Kurz sieht „Beginn der zweiten Welle“

Corona in Österreich: Kurz-Minister nennt Zahlen deutlich zu hoch und warnt „stehen an einer Weggabelung“

Weil die Zahl der Corona-Infizierten in Österreich konstant ansteigt, werden jetzt wieder striktere Maßnahmen eingeführt. Nun steht Wien eine drastische Einstufung bevor, ausgerechnet von seinem Nachbarn.

  • Coronavirus-Pandemie in Österreich: Seit Ende August gibt es wieder mehr Corona*-Fälle.
  • Deshalb werden jetzt im ganzen Land erneut striktere Maßnahmen eingeführt.
  • Die Hauptstadt Wien ist besonders betroffen. Nun setzt Deutschland Wien wohl auf die Liste der Corona-Risikogebiete.

Update vom 17. September 2020: Die Corona-Zahlen in Österreich steigen aktuell enorm. Kanzler Kurz verschärfte nun die Corona-Maßnahmen in Österreich.

Update vom 16. September, 12.44 Uhr: Corona-Maßnahmen sollen in Österreich verschärft werden. Gesundheitsminister Anschober nimmt in einer Pressekonferenz zur Lage in Österreich Stellung. Infektions- und Hospitalisierungs-Zahlen beunruhigen derzeit den Gesundheitsminister. Aktuell steigen die Aufnahmen in den Krankenhäusern. Auch die aktuellen Prognosen würden deutlich auseinander gehen. Es gäbe eine Prognose - ein negatives Szenario für Österreich - mit deutlich höhere Zuwächse, und zwar mit 1500 Corona-Fällen pro Tag. Und das wäre ungünstig, betont Anschober. Das sähe nach einem exponentiellen Wachstum aus. Die Prognose mit rund 600 Fällen pro Tag sei ihm lieber. „Wir stehen an einer Weggabelung. Jetzt ist jeder gefordert“, sagt Anschober. Die Zahlen seien deutlich zu hoch, so Anschober, das Wetter sei noch relativ warm, ergo seien die Menschen noch draußen. Diese Situation würde sich jedoch bald ändern.

Private Feiern seien maßgeblich an Cluster-Ausbrüchen beteiligt. Das hätten präzise Analysen mit den Vertretern in den „orangenen-Regionen“ ergeben. Vor allem sogenannte „Aprés-Soccer-Situations“ - nach Fußballspielen wird gefeiert, dann würden aber schnell Masken und Abstandsregeln fallen - nennt Anschober in diesem Zusammenhang. Deswegen müssten Cluster-Analysen verbessert und schneller Tests durchgeführt werden.

Beim Corona-Impfstoff verhandelt Österreich als Europäische Union mit sechs Pharmafirmen, so Anschober. Ziel Österreichs sei es eine Impfquote von 50 Prozent zu erreichen. 200 Millionen Euro gibt Österreich für dafür aus.

Coronavirus in Österreich: Aktuelle Corona-Zahlen

Update vom 16. September, 12.30 Uhr: In Österreich wurden in den vergangenen 24 Stunden 768 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, teilt das Bundesministerium mit. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle steigt damit auf 6.660. Im Krankenhaus müssen 267 Corona-Patienten behandelt werden. Auf der Intensivstation liegen 54 Covid-19-Erkrankte (Vortag: 49).

Update vom 16. September, 10.07 Uhr: In Wien explodieren die Corona-Fallzahlen. Das Nachbarland Deutschland ist alarmiert. Aus deutschen Regierungskreisen heißt es, dass die österreichische Hauptstadt Wien am Mittwochnachmittag zum Risikogebiet erklärt wird, berichtet derstandard.at. Das Auswärtige Amt (AA) und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin werden demnach die Entscheidung verkünden. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, ist auf der RKI-Webseite zu lesen. Ausschlaggebend ist demnach, ob es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab und ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Das sei bei der österreichischen Hauptstadt Wien wohl der Fall.

Corona in Österreich: Wien soll zum Corona-Risikogebiet erklärt werden

Falls Wien als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, hat das Folgen: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können oder sich in 14-tägige Quarantäne begeben. Auch wer sich 14 Tage vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich testen lassen.

