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Spektakulärer Skelett-Fund in Italien: Mann starb bei antikem Vesuv-Ausbruch

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Von: Patrick Huljina

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Der große Vesuv-Ausbruch ist rund 2000 Jahre her. In Ercolano suchen Forscher auch heute noch nach Skeletten aus dieser Zeit. Nun sind sie wieder fündig geworden.

Ercolano - Es ist der wohl berühmteste Vulkanausbruch der Geschichte: der Vesuv-Ausbruch im Jahr 79 nach Christus. Die Städte Pompeji und Herculaneum wurden zerstört. Archäologen im Süden Italiens* ist nun ein spektakulärer Fund gelungen. Die Forscher sind auf das Skelett eines Mannes aus der Antike gestoßen, der beim verheerenden Ausbruch des Vesuvs ums Leben kam.

Italien: Spektakulärer Skelett-Fund – Mann bei antikem Vesuv-Ausbruch gestorben

„Ein Fund, von dem wir uns sehr viel erwarten“, sagte der Direktor des südlich von Neapel gelegenen Archäologieparks Ercolano, Francesco Sirano, der Nachrichtenagentur Ansa. Demnach soll die Entdeckung Aufschluss über die letzten Momente der versunkenen Stadt Herculaneum geben, die sich in der Antike dort befand, wo heute Ercolano liegt.

Die Experten fanden das Skelett an einer Stelle, wo zuletzt vor rund 25 Jahren gegraben wurde. Damals hatte man da, wo in der Antike der Sandstrand lag, Reste von mehr als 300 Menschen gefunden. Sie sollen dort in kleinen Lagern Schutz gesucht und auf die Flotte des römischen Offiziers Plinius des Älteren gewartet haben, die sie in Sicherheit bringen sollte.

Gefundene Skelette im Archäologiepark Ercolano.
Immer wieder finden Archäologen in Ercolano Skelette vom antiken Vesuv-Ausbruch. © Ciro Fusco/IMAGO

Italien: Vesuv-Skelett lag mit Kopf in Richtung Meer

Das Skelett des Mannes sei mit dem Kopf in Richtung Meer aufgefunden worden, erklärte Sirano in einem von Ansa veröffentlichten Video. Er dürfte zwischen 40 und 45 Jahren alt gewesen sein. Die Forscher nehmen an, dass er von der glühend heißen Aschewolke umgestoßen wurde, während er fliehen wollte. Weil er nach hinten umfiel, habe er möglicherweise die auf ihn zurasende Aschewolke noch gesehen.

Die Forscher rätseln noch, wer der Mann gewesen sein könnte. Es gibt bereits viele Vermutungen. Sirano erklärte laut Ansa, dass er ein Helfer der Flotte Plinius‘ gewesen könnte oder zur Gruppe der Fliehenden gehörte und sich von ihr entfernte, um eines der Rettungsboote auf dem Meer zu erreichen. Die Archäologen wollen nun einen großen Lavagesteinsbrocken mit dem Skelett darin für weitere Untersuchungen in ein Labor schaffen.

Seit rund vier Wochen sorgt ein Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma* für große Zerstörungen. Tausende Menschen mussten bislang evakuiert werden. Auch in Italien droht ein Vulkan nach über 130 Jahren* wieder auszubrechen. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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