News-Ticker

Corona in Deutschland: Experte sagt für den Sommer Inzidenz unter zehn voraus - Kinder-Impfstoff zugelassen

Zahlreiche Menschen spazieren durch die Fußgängerzone in München. Viele von ihnen mit Masken.
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Infektionszahlen im Sinkflug. Im Sommer könnte die 7-Tage-Inzidenz sogar unter zehn fallen, prognostiziert ein Statistiker.

Die Corona-Zahlen gehen runter. Ein Experte rechnet mit einer deutlich entspannteren Inzidenz-Lage im Sommer - trotz wieder steigender Neuinfektionen. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Lage in Deutschland entspannt sich. Die 7-Tage-Inzidenz geht immer weiter runter.
  • In Sachsen können über 14-Jährige ab dieser Woche Impf-Termine ausmachen (siehe Update vom 31. Mai, 15.40 Uhr).
  • Die EU-Kommission hat derweil den Impfstoff von Biontech für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen (siehe Update vom 31. Mai, 18 Uhr).
  • Ein Statistiker der Uni Stuttgart rechnet im Sommer mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter zehn (siehe Update vom 31. Mai, 21.07).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab 1. Juni finden Sie hier.

Update vom 31. Mai, 21.50 Uhr: Auch am Montag (31. Mai) setzt sich der langsame Aufwärtstrend der bundesweiten Reproduktionszahl fort. Wie aus dem täglichen Situationsbericht des RKI hervorgeht, liegt der 4-Tage-R-Wert nun bei 0,91. Der 7-Tage-R-Wert, der weniger durch kurzfristige Schwankungen beeinflusst wird, liegt bei 0,76. Am Donnerstag (27. Mai) lagen die Reproduktionszahlen noch bei 0,52 bzw. 0,70. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im entsprechenden Zeitraum durchschnittlich angesteckt hat. Ein R-Wert unter 1,0 signalisiert ein sich abschwächendes Infektionsgeschehen.

Corona in Deutschland: Sommer-Prognose macht Mut - Inzident unter zehn?

Update vom 31. Mai, 21.07 Uhr: Im Mai gingen die täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus rasant zurück. So meldetet das RKI am Montagmorgen (31. Mai) lediglich 1978 neue Fälle. Ein beeindruckender Trend, der sich in den kommenden Wochen jedoch wieder abschwächen könnte, meint zumindest Prof. Dr. Christian Hesse von der Universität Stuttgart. Der Statistiker geht aufgrund der Lockerungen davon aus, dass der Rückgang an täglichen Neuinfektionen abflachen könnte.

„Lockerungen bedeuten immer eine Zunahme von Kontakten und eine Zunahme von Kontakten führt unweigerlich auch zu einer größeren Zahl von Neuinfektionen“, so der Statistiker gegenüber bild.de. Grund zur Sorge ist das für den Wissenschaftler jedoch nicht. Wie auch andere Experten rechnet Hesse aufgrund der zunehmenden Impfzahlen mit einem guten Sommer. „Generell können wir aber erwarten, dass wir im Sommer bei Inzidenzen von 10 oder weniger liegen“, so die Prognose des Statistikers. Eine dauerhaft unter zehn liegende Inzidenz käme einem No-Covid-Szenario gleich, dass von vielen Seiten im Winter immer wieder gefordert wurde.

Corona in Deutschland: Kinder dürfen in bestimmten Bundesland Impf-Termine ausmachen - Notbremse vor Aus

Update vom 31. Mai, 2021, 18 Uhr: Es ist eine Nachricht die vielen Eltern und Kindern in der Europäischen Union Hoffnung geben dürfte. Die EU-Kommission hat dem Impfstoff von Biontech/Pfizer am Montagnachmittag auch für Kindern und Jugendliche ab einem alter von zwölf Jahren zugelassen. Innerhalb der EU ist es somit das erste für Kinder zugelassene Vakzin.

Update vom 31. Mai 2021, 17 Uhr: Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich weiterhin. Durch sinkende Sieben-Tage-Inzidenzen in den Bundesländern sind viele Lockerungen möglich.

