch Hubschrauber sind im Einsatz. Auf Bildern und Videos war zu sehen, wie die Brücke am Boden liegt. Warum die Brücke kollabierte ist zunächst noch unklar.

Brücken-Einsturz: Schwere Vorwürfe - Berichte über Risse in Brücke gab es schon lange

Die ersten Warnungen zur Stabilität der Brücke habe es bereits im Jahr 2013 gegeben, sagte Deborah Bergamini, die Vizepräsidentin des Verkehrsausschusses der Abgeordnetenkammer und Mitglied der Partei Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur AGI mehrten sich Beschwerden von Autofahrern seit einer Schlecht-Wetter-Phase im vergangenen November.

Klagen über Italiens Infrastruktur gibt es seit Jahren: Die Straßen sind marode und baufällig, Brücken sind vielerorts mehr als 50 Jahre alt. Im August 2018 erschütterte der Einsturz einer Brücke in Genua das Land. Bei dem Unglück starben 43 Menschen.

Die Bilder erinnern an den Brückeneinsturz von Genua 2018, über das Merkur.de* berichtete. Damals kamen 43 Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Brücke einer Staatsstraße in Italien eingestürzt

ml/dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa

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