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200-Meter-Frachter droht vor Gibraltar zu sinken – Angst vor Ölpest

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Von: Martina Lippl

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Frachter OS 35 vor Gibraltar droht zu sinken – Behörden befürchten Ölpest.
Frachter OS 35 vor Gibraltar droht zu sinken – Behörden befürchten Ölpest. © Screenshot Google Maps

Die Lage ist ernst. Ein Frachtschiff droht vor Gibraltar zu sinken. Das Schiff hat tonnenweise Schweröl, Diesel und Schmieröls in seinen Tanks.

Update vom 2. September: Nach der Kollision von zwei Schiffen vor Gibraltar sind bis Freitagmorgen knapp 200 Tonnen Diesel der insgesamt 492 Tonnen Treib- und Schmierstoffe an Bord des havarierten Frachters „OS 35“ abgepumpt worden. Das teilte die Regierung des britischen Überseegebiets am Südzipfel Spaniens auf Twitter mit. Am Vortag war eine größere Menge Öl aus dem Schiff ausgelaufen. Trotz schwimmender Barrieren erreichten erste Ölschlieren Strände Gibraltars, wie auf Fotos des Lokalsenders GBC zu sehen war. 

Nach Angaben der Polizei wurde ein Besatzungsmitglied des Frachters festgenommen. Medienberichten zufolge, die ein Sprecher der Regierung Gibraltars am Freitag zunächst nicht bestätigte, soll es sich um den Kapitän des Schiffs unter der Flagge des Inselstaates Tuvalu handeln. Der Regierungschef Gibraltars, Fabián Picardo, sagte dem spanischen TV-Sender RTVE, der Kapitän habe sich Anordnungen des Hafenkapitäns widersetzt.

200-Meter-Frachter droht vor Gibraltar zu sinken – Angst vor Ölpest

Erstmeldung vom 30. August: Gibraltar – Die „OS 35“ unter der Flagge von Tuvalu habe leichte Schlagseite und liege mit dem Bug auf Grund. Das Frachtschiff droht vor Gibraltar – keine 200 Meter vom Strand Catalan Bay – zu sinken. Tonnenweise Schweröl, Diesel und Schmieröl sind in seinen Tanks – die Angst vor einer Ölpest ist groß.

Gibraltar: Angst vor Ölpest nach Schiffkollision

Der 178 Meter langer Massengutfrachter war auf dem Weg von Gibraltar nach Vlissingen in den Niederlanden. In der Bucht von Gibraltar ist die „OS 35“ mit einem Flüssiggastanker kollidiert. Warum die beiden Schiffe zusammenstießen, war zunächst unklar. Der Flüssiggastanker „Adam LNG“ (289 Meter lang) unter der Flagge der Marshallinseln sei bei der Kollision kaum beschädigt worden.

Taucher sollen bei Tagesanbruch die Schäden begutachten, teilte die Regierung des britischen Überseegebiets am Südzipfel Spaniens am Dienstagmorgen mit. Über Nacht sei die Lage stabil, teilten die Behörden mit. An Bord der „OS 35“ seien derzeit noch 24 Mann Besatzung. Es bestehe keine Lebensgefahr. Bei Bedarf könnte die „OS 35“ jederzeit evakuiert werden.

Gibraltar: 400 Meter Ölsperre um Frachter „OS 35“

Um den Frachter „OS 35“ wurde eine 200-Meter-Sperrzone eingerichtet. Zudem seien bereits 400 Meter Ölsperren vor Ort. Der Hafen von Gibraltar war zeitweise komplett gesperrt. Nach vier Stunden sei der Hafen jetzt wieder komplett offen, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen. (dpa/ml)

Eine Ölkatastrophe bedrohte 2021 die Urlaubsinsel Zypern. Ein riesiger Ölteppich treibt auf deren Ostküste zu. Satelliten-Aufnahmen dokumentieren den Vorfall.

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