Zwei Landkreise sind Brennpunkte

Corona in Bayern: Gefährliche Trendumkehr? Kurve der Neuinfektionen steigt deutlich

Neue Zahlen deuten eine Trendumkehr an: In Bayern infizieren sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus. Zwei Landkreise sind Brennpunkte. 

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat am Dienstagmittag (30. Juni) auf einer Pressekonferenz neue Regelungen in der Corona-Pandemie verkündet.
  • Derweil steigen auch im Freistaat die Zahlen der Neuinfektionen an.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus*. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland*.

Update 4. Juli 2020, 8.35 Uhr: Ist das eine gefährliche Trendumkehr in Bayern - oder nur eine harmlose statistische Abweichung? In den vergangenen sieben Tagen wurden im Freistaat erstmals wieder mehr Corona-Fälle gemeldet als in der Woche zuvor. Laut Robert-Koch-Institut gab es einen Anstieg bei den Neuinfektionen von +46,5 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. 

Aktuelle Corona-Brennpunkte im Freistaat insbesondere die Landkreise Dingolfing-Landau und Starnberg*. Allerdings sind diese Landkreise noch weit vom bayerischen Frühwarnwert entfernt, der bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt.

Corona in Bayern: Privat feiern ohne Grenzen? Lockerungen für Clubs und Bars gefordert - „Nicht nachvollziehbar ...“

Update, 14.40 Uhr:Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert weitere Corona - Lockerungen für die Gastronomie. „Wir fordern Öffnungsperspektiven für alle - auch für die Schankwirtschaft“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. „Auch Clubs und Diskotheken  können unsere funktionierenden Hygienekonzepte einhalten.“

Es sei „nicht nachvollziehbar, warum man im privaten Umfeld mit einer unbegrenzt großen Anzahl an Personen feiern darf, in der Diskothek aber nicht“, sagte er. Er forderte die Staatsregierung darum auf, Betreibern wenigstens das Ausrichten privater Feiern zu erlauben. Ein reduzierter Umsatzsteuersatz sei gut und schön. „Aber man muss den Betreibern auch ermöglichen, überhaupt Umsatz zu machen.“

Corona-Skandal in Bayern: Ärzte offenbar mit tausenden mangelhaften Schutzmasken beliefert 

Update vom 3. Juli, 10.01 Uhr: Immer mehr Details kommen zu dem Corona-Schutzmasken-Skansal in Bayern* ans Licht. Selbst erfahrene Ärzte können die mangelhaften Schutzmasken nicht von den echten unterscheiden, verrät Pneumologe und Intensivmediziner Dominic Dellweg.

Update von 17.57 Uhr: In Bayern sind offenbar zahlreiche Ärzte mit Tausenden mangelhaften Schutzmasken beliefert worden. Deutschlandweit lieferte das Bundesgesundheitsministerium mutmaßlich mindestens 800.000 unsichere Schutzmasken aus, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Anfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) an alle Kassenärztlichen Vereinigungen ergab. Demnach entsprachen die betreffenden Masken nicht den Anforderungen an die europäische Norm.

„Wir haben rund 10.000 dieser Masken an Praxen ausgeliefert“, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB). Der KVB sei vorab versichert worden, die Masken seien im Auftrag des Bundes geprüft worden. Die Zahl der im Freistaat betroffenen Arztpraxen sei nicht klar zu beziffern, sagte der Sprecher weiter. Ob möglicherweise auch Kliniken entsprechende Lieferungen des Bundes erhalten hatten, wisse er nicht.

Recherchen des BR mit anderen internationalen Medien und einer Rechercheplattform zeigten außerdem, dass Behörden anscheinend in ganz Europa millionenfach mangelhafte Schutzmasken kauften. Vielfach sei dabei wohl mit falschen oder unzureichenden Zertifikaten betrogen worden.

Corona-Skandal in Bayern: Ärzte wohl mit mangelhaften Schutzmasken beliefert - tausende Fälle 

Update von 14.53 Uhr: Die AfD-Fraktion will gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag, die seit Donnerstag auch für Abgeordnete gilt, klagen. Man werde beim Verwaltungsgericht Klage einreichen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Maskenpflicht bedeute eine „massive Einschränkung“ des freien Mandats. Abgeordneten dürften bei ihrer Tätigkeit im Landtag nicht derart beeinträchtigt werden.

Die Abgeordnetenrechtskommission des Landtags ist der gegenteiligen Meinung - sie hält die Maskenpflicht für Abgeordnete für zulässig.

Derweil nahm die BR-Sendung quer einen Corona-Post von Söder auseinander - und leistete sich damit selbst ein Eigentor. 

Bayern: Söder hält an „Corona-Waffe“ fest - doch Aussage für den Sommer lässt aufhorchen

Update von 11.31 Uhr: In Bayern gelten noch immer strenge Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat in einem brisanten Interview dazu neue Forderungen gestellt.

Update vom 2. Juli 2020, 9.31 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in einem Interview auf dem Radiosender Bayern 3 zur aktuellen Lage der Coronakrise in Bayern geäußert. Söder warnte davor, das Virus als besiegt anzusehen. Er verwies auf Länder wie die USA oder in Osteuropa, die nach zwischenzeitlichem Aufatmen wieder hohe Zahlen registrieren müssten. 

