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Hitzewelle in Europa: Brände zerstören Häuser und Waldgebiete – Paar stirbt

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Von: Moritz Serif

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In Europa tobt eine Hitzewelle. Teilweise müssen ganze Dörfer evakuiert werden. Wegen des Klimawandels ist das eine neue Realität.

Offenbach - Die Hitzewelle rollt über Deutschland. Am heutigen Mittwoch (20. Juli) müssen die Menschen erneut mit extremer Hitze rechnen. Gestern war am bislang heißesten Tag des Jahres im Duisburger Stadtteil Baerl mit 39,5 Grad Celsius die deutschlandweite Höchsttemperatur gemessen worden.

Laut Deutscher Wetterdienst (DWD) erreichen viele Orte, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Temperaturen von über 38 Grad. Im nordrhein-westfälischen Tönisvorst stieg das Thermometer auf 39,2 Grad, im niedersächsischen Barsinghausen-Hohenbostel auf 39,1 Grad und in Heinsberg-Schleiden in Nordrhein-Westfalen auf 38,8 Grad. Doch auch Europa ist betroffen.

Hitzewelle: Über 40 Grad in Großbritannien - Brand zerstört Häuser und Felder

Temperaturen von mehr als 40 Grad gab es am Dienstag in Großbritannien. In Coningsby im Osten Englands erreichten die Temperaturen nach Angaben der nationalen Wetterbehörde 40,3 Grad. Die Hitze führte zu Problemen im Bahnverkehr. Am Londoner Bahnhof Kings Cross wurden alle Züge gestrichen.

Ein Brand zerstörte mehrere Häuser und Felder in einer Ortschaft östlich von London. Rund hundert Feuerwehrleute und 15 Löschfahrzeuge waren im Kampf gegen das Feuer in Wennington im Einsatz, wie die Londoner Feuerwehr mitteilte.
In Frankreich konnten die Menschen an der Atlantikküste etwas aufatmen - die Temperaturen sanken etwas.

Die Hitzewelle verursacht Waldbrände.
Die Hitzewelle verursacht Waldbrände. © Darko Bandic/picture alliance/dpa/AP

Waldbrände toben in der Nähe von Bordeaux

Keine Entwarnung gab es hingegen bei zwei Großbränden im westfranzösischen Département Gironde, die seit Tagen in der Nähe von Bordeaux toben. Die Waldbrände hatte bislang 9.000 Hektar Wald vernichtet. Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Auch in Spanien und Portugal kämpften tausende Feuerwehrleute weiter gegen mehrere Waldbrände. In Portugal kam ein älteres Paar ums Leben, als es vor den Flammen fliehen wollte. Die griechischen Behörden meldeten derweil 39 neue Brandherde binnen 24 Stunden. Wegen eines mächtigen Feuers wurden fast zehn Dörfer nördlich von Athen evakuiert.

Extreme Hitzewellen sind wegen Klimawandel neue Normalität

Extreme Hitzewellen sind wegen des Klimawandels Normalität. Hitzewellen würden häufiger vorkommen, und dieser „negative Trend“ dürfte „mindestens bis in die 2060er Jahre“ andauern, sagte der Chef der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Petteri Taalas, in Genf. „In Zukunft werden solche Hitzewellen normal sein, und wir werden sogar stärkere Extreme sehen.“

Die US-Regierung führte die Hitzewelle in Europa als Beweis für die Notwendigkeit für einen entschiedenen Kampf gegen den Klimawandel an. Das derzeitige Wetter bestätige die „düsteren Warnungen“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. (mse/afp)

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