In Österreich sind in den vergangenen 24-Stunden 757 neue Coronavirus-Fälle gemeldet worden, berichtet ORF.at (Stand: 15. September, 23.36 Uhr). Derzeit gibt es in Österreich 6.194 aktive Corona-Fälle, wie dem Dashboard des Gesundheitsministeriums zu entnehmen ist. Von den Covid-19-Infizierten müssen 244 im Krankenhaus behandelt werden. 49 Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation. In Wien gibt es nach Angaben der Behörden derzeit 3.426 aktive Corona-Fälle. In Wien leben rund 1,897 Millionen Menschen (zum Vergleich: München 1,472 Millionen).

Corona-Krise in Österreich: Sieben Bezirke auf „Orange“

Update vom 15. September, 16.30 Uhr: Die Corona-Ampel in Österreich ist am Dienstagmittag aktualisiert worden. Insgesamt wurden sieben österreichische Bezirke auf die Farbe Orange geschaltet. Dazu zählen: Wien, Innsbruck-Stadt, Kufstein, Dornbirn, Bludenz, Mödling und Neukirchen. Der Farbe der Ampel entsprechend besteht in diesen Gebieten ein „hohes Risiko“. Wie oe24.at berichtet, sprach die Corona-Kommission Empfehlungen für die Gebiete aus - Maßnahmen bei Veranstaltungen und Schulen seien jedoch keine notwendig. Zusätzlich wurden weitere 35 Gebiete auf die Farbe „gelb“ geschaltet, was einem mittleren Risiko entspricht.

Aufgrund der verschärften Corona-Lage in Österreich hat Arnold Schwarzenegger seine Teilnahme am Austrian World Summit, das am Donnerstag in der Wiener Spanischen Hofreitschule stattfindet, abgesagt. Wie die Zeitung berichtet, soll er jedoch virtuell an der Veranstaltung teilnehmen und seine Rede als Gastgeber halten.

Coronavirus in Österreich: Fallzahlen weiterhin hoch - es drohen weitere Reisewarnungen

Update vom 15. September, 9.25 Uhr: Steht Österreich vor einem zweiten Lockdown? Die Infektionszahlen schnellten zuletzt rasend in die Höhe. Aktuellen Informationen des Gesundheitsministeriums zufolge verzeichnete Österreich am Montag über 700 Neuinfektionen. Kanzler Sebastian Kurz nannte den Faktor, der für einen zweiten Lockdown ausschlaggebend ist.

Indes drohen Österreich Reisewarnungen aus anderen Ländern. Belgien hat bereits eine Reisewarnung verhängt, auch die Schweiz warnt vor Reisen in das besonders betroffene Wien. Deutschland verhängte bislang keine Reisewarnung für das Nachbarland, wie oe24.at berichtet könnte es jedoch zu einer Quarantänepflicht für Reisende aus Wien und Innsbruck kommen. Auch das von der Corona-Pandemie gebeutelte Italien soll über eine Testpflicht für Reisende aus Österreich nachdenken.

Indes fordert der Virologe Hendrik Streeck einen Strategiewechsel hinsichtlich der Corona-Pandemie.

Österreich: Kurz nennt Lage in einer Region „besonders dramatisch“ und spricht von „Beginn der zweiten Welle“

Update vom 14. September, 9.40 Uhr: Angesichts der Lage hinsichtlich des Coronavirus in Österreich, soll es in dem Nachbarland Deutschlands zu verschärften Schutzmaßnahmen kommen. Nicht zuletzt sprach Österreichs Kanzler Sebastian Kurz von dem „Beginn der zweiten Welle“. Aktuellen Informationen des Gesundheitsministeriums waren die Zahlen nach einem Höchstwert vom Freitag (11. September) mit 881 bestätigten Neuinfektionen zuletzt gesunken. Am Samstag verzeichnete Österreich 378 Neuinfektionen am Sonntag 364. Nichts desto trotz warnte Kurz vor dem bevorstehenden Herbst und Winter.

