Sechs Jungen und drei Erwachsene teils schwer verletzt geborgen

Erdrutsch tötet 15 Kinder und einen Betreuer

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Das Waisenhaus wurde stark beschädigt, mehrere Häuser in der Umgebung wurden vorsorglich evakuiert.

Kuala Lumpur - 15 Jungen zwischen acht und 18 Jahren und ein Aufseher sind bei zwei Erdrutschen auf dem Gelände eines Waisenhauses in Malaysia ums Leben gekommen.

Die letzten der 16 Leichen seien vierzehn Stunden nach dem Abgang der Erdmassen auf das Waisenhaus in der Provinz Selangor geborgen worden, sagte am Sonntag der Polizeichef des Bezirks, Abdul Rashid Wahab. Sechs Jungen und drei Betreuer seien mit teilweise schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil wegen der weichen Erde die rund 200 Helfer zum Teil mit bloßen Händen nach Verschütteten graben mussten. Obwohl es zum Zeitpunkt der Erdrutsche nicht geregnet habe, dürften die heftigen Niederschläge der vergangenen Tage das Unglück ausgelöst haben, sagte Wahab.

Die 25 Verschütteten hätten zu einer Gruppe von 49 Personen gehört, die in dem Waisenhaus an einem Motivations-Camp teilgenommen hätten, erklärte der Polizeichef. Die Waisenkinder und ihre Betreuer hätten gerade in einem Zelt neben dem Haus zu Mittag gegessen, als sich offenbar zur selben Zeit zwei Erdrutsche ereigneten, sagte er.

Mohamad Hambali Ismail, einer der Aufseher, berichtete von dem Unglück. “Ich hörte ein lautes Geräusch. Plötzlich jagte die Erde mich. Ich musste rennen, um mich zu retten“, sagte der 34-Jährige der malaysischen Zeitung “Berita Harian“.

Das Waisenhaus wurde durch die Erdrutsche teilweise beschädigt. Wie schwer war zunächst unklar. Mehrere Häuser in der Umgebung wurden aus Angst vor weiteren herabstürzenden Erdmassen evakuiert, wie Wahab mitteilte.

dapd

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