Protest ultraorthodoxer Juden

Grillen am Holocaust-Tag? Oberrabbiner empört

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Israels Oberrabbiner Yona Metzger (Archivbild)

Jerusalem - Israels Oberrabbiner Yona Metzger hat ein Protest-Grillen ultraorthodoxer Juden zum Beginn des nationalen Holocaust-Gedenktags verurteilt.

Während der Erinnerung an sechs Millionen getöteter Juden ein Barbecue zu veranstalten, sei Blasphemie, sagte Metzger am Montag im israelischen Rundfunk. Am Vorabend der nationalen Gedenkfeiern hatten Berichten zufolge rund 200 strengreligiöse Juden im Jerusalemer Sacher-Park ein Picknick abgehalten. Sie protestierten damit gegen den aus ihrer Sicht nur säkularen, aber nicht religiösen Gedenktag.

Zugleich kritisierte der Oberrabbiner Juden, die den religiösen Fast- und Trauertag Tischa be'Av nicht beachteten. Man könne sich nicht aus einer Öffentlichkeit herausziehen, die Holocaust-Überlebende ebenso wie Juden in Trauer einschließe, so Metzger. Der Tischa be'Av erinnert an die Zerstörung des Jerusalemer Tempels. Er wird in diesem Jahr am 16. Juli begangen.

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Am Montag gedachte Israel der Opfer des Holocaust. Am Vormittag heulten landesweit für zwei Minuten die Sirenen. Das öffentliche Leben lag brach, selbst auf Autobahnen hielt der Verkehr an. Im israelischen Parlament in Jerusalem war die Verlesung von Namen zahlreicher Holocaust-Opfer geplant. Auch in der nationalen Gedenkstätte Yad Vashem für die ermordeten Juden fand eine Veranstaltung statt.

kna

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