Aktuellen Informationen zufolge würde die Großzahl der Ansteckungen im privaten Bereich geschehen. Infolge dessen soll die österreichische Regierung in dieser Woche über weitere Verschärfungen der Schutzmaßnahmen beraten. Dies berichtet oe24.de. Dabei könnte insbesondere auch der Abstand im Freien eine Rolle spielen. Private Feiern wie beispielsweise Hochzeiten, Taufen oder Begräbnissen könnten wohl zukünftig nur noch mit zehn Personen erlaubt sein.

Zudem soll bereits am Montag (14. September) die Corona-Kommission zusammenkommen. Ursprünglich geplant war dies erst für Donnerstag. Wie die Sprecherin der Kommission, Daniela Schmid, am Sonntag erklärte soll die epidemiologische Lage in einer Sondersitzung neu eingeschätzt werden. Indes schlägt die WHO Alarm. Die Zahl der Neuinfektionen hat eine dramatische Grenze überschritten. Indes werden die Corona-Maßnahmen in Großbritannien erheblich verschärft. Über die Vorgehensweise Schwedens in der Corona-Pandemie wurde lange diskutiert. Aus drei Gründen hat das Land die Corona-Pandemie besser im Griff.

Österreich: Kurz nennt Lage in einer Region „besonders dramatisch“ und spricht von „Beginn der zweiten Welle“

Update vom 13. September, 10.28 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erwartet einen weiteren starken Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich und vor allem in Wien. „Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle“, erklärte der Regierungschef der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Bald werde man die Marke von 1000 neuen Fälle pro Tag erreichen. „Besonders dramatisch“ sei die Lage in der Hauptstadt Wien. Dort verzeichne man über die Hälfte aller Neuinfektionen im Land. Rund 5400 Menschen gelten aktuell in Österreich als an Covid-19 erkrankt, mehr als 3000 von ihnen in Wien. Mit 869 registrierten Neuinfektionen in 24 Stunden wurde am Samstag der höchste Anstieg seit Ende März gemessen. Allerdings wird aktuell deutlich mehr getestet als vor einigen Monaten. Die Fälle verlaufen oft auch weniger schwer.

Kurz hat große Befürchtungen für Herbst und Winter. „Daher sind wir jetzt alle aufgerufen und gefordert, mit gleicher Disziplin und Rücksicht wie im Frühjahr auch die Herausforderungen der kommenden Monate gemeinsam zu meistern“, erklärt der österreichische Kanzler. Er bat die Bevölkerung, jetzt besonders gut auf die Maßnahmen und Hygieneregeln zu achten und soziale Kontakte einzuschränken.

Steigende Corona-Zahlen in Österreich: Gibt es bald eine Reisewarnung aus Deutschland?

Update vom 12. September, 20.07 Uhr: Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen in Österreich erwägt Deutschland scheinbar, eine Reisewarnung für Wien oder sogar das ganze Land auszusprechen. Das will die österreichische Kronen Zeitung vom einem nicht namentlich genannten Insider erfahren haben. Die Entscheidung dazu soll demnach bereits Anfang kommender Woche fallen.

Corona in Österreich: Sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen - Zahlen so hoch wie Ende März

Update vom 12. September, 15.15 Uhr: Der Anstieg der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt in Österreich am Samstag nach einem erneuten Sprung so hoch wie zuletzt Ende März. Die Behörden meldeten am Samstag 869 neue Fälle seit dem Vortag, nachdem zuletzt am Donnerstag ein Rekord-Wiederanstieg von 664 Neuinfektionen erreicht worden war. Noch vor einer Woche hatten die Zahlen meist bei etwa 300 bis 400 neuen Fällen am Tag gelegen.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten liegt noch deutlich unter den Werten des Frühjahrs, stieg aber binnen einer Woche um rund ein Drittel. Am Samstag lagen 209 Infizierte im Krankenhaus, 42 von ihnen auf der Intensivstation.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagte am Samstag, die Zahlen seien nicht mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da mehr getestet werde als je zuvor (zuletzt fast 15.000 Tests in 24 Stunden). Die Entwicklung sei trotzdem besorgniserregend; Experten sollen kommende Woche neue Empfehlungen erarbeiten.

