Garmisch-Partenkirchen

Neue Corona-Mutation in Garmischer Klinik: 35 Personen infiziert - zwei Fragen sind noch ungeklärt

Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen wurde eine neuartige Mutation des Coronavirus entdeckt. Erste Erkenntnisse wurden auf einer Pressekonferenz geschildert.

  • Im Klinikum-Garmisch-Partenkirchen wurde eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt.
  • Experten aus der Berliner Charité bestätigten den Verdacht der bayerischen Ärzte.
  • In einer Pressekonferenz wurde über die Virus-Mutation informiert.

Update, 15.22 Uhr: Die Virus-Mutation sei in zwei verschiedenen Stockwerken des Klinikums auf der internistischen und geriatrischen Station des Klinikums ausgebrochen. Von den 35 Infizierten seien 24 Mitarbeiter des Klinikums. Der Altersdurchschnitt der infizierten Patienten sei sehr hoch.

Coronavirus-Mutation: Klinik-Chefs warnen vor Panikmache - Gefährlichkeit nichz nachgewisen

Die Corona-Stationen sowie die betroffenen Stationen im fünften und sechsten Stock sind ab sofort zu Isolierbereichen deklariert. Die Mitarbeiter dürften sie nur noch in voller Schutzausrüstung betreten. Das gesamte Personal werde vor Dienstbeginn per Schnelltests untersucht. Stockklausner betont immer weider, dass es derzeit keinen Grund zur Panik gebe, auch wenn Mutationen derzeit, vor allem durch die Mutation aus Großbritannien, einen großen Angst-Faktor darstellen.

Mit Verweis auf die weiteren Ergebnisse aus Berlin, die in den nächsten Wochen folgen sollen, beendet Landrat Anton Speer die Pressekonferenz am Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Update 15.10 Uhr: Nun spricht Dr. Clemens Stockklausner, stellv. ärztlicher Direktor des Klinikums. Er beruhigt mit der Information, dass bereits einige Ergebnisse der Berliner Charité zur Gefährlichkeit der neuen Virus-Mutation vorliegen. Bei der Mutation handelt es sich demnach weder um die derzeit grassierende hochansteckende britische noch um die ebenfalls bekannte südafrikanische Mutation des Coronavirus. Was die Mutation genau bedeutet sei allerdings noch nicht zu sagen.

Virus-Mutation in bayerischer Klinik: 35 Personen infiziert - keine Aussage zur Gefährlichkeit möglich

Ob die, nach Aussage Stockklausners, winzige entdeckte Mutation überhaupt klinische Relevanz hat, ist ebenfalls noch nicht abzusehen. Es könne sogar passieren, dass sie keinerlei Relevanz für das künftige Infektionsgeschehen habe. Derzeit seien 35 Patienten und Mitarbeiter mit der Virus-Mutation infiziert. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass die Mutation ansteckender oder tödlicher sei, als andere Virus-Varianten. Der Ursprung der Variante sei aber nach wie vor unklar.

Coronavirus-Mutation in Garmisch-Partenkirchen: Klinikum verschiebt Operationen - Lage „unter Kontrolle“

Update, 15.05 Uhr: Nun spricht der Geschäftsführer des Klinikums Frank Niederbühl. Er erläutert noch einmal, dass bereits in der vergangenen Woche Auffälligkeiten bei der Untersuchung der Coronaviren bei den Covid-19-Patienten im Klinikum entdeckt wurden. Man habe die betreffenden Personen sofort isoliert. Dank der großartigen Unterstützung der Taskforce sei die Situation unter Kontrolle. Jedoch wurden bereits einige auffschiebbare Untersuchungen und Operationen abgesagt, um das klinische Personal zu entlasten. Sowohl auf den normalen Stationen als auch im Intensivbereich seien derzeit Betten frei, sodass keine Angst vor einer Überlastung durch Covid-19-Patienten zu befürchten sei.

Update, 15.02 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Anwesend sind der Landrat aus Garmisch-Partenkirchen Anton Speer sowie die Klinikleitung des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. Landrat Anton Speer beginnt. Das Klinikum sei gut aufgestellt und habe sich frühzeitig auf die Corona-Situation im Winter vorbereitet, unter anderem mit vier hochwertigen PCR-Testgeräten. Die Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Landratsamt funktioniere vorbildlich. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt derzeit bei etwa 128.

Update 14.58 Uhr: Die Pressekonferenz im Klinikum Garmisch-Partenkirchen zur neuen Coronavirus-Mutation, die von Experten der Berliner Charité bestätigt wurde, beginnt in Kürze.

Garmisch-Partenkirchen – Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen herrscht, wie in nahezu allen Kliniken deutschlandweit, derzeit Ausnahmezustand. Immer mehr Covid-19*-Patienten müssen behandelt werden, 18 neue sind innerhalb einer Woche dazugekommen. Sorge bereitet den Ärzten nun vor allem eine neue Mutation des Coronavirus*, die bei einem der Patienten entdeckt wurde. Eine, die bisher nicht einmal die Experten im Labor des bekannten Virologen Professor Dr. Christian Drosten* in der Berliner Charité bekannt war.

Diese hatten am vergangenen eine Probe aus Garmisch-Partenkirchen erhalten, am Freitag (15. Januar) bestätigte sich dann der Verdacht der Mutation. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Virus sich innerhalb eines gewissen Zeitraum verändert. Seit Beginn der Pandemie seien weltweit etwa 12.000 Veränderungen am Coronavirus* registriert worden, sagt Frank Niederbühl, Geschäftsführer des Klinikums. Dies sei allerdings kein Grund zur „Panikmache“, stellt Niederbühl klar, denn eine Mutation sei nicht automatisch infektiöser oder tödlicher*, als das Ursprungsvirus.

Eine Panikmache wäre absolut unseriös und unangebracht.

Frank Niederbühl

Dennoch könne das Klinikum keine genaueren Nachforschungen zu dem Virus leisten. Dies liege nun in der Hand der Berliner Experten, so Niederbühl. Erst Ende Januar könne man wohl aussagekräftige Auswertungen der Untersuchungen vorlegen. Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen hat man derweil auf die neuartige Virus-Variante reagiert und alle herrschenden Maßnahmen noch einmal verschärft. Da die Virus-Mutation dennoch für Unruhe sorgt und Erinnerungen an die höchst infektiöse Mutation aus Großbritannien* weckt, wurde für Montag (18. Januar) eine Pressekonferenz angesetzt, auf der Ärzte und Experten über die neue Corona-Mutation informieren. Alle Informationen dazu finden Sie ab 15.00 Uhr hier in unserem Live-Ticker und zum Nachsehen im Live-Stream. kah *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder via www.imago-images.de

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