Corona in Deutschland: Viele Bundesländer lassen Schüler zurück in den Präsenzunterricht kehren

So kehren immer mehr Bundesländer zum Regelbetrieb in den Schulen zurück. Dazu zählt auch Nordrhein-Westfalen. Am Montag starteten die Schulen dort flächendeckend mit dem Präsenzunterricht. Voraussetzung ist, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unter 100 liegt. Dies war am Freitag in allen Kommunen der Fall. Die Masken- und Testpflicht gilt aber weiterhin. Auch Länder wie Niedersachsen, das Saarland oder Hamburg kehrten zu Wochenbeginn weitgehend zum Normalbetrieb mit ganzen Klassen zurück. Nach den Pfingstferien Anfang Juni kommt es bei einer Inzidenz unter 50 auch in den bayerischen Schulen zu weiteren Lockerungen.

In Hessen gilt bei einem Wert unter 50 die zweite Öffnungsstufe des Landes: Dann können sich wieder mehr Menschen im privaten Kreis treffen. Die Innen-Gastronomie darf Gäste - unter Auflagen - auch drinnen empfangen. Schüler aller Jahrgangsstufen dürfen zurück in den Präsenzunterricht - Corona-Test inklusive. In Baden-Württemberg darf die Außen- und Innen-Gastronomie zwischen sechs Uhr und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen.

In Berlin berät der Senat am Dienstag über weitere Lockerungen. Einem Bericht von Business Insider zufolge soll es stärkere Lockerungen ab dem 4. Juni geben als zunächst geplant. Betroffen sollen davon unter anderem die privaten Kontakte sowie die Innen- und Außengastronomie sein.

Corona in Deutschland: Bundesländer lockern Kontaktbeschränkungen

Die Kontaktbeschränkungen werden in Mecklenburg-Vorpommern ab dem 1. Juni gelockert. Dann dürften sich zehn Menschen aus maximal fünf Haushalten treffen - Kinder bis 14 Jahre und vollständig Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt. In Niedersachsen dürfen sich zehn Menschen aus maximal drei Haushalten treffen. Voraussetzung ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. Die Gastronomie öffnet dort innen und außen. Bei einer Inzidenz unter 50 entfällt dabei die Testpflicht. Sachsen lässt Treffen von zehn Personen unabhängig von der Inzidenz zu.

Thüringen war das letzte Bundesland, das unter den kritischen Grenzwert von 50 fiel. Der Einzelhandel darf mit Tests und Kontaktverfolgung vollständig öffnen. Auch die Außengastronomie sowie touristische Übernachtungen in Ferienhäusern und -wohnung sowie Campingplätzen ist wieder möglich.

Corona in Deutschland: Kinder dürfen in Sachsen Impf-Termine ausmachen

Update vom 31. Mai 2021, 15.40 Uhr: Kinder ab 14 Jahren können sich in Sachsen ab dieser Woche um einen Impftermin bemühen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Die Jugendlichen könnten demnach einen eigenen Termin in einigen Impfzentren vereinbaren.

Mit der Zulassung des Impfstoffes sei es möglich, dass sich Kinder und Jugendliche nun impfen lassen könnten, wenn sie es denn möchten, sagte Kretschmer. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag grünes Licht für die EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren gegeben. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission stand aber zunächst noch aus. Am Donnerstag haben Bund und Länder auf dem Impfgipfel entschieden, dass sich Kinder von 12 bis 15 Jahren in Deutschland impfen lassen dürfen.

Corona in Deutschland: Bundesnotbremse wird Ende Juni voraussichtlich auslaufen

Update vom 31. Mai 2021, 13.45 Uhr: Die sogenannte Bundes-Notbremse wird voraussichtlich, wie im Gesetz vorgesehen, Ende Juni auslaufen. „Wenn die sehr erfreuliche Entwicklung der Infektionszahlen der letzten Wochen anhält, was wir alle hoffen, dann ist aus heutiger Sicht die Tendenz, diese Notbremse mit dem 30.6. auslaufen zu lassen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Das sei aber abhängig von der pandemischen Entwicklung.

Mit der im April verabschiedeten Notbremse wurden bundeseinheitliche Corona-Regelungen ins Infektionsschutzgesetz geschrieben, die auf Kreisebene greifen, wenn die Corona-Ansteckungszahlen bestimmte Werte überschreiten. Dazu zählen nächtliche Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbeschränkungen, Beschränkungen für Sport, Freizeit und Handel oder Schulschließungen. Aufgehoben werden dürfen die Einschränkungen erst wieder bei mehrtägiger Unterschreitung der Schwellenwerte.

Die bundeseinheitlichen Regeln wurden allerdings im Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni befristet. Käme es danach zu einem erneuten starken Anstieg der Corona-Zahlen, wären die Länder wieder selbst dafür zuständig, wie streng ihre Maßnahmen ausfallen.