Werner Kogler (Grüne, l-r), Vizekanzler von Österreich, Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, und Rudolf Anschober (Grüne), Gesundheitsminister von Österreich

Corona-Zahlen in Österreich steigen: Nächste Region bereitet große Sorgen - auch vielen Deutschen

Update vom 12. September, 11.31 Uhr: Österreich hat eine weitere Region neben Wien, die Sorgen bereitet: Innsbruck. Wie oe24.at berichtet, kam Innsbruck im Siebentagesschnitt pro 100.000 Einwohner - Stand Donnerstagabend - auf 99,9 Fälle und hat damit noch vor Wien (84,8 Fälle) die höchste Inzidenz. Insgesamt ist ein Anstieg der Zahlen in Tirol - pro Kopf gerechnet - seit einigen Tagen auffallend. Gestern waren es 93 Neuinfektionen. Wien hatte 265 neue Fälle, aber mehr als doppelt so viele Einwohner. Tirol kam zudem bei 1.389 Tests auf eine Positivrate von 6,70. Was tatsächlich auf ein hohes Infektionsgeschehen hindeutet.

Innsbruck droht nun - wie schon Wien - die orangene Ampel. Bedeutet: striktere Maßnahmen. Die Wintersaison steht den Tirolern bevor, was sie davor gar nicht brauchen können, sind weiter steigende Zahlen. Nun hoffen nicht nur die Österreicher darauf, das Infektionsgeschehen schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, sondern Wintersport-Liebhaber aus aller Welt - inklusive der Deutschen.

Innsbruck immerhin liefert eine Erklärung: Die Fallzahl hänge mit einem „somalischen Kulturzentrum“ zusammen. Allerdings wurden dort die ersten Fälle aber bereits vor einigen Wochen bekannt.

Corona in Österreich: Wirbel um Fußballspiel in Wien

Update vom 11. September, 18.26 Uhr: Die österreichische Bundesliga geht wieder los. Am Freitagabend eröffnet Rekordmeister Rapid Wien gegen Admira Wacker Mödling die neue Runde. Vorab der Partie (Anstoß ist um 18.30 Uhr) sorgten die Begleitumstände des Spiels allerdings für Kritik.

Denn trotz steigender Infektionszahlen in Österreich allgemein und in Wien besonders findet das Auftaktmatch vor 10.000 Zuschauern statt. Dabei wären so viele Menschen nach der eingeführten Corona-Ampel gar nicht erlaubt. Steht das Warnsystem auf Grün, dürfen 10.000 Fans kommen, bei gelb 5.000 und bei orange nur noch 500. Also alles in Ordnung? Mitnichten, denn Wien ist aktuell als „gelb“ eingestuft.

Warum dürfen dann dennoch doppelt so viele Rapidler ins Allianz-Stadion pilgern? Laut oe24.at fehlt aktuell eine entsprechende Gesetzesgrundlage. Die fünfstellige Zuschauermarke wurde schon im August beschlossen - zu Zeiten als es die Corona-Ampel noch nicht gab. Also werden am Abend wohl 10.000 Fans in der Arena erwartet. Die Hütteldorfer zählen zu den zuschauerstärksten Teams der Liga.

Alles in allem gelten in den Stadien wie in Deutschland umfassende Hygiene- und Sicherheitshinweise. Am Freitag lobte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) diese „vorbildlichsten Präventionskonzepte“ und stellte klar: „Die Rapid-Fans haben es heute in der Hand, zu zeigen (...), dass sie dieses Konzept verstanden haben und ob es weiter möglich ist, auf diese Art und Weise Fußballspiele mit Publikumsbeteiligung abzuhalten.“ Fest stehe dabei auch, so Hacker, „dass die Virusbelastung im geschlossenen Raum eine wesentlich höhere ist als die Virusbelastung unter freiem Himmel.“

Läuft beim Duell der Grün-Weißen heute alles glatt, wäre dies ein Meilenstein für Fußballfans, ihr Team auch in Zukunft vor Ort unterstützen zu können. Rapid gegen Admira avanciert damit neben der sportlichen Bedeutung zu einem regelrechten Pilotprojekt für Fußball-Österreich.

