Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Österreich: Treffen zwischen Söder und Kurz - Rekord an Neuinfektionen

Laut einer Umfrage macht sich in Österreich eine Corona-Müdigkeit breit. Dabei steckt die Alpenrepublik inmitten der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie*: Österreich versinkt im Covid-19*-Chaos.
  • Viele Bürger lehnen die Corona-Politik* von Kanzler Sebastian Kurz laut einer Umfrage ab - die Hauptstadt Wien stellt sich bei einer entscheidenden Maßnahme quer.
  • Nun hat Österreich einen neuen Rekord bei der Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen aufgestellt.
  • Verfolgen Sie alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Europa hier im News-Ticker.

Update vom 10. Oktober, 12.30 Uhr: In Österreich ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf den Rekordwert von 1.235 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag bleibt dabei Wien mit 511 Neuinfektionen binnen 24 Stunden landesweit der Spitzenreiter. In den Krankenhäusern veränderte sich die Lage den Angaben zufolge nicht. Insgesamt stieg die Zahl der sogenannten aktiven Fälle auf 10.800. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl liegen die Zahlen der Neuinfektionen und der aktiven Fälle deutlich über den aktuellen deutschen Werten.

Corona in Österreich: Treffen zwischen Kurz und Söder

Update vom 9. Oktober, 17.16 Uhr: Beim Treffen zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz herrschte in einem wichtigen Punkt große Einigkeit: Die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich wollen beide Politiker offen halten. „Eine Schließung der Grenzen wäre eine Ultima Ratio, die jetzt keiner will“, sagte Söder nach dem Treffen der beiden am Grenzübergang in Tirol. Außerdem erhofft sich Kurz vom RKI, dass Reisewarnungen für Österreich in Deutschland punktuell ausgesprochen werden - vor allem mit Blick auf die Skisaison in Tirol.

Corona-Chaos in Österreich: Kurz und Söder wollen sich treffen und auch über Skisaison sprechen

Update vom 9. Oktober, 7.52 Uhr: Nicht nur innenpolitisch können in Österreich Spannungen verzeichnet werden, sondern auch in der Außenpolitik. Gerade die deutschen Reisewarnungen für Teile Österreichs wegen steigender Corona-Zahlen und die damit verbundenen Auswirkungen auf touristische Unternehmen machen Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Sorgen.

Österreich grenzt mit vielen Skigebieten an Bayern - und gerade die sind von den Reisewarnungen besonders betroffen. Wie geht es nun weiter mit der Wintersaison? „Ganze Ortschaften leben von Ischgl“, berichtete ein Tiroler Fotograf gegenüber der Tagesschau. Das weitere Vorgehen auf beiden Seiten, Österreich und Bayern, soll nun in einem persönlichen Arbeitsgespräch zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kanzler Kurz* besprochen werden.

Corona-Chaos in Österreich: Umfrage bringt Kanzler Kurz in Not - Bürger wollen Politik nicht mehr mittragen

Update vom 8. Oktober, 22.50 Uhr: Österreichs Innenminister Karl Nehammer ist als Mann der klaren Worte bekannt. So hat der ÖVP-Politiker jetzt Wien scharf kritisiert und die Hauptstadt in der Coronavirus-Pandemie als „wenig kooperationsbereit“ bezeichnet.

„Wir hoffen, dass die Stadt Wien zumindest nach der Wahl unsere Hilfe annimmt und die parteipolitischen Manöver aus der Corona-Krise rausgehalten werden. Wahltaktische Gründe haben in der Krisenbewältigung keinen Platz. Es ist fünf nach zwölf“, erklärte Nehammer der Kronen Zeitung: „Es ist eine sehr ernste Lage derzeit bundesweit und insbesondere in der Stadt Wien. Wir haben immer Hilfe angeboten - einerseits durch Unterstützung beim Contact Tracing, andererseits durch Hilfe bei der Kontrolle von Quarantäne-Maßnahmen.“

Die Wiener Vertreter hatten am Donnerstag nicht an der Sitzung des staatlichen Krisenstabes der Bundesregierung und der Bundesländer teilgenommen, was von vielen Seiten Empörung hervorrief.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz gerät unter Druck

Erstmeldung vom 8. Oktober: München/Wien - Schöner Schlamassel für Kanzler Sebastian Kurz: Österreich folgt der Corona-Politik* seines Regierungschefs nur noch widerwillig. Und das inmitten der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie*.

Das geht zumindest aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hervor. Demnach sind nur noch 53 Prozent der Menschen in Österreich der Meinung, dass die Regierung Kurz mit der Corona-Krise richtig umgeht. Ende März seien noch 91 Prozent dieser Meinung gewesen, schreibt die Kronen Zeitung.

„Wir sehen quer durch alle Daten, es gibt eine Verunsicherung, eine Müdigkeit, eine Ratlosigkeit“, sagte die Leiterin des Gallup-Instituts, Andrea Fronaschütz, laut krone.at bei der Vorstellung der Resultate an diesem Donnerstag (8. Oktober). Ist Österreich Corona-müde? Und das ausgerechnet, während die Neuinfektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2* deutlich steigen?

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt ungebremst

Mit 1209 neu registrierten Corona-Fällen binnen 24 Stunden hatte es an diesem Donnerstag einen neuerlichen Rekordwert gegeben. Zuvor lag der Schnitt in der vergangenen Woche bei 910 Neuinfektionen mit dem heimtückischen Coronavirus.

Zeitgleich schaltete die österreichische Corona-Ampel* in zehn neuen Bezirken auf Orange, und damit auf die zweithöchste Warnstufe. In drei Regionen wurde laut krone.at die gelbe Warnstufe sogar übersprungen.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Wien steigt aus nationalem Covid-19-Krisenstab aus

Und es droht weiteres Ungemach: So ist offenbar ausgerechnet Wien aus dem staatlichen Coronavirus-Krisenstab des Innenministeriums ausgestiegen. Das berichtet oe24.at. Dabei ist die Hauptstadt der Corona-Hotspot schlechthin der Alpenrepublik. Bürgermeister Michael Ludwig dementierte die Meldung am Abend bei Twitter - dennoch herrscht Irritation. (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare