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Erdbeben in Niedersachsen von Erdgasförderung ausgelöst?

Im Erdbebenzentrum in Hannover werden die Erschütterungen eines kleinen Erdbebens bei Verden registriert. Foto: Jochen Lübke
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Im Erdbebenzentrum in Hannover werden die Erschütterungen eines kleinen Erdbebens bei Verden registriert. Foto: Jochen Lübke
Erdgasförderanlage nahe Rotenburg in Niedersachsen. Foto: Daniel Reinhardt
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Erdgasförderanlage nahe Rotenburg in Niedersachsen. Foto: Daniel Reinhardt
Filteranlage eines Erdgasspeichers im ostfriesischen Jemgum: Der niedersächsische Anteil an der heimischen Erdgasproduktion liegt bei knapp 97 Prozent. Foto: Ingo Wagner
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Filteranlage eines Erdgasspeichers im ostfriesischen Jemgum: Der niedersächsische Anteil an der heimischen Erdgasproduktion liegt bei knapp 97 Prozent. Foto: Ingo Wagner
Protest an der Ortsgrenze von Dudensen in Niedersachsen: Die Nachbarn der Förderanlagen fürchten Schadstoffbelastungen durch Fracking. Foto: Holger Hollemann
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Protest an der Ortsgrenze von Dudensen in Niedersachsen: Die Nachbarn der Förderanlagen fürchten Schadstoffbelastungen durch Fracking. Foto: Holger Hollemann
Erdgasförderanlage nahe Rotenburg: Kritiker warnen schon lange, dass die Fracking-Methode kleine Erdbeben auslösen könnte. Foto: Daniel Reinhardt
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Erdgasförderanlage nahe Rotenburg: Kritiker warnen schon lange, dass die Fracking-Methode kleine Erdbeben auslösen könnte. Foto: Daniel Reinhardt

Im Landkreis Nienburg/Weser hat am Donnerstag die Erde gewackelt. Die Suche nach der Ursache läuft.

Nienburg/Weser (dpa) - Das leichte Erdbeben am Donnerstag in Niedersachsen ist möglicherweise durch Erdgasförderung ausgelöst worden. Diese führe zu Spannungen im tiefen Untergrund, sagte der Sprecher des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, Björn Völlmar.

"Wenn diese an Schwächezonen im Untergrund impulsartig abgebaut werden, kann es zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen." Die genaue Ursache müsse aber noch ermittelt werden.

"Wir hoffen, dass wir Meldungen von Anwohnern erhalten", sagte Völlmar. In einem Fragebogen im Internet können Menschen, die das Beben bemerkt haben, ihre Beobachtungen mitteilen. So berichtete ein Anwohner von einem lauten Knall, andere von klirrenden Gläsern. Schäden gab es nach ersten Erkenntnissen der Polizei und des Landesamtes aber nicht.

Das Beben hatte nach den aktuellen Daten des Niedersächsischen Erdbebendienstes, der beim Landesamt für Bergbau angesiedelt ist, eine Stärke von 2,9 in geringer Tiefe. Das sei für das Bundesland schon ein etwas stärkeres Beben, sagte Völlmar. Allerdings habe es vereinzelt auch schon Beben mit Stärken von mehr als 3,0 gegeben. In Niedersachsen seien in den vergangenen 40 Jahren insgesamt rund 50 Erdbeben registriert worden.

Das Zentrum der Erschütterung vom Donnerstag lag rund fünf Kilometer östlich der Gemeinde Uchte entfernt, im Kreis Nienburg/Weser, nahe der Grenze zu NRW. In dem Gebiet liegen die Erdgasfelder Bahrenbostel, Burgmoor und Uchte.

Übersicht Erdbeben Niedersachsen

Mitteilung zum Erdbeben vom 22. April 2016

Niedersächsischer Erdbebendienst

Fragebogen zum Erdbeben

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