Corona in Österreich: Zahlen erreichen neuen Höhepunkt - Kurz greift zu enormer Verschärfung

Erstmeldung vom 11. September, 9.53 Uhr: Wien - Seit Ende August steigen auch in Österreich die Zahlen der an Corona erkrankten Menschen wieder stark an. Derzeit gibt es 4820 aktive Fälle im Alpenland - davon allein 2778 in der Hauptstadt Wien selbst. Ein Höhepunkt in der aktuellen zweiten Welle. Für die Corona-Kommission sind das zu viele. Jetzt wurden wieder weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus beschlossen.

Coronavirus in Österreich: Generelle Maskenpflicht wird wieder eingeführt

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in vielen öffentlichen Bereichen wurde in Österreich nach dem ersten großen Infektionsgeschehen im Frühling größtenteils wieder abgeschafft. Doch jetzt, im Angesicht einer zweiten Welle*, hat man in der Kommission beschlossen, die Maskenpflicht wieder einzuführen. Sie gilt jetzt beim Einkaufen, beim Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen, sowie bei Restaurantbesuchen, bis man seinen Platz eingenommen hat.

Zahl der Corona-Infizierten in Österreich steigt seit Ende August stark an.

Für Veranstaltungen gelten ebenfalls strengere Corona*-Regeln. In geschlossenen Räumen dürfen nur noch 2500 Personen (ohne Sitzzuweisungen nur 100) im Freien 5000 Menschen teilnehmen, berichtet oe24.de. Diese Verschärfung der Maßnahmen soll wohl auch von Bundeskanzler Sebastian Kurz gefordert worden sein. Derweil wurden inzwischen sieben Bezirke in Österreich mit gelb auf der Corona-Ampel* gekennzeichnet. Das heißt, dort gibt es moderate Fallzahlen und die Infektionen können größtenteils noch einer Quelle zugeordnet werden. Betroffen sind: Wien, Graz, Kufstein, Innsbruck-Stadt, Schwaz in Tirol, Korneuburg und Wiener Neustadt.

Die steigenden Corona-Zahlen in Österreich könnten sich auch auf die Wahl in Wien auswirken

Am 11. Oktober wird in Wien ein neuer Gemeinderat und neue Bezirksvertretungen gewählt. Nun fürchten viele Politiker, ob angesichts der steigenden Fallzahlen „überhaupt eine normale Wahl möglich“ sein werde, schreibt oe24.de. Um bis dahin das Infektionsgeschehen besser unter Kontrolle bringen zu können, haben Wiens Bürgermeister, Michael Ludwig, und der Gesundheitsstadtrat Peter Hacker eigene Präventionsmaßnahmen festgelegt.

Um die Wahl ein wenig zu entzerren und den Andrang am 11. Oktober in den Wahllokalen gering zu halten, propagiert man im Wiener Rathaus jetzt das Wählen per Wahlkarte oder Briefwahl. Mit einer Wahlkarte ist es jetzt schon möglich, in einer beliebigen Wahlbezirksbehörde seine Stimme abzugeben. Düster sieht es hingegen für Wahlveranstaltungen am Wahltag selbst aus. So hat die ÖVP ihre Veranstaltung bereits abgesagt. SPÖ, Grüne und Neos setzen auf strenge Publikumsbeschränkungen. Bei weiter steigenden Infektionszahlen wird aber schon überlegt, auf virtuelle Events umzusteigen. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Corona breitet sich in Deutschlands-Nachbarländern rasend schnell aus. Die Folge ist die Ausweitung von Reisewarnungen für viele Regionen. Die Corona-Pandemie könnte nun auch dazu beigetragen haben, dass der Lkw-Hersteller MAN plant, in Deutschland und Österreich bis zu 9500 Stellen zu streichen. Alle Informationen zum Thema in der Bundesrepublik gibt es in den Corona-News aus Deutschland.

Rubriklistenbild: © Roland Schlager/dpa

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