Wieder höhere Zahlen

Coronavirus: WHO-Lob für Italien - Urlaubsregion verschärft Maßnahmen: „Heikle Phase der Epidemie“

Eine medizinische Angestellte in einem Krankenhaus.
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Eine Urlaubsregion in Italien verschärft die Corona-Maßnahmen angesichts steigender Fallzahlen. (Symbolbild)

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, die Zahlen in ganz Europa steigen erneut an. Nun könnten schon bald die Grenzen erneut geschlossen werden.

  • Das Coronavirus breitet sich auf der ganzen Welt weiter rasend schnell aus.
  • Auch Italien verzeichnet steigende Infektionszahlen.
  • Werden in Europa schon bald wieder die Grenzen geschlossen?

Update vom 29. September 2020, 19.40 Uhr: Italien zählt zu den wenigen westeuropäischen Ländern, die vom Auswärtigen Amt zuletzt nicht als Risikogebiet ausgewiesen worden sind. Falls das so sein sollte, wünscht sich CSU-Chef Markus Söder allerdings eine Vorwarnung vom RKI - dafür plädierte Bayerns Ministerpräsident auf der Pressekonferenz zum Corona-Gipfel. Damit dürfte er vielen Urlaubern aus dem Herzen gesprochen haben.

Update vom 28. September 2020, 14 Uhr: Immer mehr Regionen in Italien verschärfen ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Neuinfektionen. So kündigte Sizilien den Start von Schnelltests für alle aus dem Ausland einreisenden Menschen an. Zudem soll ab Mittwoch (30. September) im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahren gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist.

„Wir kommen mit dem Beginn der Grippesaison in eine heikle Phase der Epidemie", erläuterte Regionalpräsident Nello Musumeci, der am Sonntag die Maßnahmen ankündigte. Diese gelten zunächst bis 30. Oktober. Außerdem müssen Einreisende aus dem Ausland sich auf einer Internetseite der Region anmelden - oder beim Arzt. Bei der Ankunft soll man etwa an Flughäfen und in Häfen Corona-Schnelltests machen. Die süditalienische Region Kampanien hatte vergangene Woche die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien erlassen. Diese gilt rund um Neapel zunächst bis zum 4. Oktober. Auch in Teilen der ligurischen Hafenstadt Genua muss die Schutzmaske inzwischen im Freien getragen werden. In ganz Italien gilt die Maskenpflicht in Geschäften, Zügen und anderen geschlossenen Räumen.

Coronavirus in Italien: WHO mit lobenden Worten - „Schafften es, Epidemie-Kurve umzukehren“

Indes veranschaulichen Zahlen, dass Italien dennoch auf einem guten Weg zu sein scheint. Deutschlands Nachbarland war das erste westliche Land, in dem sich Anfang des Jahres das Coronavirus ausbreitete. Erschreckende Bilder von überfüllten Krankenhäusern und aufgestapelten Särgen gingen um die Welt. Doch nun scheint die Pandemie in Italien unter Kontrolle. Während andere europäische Länder mit einer zweiten Welle kämpfen, melden die italienischen Behörden seit Wochen weniger als 2000 neue Corona-Infektionen pro Tag. In Frankreich und Spanien sind es täglich mehr als 10.000.

Der R-Wert liegt in Italien bei 0,95. In Deutschland liegt dieser bei 1,17 (Stand: Sonntag). Auch die Covid-19-Todeszahlen entwickeln sich auf einem konstant niedrigem Niveau, wie unter anderem „FOCUS Online“ berichtet. So seien in den vergangenen sieben Tagen im Schnitt 18 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet worden. Anfang April sprach man von durchschnittlich 817 täglichen Todesfällen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation machte zuletzt auf die Entwicklungen, die Italien während der Corona-Pandemie durchmachte, aufmerksam und lobte. So veröffentlichte die WHO ein Video, das Italiens Weg beschreibt. „Regierung und Bevölkerung auf allen Ebenen reagierten stark und schafften es, die Epidemie-Kurve mithilfe wissenschaftlich fundierter Maßnahmen umzukehren“, heißt es unter anderem in dem Video.

Unserer Erstmeldung vom 25. September 2020: Steigende Corona-Zahlen in Italien: Urlaubern drohen plötzlich wieder Grenzschließungen

München - Das Coronavirus* stellt seit Monaten die Welt auf den Kopf, noch immer breitet sich die Pandemie weltweit rasend schnell aus. Nachdem im Frühjahr bereits viele Länder durch einen Lockdown versucht hatten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, drohen nun im Herbst neue einschneidende Maßnahmen*.

Coronavirus in Italien: Werden schon bald die Grenzen erneut geschlossen?

Über genau solche Maßnahmen denkt aktuell beispielsweise auch Italien nach. Wie Südtirol News nun berichtet, werde dabei offenbar auch nicht ausgeschlossen, die Grenzen* des Landes erneut dichtzumachen. Medienberichten zufolge soll Vizegesundheitsminister Pierpaolo Sileri nicht ausschließen, dass bei weiter massiv ansteigenden Infektionszahlen die Grenzen des Landes erneut geschlossen werden.

Unklar sei demnach, ob bei diesen Plänen auch die Brenner-Autobahn oder gegebenenfalls strengere Kontrollen eingeschlossen seien. Vizegesundheitsminister Pierpaolo Sileri ließ auch offen, ab welcher Zahl der Neuinfektionen über eine Schließung der Grenzen beratschlagt werde. Aktuell verzeichnet Italien täglich zwischen 1.500 und 1.800 Neuinfektionen (Stand 25. September).

Corona in Europa: An Grenze zu Frankreich bereits starke Kontrollen - Einreise nur mit negativem Test

Wie Südtirol News weiter berichtet, werde seit Beginn der Woche (21. September) bereits an der Grenze zu Frankreich stark kontrolliert. Demnach sei es nur möglich aus Frankreich nach Italien einzureisen, wenn ein negativer Corona-Test* vorgelegt werden könne. Frankreich verzeichnete zuletzt bis zu 13.000 Neuinfektionen täglich. Sileri schlug demnach auch vor, gemeinsam an einer europäischen Strategie zu arbeiten. Der Vizegesundheitsminister unterstütze den Vorschlag, unter anderem auch einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, wenn Passagiere aus stark betroffenen Ländern mit dem Flugzeug nach Italien einreisen wollen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Österreich rüstet sich für den Wintertourismus, kämpft in Großstädten aber gegen Corona. Nun verkündete Kanzler Kurz strenge Maßnahmen für die Winter-Saison. Die Lage in Hamm in NRW in Deutschland spitzt sich weiter zu, die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt weiter an. Währenddessen kommen weitere Details ans Licht. Und Schweden steht erneut in der Kritik.

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