Vergewaltigungs-Vorwürfe

Weinstein-Prozess: Jury ist komplett - darum gehört Supermodel Gigi Hadid nicht dazu

Im Prozess um den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wurde nun die Jury komplettiert. Supermodel Gigi Hadid darf aus einem bestimmten Grund nicht dabei sein.

  • Ab Januar steht Harvey Weinstein in den USA vor Gericht.
  • Ihm wird Vergewaltigung vorgeworfen.
  • Supermodel Gigi Hadid stand für die Jury zur Auswahl, darf nun aber keine Jurorin sein.

Update vom 17. Januar, 22.23 Uhr: Die Auswahl der Jury im Weinstein-Prozess aus ursprünglich mehr als 600 und in den vergangenen beiden Tagen mehr als 100 Bürgern warf ein Schlaglicht auf die potenziellen Knackpunkte in dem Prozess. Chefanklägerin Joan Illuzzi-Orbon warf der Verteidigung vor, systematisch jüngere weiße Frauen ausschließen zu wollen. So ist beispielsweise auch das Supermodel Gigi Hadid (24) nicht als Jurorin ausgewählt worden. Erst mit den letzten Ernennungen am Freitag wurde ein größeres Ungleichgewicht in der Zahl von Frauen und Männern verhindert. Generell kämpft die Verteidigung eigener Aussage zufolge mit einer Vorverurteilung Weinsteins. Ein großer Anteil der Juroren war ausgeschieden, weil sie sich für befangen erklärten.

Weinstein-Prozess: Anschuldigungen gegen Hollywood-Mogul lösten MeToo-Bewegung aus

Die Anschuldigungen Dutzender Frauen gegen Weinstein hatten 2017 die globaleMeToo-Bewegung ausgelöst und damit einen großen Einfluss nicht nur auf die US-Gesellschaft. Überall auf der Welt erkannten Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der mutmaßlichen Weinstein-Opfer wieder und begannen, sie unter dem Schlagwort „Me too“ („Ich auch“) zu sammeln.

Richter James Burke hatte am Donnerstag angesichts dessen deutliche Worte an die potenziellen Juroren gerichtet: „Dieser Prozess ist kein Referendum über die MeToo-Bewegung“, mahnte er. Die Entscheidung der Jury dürfe nur auf den Beweisen, die im Gericht präsentiert werden, beruhen.

Weinstein-Prozess: Zwölfköpfige Jury ist komplett - drei Ersatzjuroren springen bei Bedarf ein

Update vom 17. Januar 2020: Eine Zeit lang wurde gemunkelt, Supermodel Gigi Hadid könnte beim Prozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein in der Jury sitzen. Seit Freitag sind nun alle Geschworenen für das Aufsehen erregende Verfahren ausgewählt - die 24-jährige Hadid ist allerdings nicht dabei. 

Das Gericht in Manhattan berief am Freitag acht weitere New Yorker aus einem Pool von mehr als 100 Menschen als Juroren in dem Fall - damit sind die Voraussetzungen für den inhaltlichen Start der Verhandlungen erfüllt. Insgesamt besteht die Jury aus zwölf Personen sowie drei Ersatzjuroren. Zunächst sollte es sechs Ersatzjuroren geben, doch Berichten zufolge einigten sich Anklage und Verteidigung darauf, dass drei ausreichend sind.

Weinstein-Prozess: Gigi Hadid sitzt nicht in der Jury

Dass Gigi Hadid nicht zur Jury gehören wird, ist offenbar kein Zufall: Verteidigung und Anklagevertretung waren sich wohl darin einig, dass das Model als Teil der Jury zu stark vom eigentlichen Prozess ablenken könnte, berichtet landeszeitung.de.

Der Prozess gegen Weinstein hatte am 6. Januar begonnen, nach der Auswahl der Jury sollte es nach dem ursprünglichen Zeitplan am 22. Januar mit den Auftaktplädoyers erstmals um Inhaltliches gehen. In dem Verfahren gegen Weinstein geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen: Der heute 67-Jährige soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen haben, die andere soll er außerdem 2013 vergewaltigt haben. Der Prozess soll insgesamt mehr als zwei Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht Weinstein eine lebenslange Haftstrafe. Insgesamt hatten mehr als 80 Frauen Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Weinstein-Prozess: Supermodel Gigi Hadid könnte in Jury sitzen

Erstmeldung vom 14. Januar 2020: 

New York - US-Model Gigi Hadid (24) könnte möglicherweise bei dem Prozess wegen sexueller Übergriffe gegen den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein in der Jury sitzen. Hadid war am Montag in New York unter den zufällig ausgewählten potenziellen Juroren für den Prozess, wie US-Medien berichteten. Bei der Befragung gab sie an, dass sie sowohl Weinstein als auch die Schauspielerin und mögliche Zeugin Salma Hayek persönlich kenne. „Ich denke aber, dass ich trotzdem offen an die Fakten herangehen könnte“, sagte Hadid.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Hadid ausgewählt wird?

Die Auswahl der Geschworenen-Jury für den Prozess ging am Montag bereits in ihren fünften Tag. Insgesamt müssen zwölf Juroren und sechs Ersatzjuroren gefunden werden, bevor der Prozess mit den Auftaktplädoyers richtig losgehen kann. Das kann bei einem so schlagzeilenträchtigen Prozess mehrere Tage oder sogar Wochen dauern. In den USA muss fast jeder Erwachsene immer mal wieder zum Jury-Dienst antreten - auch Prominente wie Hadid. Sie werden aber letztlich äußerst selten für eine Jury ausgewählt, da das Interesse an ihren Personen vom Prozess ablenken könnte.

Weinstein wird Vergewaltigung vorgeworfen

In dem Prozess gegen Weinstein geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen: Weinstein soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen haben, die andere soll er 2013 vergewaltigt haben. Der Prozess könnte insgesamt bis zu zwei Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht dem 67-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe. In Kalifornien ist ein weiterer Strafprozess angekündigt.

Insgesamt haben mehr als 80 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie und Uma Thurman, Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Anschuldigungen gegen Weinstein - im Herbst 2017 von der „New York Times“ und dem Magazin „New Yorker“ veröffentlicht und später mit dem Pulitzer-Preis gekrönt - haben die MeToo-Bewegung ausgelöst. Überall auf der Welt erkannten Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der Weinstein-Opfer wieder und begannen, sie unter dem Schlagwort „Me too“ („Ich auch“) zu sammeln.

Während der Gesundheitszustand von Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein für Gesprächsstoff sorgt, soll er hinter den Kulissen angeblich einen Etappensieg errungen haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Seth Wenig

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