Corona in Deutschland: Experte warnt - Schnelltests und Selbsttests im Sommer anfällig für falsche Ergebnisse

Update vom 31. Mai 2021, 13 Uhr: Die Corona-Inzidenzen sinken, immer weniger Menschen stecken sich aktuell mit dem Coronavirus an. Seinen Teil tragen dazu auch die Corona-Schnell-Tests und die Corona-Selbsttests, schließlich können so vermutlich unerkannte Corona-Infektionen doch noch nachgewiesen werden. Doch die Aussagekraft der beiden Tests kann einem Charité-Virologen zufolge relativ leicht durch hohe Temperaturen und Temperaturschwankungen beeinträchtigt werden.

Dabei sei es wichtig, dass sowohl Anwender, aber auch Verkäufer und Anbieter solcher Tests, die im Beipackzettel vorgeschriebene Lagertemperatur unbedingt einhalten und sich der Einschränkungen bewusst seien, sagte Jan Felix Drexler
vom Institut für Virologie der Berliner Universitätsklinik der Deutschen Presse-Agentur am Montag. „Es darf nicht zu heiß werden.
Selbsttests sollten nicht direkt am Fenster in der Sonne liegen oder im Sommer in der Hosentasche mit herumgetragen werden.“ Auch die Lagerung von Tests im Kühlschrank und die Anwendung danach in der Wärme könne das Ergebnis verfälschen.

In der Regel empfehlen Hersteller eine Lagerung zwischen 5 und 30 Grad und eine Anwendung bei Raumtemperatur, üblicherweise zwischen 15 und 30 Grad, wie Drexler sagte. Nach Daten, die der Professor mit Kollegen im „Journal of Clinical Virology“ veröffentlicht hat, reichen jedoch schon kurzzeitig niedrigere oder höhere Temperaturen - und ein Teil der untersuchten Tests zeigt ein falsches Ergebnis. Sowohl die sogenannte Sensitivität, als auch die Spezifität solcher Tests kann demnach beeinträchtigt werden. Das bedeutet, dass Infizierte fälschlicherweise ein negatives Ergebnis erhalten können - und Gesunde umgekehrt ein positives. Drexler erläuterte, dass etwa Kondensation ein Grund für die Verfälschung sein kann.

„Man sollte immer den Beipackzettel lesen und den Test so gründlich wie möglich durchführen. Und sich bewusst sein, dass schon entlang der gesamten Kette vom Hersteller über den Transport bis in die Auslieferung etwas schief gegangen sein kann.“ Als Beispiel nannte er Lastwagen, die in der Sonne im Stau stehen. Zudem stellen Schnelltest-Ergebnisse immer nur eine Momentaufnahme dar. „Man kann morgens negativ sein und abends infektiös.“

RKI: Deutschland bewegt sich bei Impfungen auf 50-Millionen-Marke zu

Update vom 31. Mai, 11.50 Uhr: Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen nähert sich der Marke von 50 Millionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montag waren mit Sonntag seit Beginn der Impfkampagne 49,9 Millionen Impfungen verabreicht worden. Am Sonntag erhielten 270.927 Menschen eine Spritze. 14,6 Millionen sind nun vollständig geimpft.

Insgesamt haben den Angaben zufolge 35.755.407 Menschen (43 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. „Es geht voran: Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit“, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit.

Update vom 31. Mai, 11.10 Uhr: Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben. Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, wie die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Mit den kommunalen Spitzenverbänden soll nun beraten werden, wie Betrug weiter erschwert werden kann. Ansatzpunkte sollen demnach etwa sein, dass Sachkosten zur Zahl der Testkits von den Kassenärztlichen Vereinigungen mit den abgerechneten Tests abgeglichen werden. Die Teststellen könnten den Kassenärztlichen Vereinigungen ihre Steuer-Identifikationsnummer angeben müssen, damit Finanzämter abgerechnete Tests mit angegebenen Umsätzen abgleichen können. Die Zentren könnten eine schriftliche Bestätigung des Gesundheitsamtes vorlegen müssen, dass sie Tests ordnungsgemäß vornehmen.

Wie es aus den Teilnehmerkreisen weiter hieß, wurde zugleich betont, dass es gelungen sei, schnell eine funktionierende Testinfrastruktur mit vielen seriöse Anbietern aufzubauen. Testzentren würden auch schon kontrolliert und seien teils geschlossen worden. Ein Missbrauch des Testangebots sei aber nicht hinnehmbar.

