Blitzerfoto der besonderen Art

Mann rast durch Radarfalle - damit Freundin dieses Foto bekommt

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Ein Mann machte mit einem Foto der Radarfalle einen Heiratsantrag.

Bleifuß ins Glück! Ein Autofahrer ist absichtlich zu schnell in eine Radarfalle gerast, um seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Der Liebesbeweis flatterte der Frau erst Wochen später ins Haus.

Lüdenscheid - Vor jeder Eheschließung steht der Heiratsantrag. Dabei gibt es die verrücktesten Varianten. Absolut außergewöhnlich ist der Liebesbeweis eines Autofahrers im Märkischen Kreis.

Dabei fuhr der Mann absichtlich zu schnell in eine Radarfalle – damit seine Freundin ein Knöllchen bekommt. 

Kommt selten vor: Bußgeldstelle als Glücksbote 

Gudrun Hornemann, Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises, hat in ihrer Karriere schon tausende Fotos von Temposündern gesehen. Das Bild mit dem Heiratsantrag aber ist ihr nachhaltig in Erinnerung geblieben – auch weil die Bußgeldstelle ausnahmsweise einmal Glücksbote und nicht Überbringer vermeintlich teurer und schlechter Nachrichten war.

Der spektakuläre Fall liegt einige Jahre zurück, ist aber erst jetzt durch die Recherchen von come-on.de bekannt geworden. Für die Umsetzung seines Plans musste der Bräutigam in spe einiges bedenken und die Abläufe in der Behörde kennen.

„Willst Du Mich Heiraten? mit Ausrufezeichen 

So hatte er zuvor auf einen Pappkarton die Worte„Willst Du Mich Heiraten?!“ geschrieben und dabei auch das „Ausrufezeichen“ nicht vergessen, um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen.

Anschließend setzte er sich in den Peugeot 207 seiner Freundin, wohlwissend dass – wenn der Plan aufgeht – sie als Halterin des Fahrzeugs das Knöllchen erhalten würde.

Bräutigam in spe gibt an der A45 Gas 

Der 21. Mai 2011 war ein sonniger Tag. Der Don Juan steuerte den Kleinwagen zum stationären Blitzer an der Autobahnanschlussstelle Lüdenscheid-Nord.

Auf der dortigen Landesstraße 692 in Fahrtrichtung Lüdenscheid beschleunigte er und hielt im entscheidenden Moment das Schild von innen vor die Windschutzscheibe. Hier gilt Tempo 60. Der Herzensbrecher aber war schneller. 72 km/h zeigte die Messung des Radars an.

Rund 2.500-mal löst die Kamera des Blitzers dort pro Jahr aus. Doch so einen romantischen Moment wie um genau 10.55 Uhr und 14 Sekunden fing die Linse zuvor und anschließend nie wieder ein.

Fahrer nicht zu erkennen: Verfahren eingeleitet 

Einige Tage später wurden die Aufnahmen der Messanlage ausgewertet. Die Sachbearbeiterin staunte nicht schlecht, als sie das Foto erstmals sah.

Schnell war der Heiratsantrag via Blitzer das Gesprächsthema in der Bußgeldstelle in Iserlohn. Doch da der Fahrer nicht zu erkennen war, musste das Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt werden. Abzüglich der Toleranz von 3 km/h ging es schließlich um ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro.

Brief ging einige Wochen später an die Halterin 

In diesen Fällen wird der Halter des Fahrzeugs angeschrieben und aufgefordert, den Fahrer zu benennen oder das Verwarngeld zu bezahlen. Einige Wochen später erreichte das Knöllchen - und damit die frohe Botschaft ihres Partners - per Post die Halterin des Peugeots. Bis heute fragt sich Gudrun Hornemann, wie die Geschichte wohl ausgegangen ist.

Für die Behörde selbst war der Fall schnell erledigt: „Die zehn Euro wurden sofort bezahlt.“

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