Fukushima: Arbeiter wieder in Reaktorgebäude

Tokio - Erstmals nach der Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima haben am Donnerstag wieder Arbeiter ein Reaktorgebäude betreten. Dort hatten sie jedoch nur wenige Minuten Zeit für ihre Aufgabe.

Ausgestattet mit Schutzmasken und Spezialanzügen sollen die Arbeiter nach Angaben des Betreibers Tepco Belüftungsanlagen in Reaktor 1 installieren, die die Radioaktivität aus der Luft in dem Gebäude absorbieren sollen. Die Arbeiten werden vier oder fünf Tage dauern.

Tepco-Sprecher Taisuke Tomikawa erklärte, neue Messungen vom Freitag hätten ergeben, dass die Strahlungswerte Arbeiten in einigen Bereichen zuließen. Noch Mitte April war die Radioaktivität so hoch, dass kein Arbeiter in das Reaktorgebäude hinein konnte. Zuletzt waren die Werte aber etwas gefallen. Trotzdem ist geplant, dass sich die Arbeiter wohl in kurzen Schichten von rund 10 Minuten pro Gruppe abwechseln. Tomikawa sagte, zwei Arbeiter hätten sich am Donnerstag etwa 25 Minuten in dem Reaktorgebäude aufgehalten.

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Das Reaktorgebäude war am 12. März bei einer Wasserstoffexplosion schwer beschädigt worden. Die Verringerung der Radioaktivität ist die Voraussetzung dafür, dass das Kühlsystem wieder in Betrieb genommen werden kann, das bei dem Erdbeben vom 11. März und dem nachfolgenden Tsunami ausgefallen war. Tepco will die Arbeiten an dem Kraftwerk in sechs bis neun Monaten abschließen.

Das Erdbeben und der Tsunami kosteten mehr als 25.000 Menschen das Leben. Wegen des Atomunglücks in Fukushima, bei dem vier der sechs Reaktoren durch Explosionen schwer beschädigt wurden, mussten 80.000 Menschen im Umkreis von 20 Kilometern im die Anlage ihre Häuser verlassen.

dapd

Rubriklistenbild: © ap (Symbolbild)

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