„Falsche Corona-Inzidenzzahlen“ in Deutschland? Zoff um ausländische Streitkräfte entbrennt

Update vom 31. Mai, 9.45 Uhr: Die Corona-Zahlen sinken und auch die täglich berechnete Inzidenz sorgt vielerorts für Entspannung. Der Wert infizierter Personen pro 100 000 Einwohner ist vor allem für das Lockern der Maßnahmen relevant. Einige Kommunen in Rheinland-Pfalz fühlen sich allerdings durch die Berechnung der Inzidenzwerte benachteiligt. So würden ausländische Streitkräfte zwar mitgezählt werden, wenn Infektionen bestimmt werden - aber nicht bei der Einwohnerzahl. Die Folge: Die Berechnungen der Inzidenz durch das Robert Koch-Institut sind oft vergleichsweise höher. Lokalpolitiker wollen an diesem Dienstag darüber mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprechen.

Der Kreis Birkenfeld fordert von der Bundesregierung eine Korrektur der „falschen Corona-Inzidenzzahlen“. Auch der Landkreis
Kaiserslautern will eine Anerkennung der dort stationierten ausländischen Streitkräfte bei der Berechnung der Corona-Inzidenz.
Die Region in der Westpfalz ist geprägt vom US-Militärstützpunkt Ramstein mit Tausenden Soldaten, Angehörigen und Zivilangestellten. Experten halten es für möglich, dass rund 40 000 Menschen nicht mitgezählt werden.

Beim RKI fließen zwar alle an Covid-19 erkrankten Angehörigen der US-Streitkräfte, die im Kreis leben, in die Berechnung ein. Aufgrund des Nato-Truppenstatuts sind sie aber nicht meldepflichtig und bleiben somit bei der Fortschreibung der Einwohnerzahlen unberücksichtigt.

Bei der Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP bewirkte die Intervention einen Teilerfolg, indem sie in ihren Corona-Statistiken
eine Spalte eröffnete, die wenigstens die 2702 US-Einwohner mitzählt, die beim Finanzausgleich anerkannt sind. Zudem gestand Mainz einen Ermessensspielraum den Kreisen zu, wenn sich das Infektionsgeschehen eingrenzen lasse. „Hingegen gelten bei der Notbremse des Bundes nur die Angaben des RKI, das weiterhin die infizierten Amerikaner wertet, nicht jedoch die gesunden“, teilte ein Kreissprecher mit.

Corona in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Spahn verweist auf Dynamik der Impfungen

Update vom 31. Mai, 9.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass bis Mitte Juli „an die 90 Prozent“ der impfwilligen Erwachsenen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sagte er am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“. Dabei gehe er von einer Impfbereitschaft „von 70 bis 75 Prozent“ der Erwachsenen aus. Spahn verwies zugleich auf die Dynamik der Impfungen in Deutschland - waren zu Ostern erst zwölf Prozent der Bürger geimpft, so sei die Zahl
bis Pfingsten auf knapp 40 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Impfquote nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 42,2 Prozent,
vollständige geimpft waren demnach 17,1 Prozent.

Corona in Deutschland: Robert Koch-Institut veröffentlicht aktuelle Zahlen

Update vom 31. Mai, 6.25 Uhr: Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich weiter, das Robert Koch-Institut meldet auch am Montag sinkende Infektionszahlen. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 1978 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2682 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 35,1 an (Vortag: 35,2; Vorwoche: 62,5). Damit kratzt Deutschland an der für weitere Lockerungen und Maßnahmen wichtigen Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

Und auch die Anzahl der Todesfälle sinkt, am Montag meldet das RKI bundesweit 36 Personen, die an bzw. mit dem Coronavirus verstorben sind. Vor einer Woche waren es 43 Tote gewesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Sonntagnachmittag bei 0,75 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Verdachtsfälle von Abrechnungsbetrug - Nun wird ermittelt

Update vom 30. Mai, 22.44 Uhr: Es gibt kaum Kontrollen in privaten Corona-Testzentren. Am Wochenende sind Verdachtsfälle von Abrechnungsbetrug bei Schnelltestzentren bekannt geworden. Die Behörden ermitteln. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder wollen am Montag über den Betrugsverdacht bei den Corona-Teststellen beraten. Eine Schaltkonferenz ist nach Angaben eines Sprechers von Bundesgesundheitsministers Jens Spahn für 8 Uhr angesetzt.

Corona-Ausbruch in Altenheimen - 40 Infizierte

Update vom 30. Mai, 20.00 Uhr: In zwei Altenheimen in Wilhelmshaven (Niedersachsen) ist das Coronavirus ausgebrochen. Bei insgesamt 40 Bewohnern und Beschäftigten beider Einrichtungen seien Infektionen nachgewiesen worden, teilte die Stadt Wilhelmshaven am Sonntag mit. Nachdem Corona-Fälle in den Einrichtungen festgestellt worden waren, seien vorsorglich alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. Besuchs- und Zutrittsregeln seien verschärft worden, die Betroffenen unter Quarantäne. Bislang sind die betroffenen Bewohner ohne Symptome oder zeigen milde Krankheitsverläufe.

Die Corona-Ausbrüche haben den Inzidenzwert nach Angaben der Stadt Wilhelmshaven nach zwei Wochen erstmals über die 35-er-Marke auf 39,4 schnellen lassen. Sollte der Wert in den kommenden Tagen nicht wieder unter 35 fallen, muss die Stadt einige Corona-Lockerungen wieder zurücknehmen.

Update vom 30. Mai, 19.58 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen liegt momentan bei 2.511. Laut DIVI-Intensivregister sind es so wenige Corona-Patienten wie seit Anfang November nicht mehr.

Corona in Deutschland: Zurück ins Klassenzimmer - heißt es in NRW

Update vom 30. Mai, 19.24 Uhr: Gesunkene Corona-Zahlen machen es möglich: In Nordrhein-Westfalen (NRW) nehmen die Schulen den Präsenzunterricht in voller Klassenstärke wieder auf. Niedersachsen, das Saarland oder Hamburg verabschieden sich, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, von Wechsel- und Distanzunterricht.

In Brandenburg gilt das zunächst nur für die Grundschulen. Einzige Ausnahme ist die Stadt Brandenburg/Havel, wo die Zahlen noch zu hoch sind. In einer Woche sollen auch die weiterführenden Schulen folgen. Die Masken- und Testpflicht gilt aber weiterhin. In Mecklenburg-Vorpommern, dem Land mit der bundesweit geringsten Inzidenz, sind die Schülerinnen und Schüler schon am vergangenen Donnerstag zum Präsenzunterricht in die Klassen zurückgekehrt.

Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt weiter - rote Flecken auf der Landkarte schwinden

Erstmeldung vom 30. Mai 2021

München - Die Corona-Fallzahlen an diesem Sonntag wirken einmal mehr vergleichsweise erfreulich: Erfahrungsgemäß sind die Zahlen am Sonntag zwar ohnehin niedriger als unter der Woche - doch auch im Vergleich zur Vorwoche hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen fast halbiert. An diesem Sonntag meldet das Robert-Koch-Institut* (RKI) binnen 24 Stunden 3.852 Corona-Fälle (Sonntag vor einer Woche: 6714). 56 weitere Todesfälle wurden verzeichnet (Vorwoche: 82 Todesfälle).

Den 7-Tage-R-Wert* schätzt das RKI laut Lagebericht von Sonntagnachmittag auf 0,75 (Vortag: 0,75). Der R-Wert spiegelt jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen. Der aktuelle Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken. Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Thüringen unter 50

Die 7-Tage-Inzidenz liegt deutschlandweit laut RKI bei 35,2. Besonders erfreulich: Thüringen liegt erstmals unter der 50er-Marke. Das Bundesland hat als letztes diesen Wert unterschritten. Auf dem Covid-19-Dashboard sind immer weniger rote und dunkelrote Flecken zu sehen. Allerdings gibt es in den Regionen immense Unterschiede beim Corona*-Infektionsgeschehen:

  • Der Landkreis Hildburghausen (Thüringen) führt die Liste der Corona-Hotspots mit 128,2 weiter an.
  • Emden (Niedersachsen) - 112,2
  • Sonneberg (Thüringen) - 100,5
  • Günzburg (Bayern) - 99,2

Weitere Lockerungen sind je nach Bundesland möglich, wenn die 7-Tage-Inzidenz den 35er-Wert* stabil unterschreitet.

Corona in Deutschland - Inzidenz-Werte in den Bundesländern

Bundesland7-Tage-Inzidenz (Stand: 30. Mai 2021 laut RKI)
Baden-Württemberg44
Bayern36
Berlin33
Brandenburg20
Bremen33
Hamburg22
Hessen42
Mecklenburg-Vorpommern15
Niedersachsen23
Nordrhein-Westfalen40
Rheinland-Pfalz32
Saarland32
Sachsen39
Sachsen-Anhalt29
Schleswig-Holstein18
Thüringen48

(ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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