Weiter unterstrich er die Wichtigkeit des Mund-Nasen-Schutzes, der auch in Zukunft in weiten Teilen des öffentlichen Lebens von großer Bedeutung sei. Auch die Abstandsregeln seien in Zukunft eine „wichtige Waffe“ im Kampf gegen die Pandemie

Coronavirus in Bayern: Markus Söder spricht auf Bayern 3 über die aktuelle Lage

Wie sich die Lage entwickelt, müsse man den Sommer über beobachten - besonders die Rückkehr der Urlauber, die international verreisen, müsse man das Geschehen gut beobachten. Das Virus sei noch nicht vorbei, es könne jederzeit wieder ausbrechen - was das Beispiel Gütersloh aus NRW zeige.

Weiter ließ Söder hoffen, dass man im Juli darüber nachdenken könnte, die Anzahl der erlaubten Personen auf Veranstaltungen oder weitere Lockerungen für gastronomische Betriebe in Betracht zu ziehen - doch dies alles könne nur mit Vorsicht geschehen.

Übrigens: Um die Corona-Krise wirtschaftlich bewältigen zu können, entscheidet der Bundestag an diesem Donnerstag über den zweiten Nachtragshaushalt. Auch die Grundrente steht zur Abstimmung.

Corona in Bayern: Lockerungen-Dämpfer trifft jetzt auch Politiker - Landtags-Fraktion will klagen

Update von 17.49 Uhr: Ab dem morgigen Donnerstag (2. Juli) kommen auch die Abgeordneten des bayerischen Landtags nicht mehr umhin, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnet das jetzt an. 

Bislang mussten alle Mitarbeiter und Beschäftigte der Behörde den Schutz aufziehen, nur die Abgeordneten waren dazu nicht verpflichtet. Eine Debatte darüber war entbrannt, nachdem sich große Teile der AfD-Fraktion nicht an die eindringliche Empfehlung von Ilse Aigner hielten. Sie nutzt nun ihr Hausrecht. Das Tragen ist nun Verpflichtung, auch für die Politiker

Bei Verstößen kommen auf die Parlamentarier dieselben Sanktionen zu, wie sie Bürgern drohen, wenn sie sich nicht an die Verordnung in öffentlichen Räumen halten. Das Landstagsamt teilte mit, ein Bußgeld über 150 Euro bei Nicht-Einhaltung zu verhängen. 

Die AfD, die sich großteils bereits gegen die freiwillige Nutzung von Masken gestemmt hatte, soll mit dem Erlass alles andere als einverstanden sein. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfahren haben will, kündigte die Partei im Ältestenrat an, rechtlich gegen die Mundschutz-Entscheidung vorzugehen.

Corona: Dämpfer bei Lockerungen in Bayern - neue Details zur Kontaktbeschränkung verkündet

Update von 15.37 Uhr: In Bayern sind inzwischen 48.454 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 9 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.190 Menschen.

Coronavirus in Bayern: Freistaat unterstützt Clubs, Theater, und weitere Spielstätten

Update von 14.33 Uhr: Mit 30 Millionen Euro will der Freistaat Bayern Clubs, Theater, Kabarett- und Konzertbühnen sowie andere Spielstätten durch die Corona-Krise helfen. Bei vielen Betrieben gehe es um die Existenz, wie Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München sagte. Weitere zehn Millionen Euro sind für Blaskapellen und andere gemeinnützige Laienmusik in Bayern gedacht, die einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern angehören.

Die Programme sind Teil des 210 Millionen Euro schweren Kultur-Rettungsschirms in Bayern. Kleine und mittlere Spielstätten können jeweils bis zu 300.000 Euro beantragen, wenn sie für das zweite Halbjahr plausibel in Geldnöten sind. Laut Sibler werden Ausgaben wie die Miete, Kredite, Personalkosten und auch ein fiktiver Lohn für die Betreiber berücksichtigt.

Coronavirus: Ungewöhnlicher Gast im bayerischen Kabinett erwartet

Derweil wurde bekannt: Am 14. Juli gibt es ungewöhnlichen Besuch im bayerischen Kabinett. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird als Gast in einer Sitzung der Ministerrunde erwartet. An einem prunkvollen Ort - auf Schloss Herrenchiemsee - soll die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Zentrum stehen. Zudem werde sicher auch die Corona-Krise Thema sein. Danach ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geplant.

Corona in Bayern: neue Details zur Kontaktbeschränkung verkündet

Update von 10.26 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen in Bayern werden erneut verlängert. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Nachfrage des Radiosenders Antenne Bayern mit. Die geltenden Kontaktbeschränkungen werden bis zum 19. Juli verlängert. Sie wären am 5. Juli ausgelaufen.

Corona-Krise in Bayern: Zahl der Arbeitslosen steigt erneut

Update von 10.01 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen ist in Bayern wegen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren im Freistaat rund 293.800 Menschen ohne Job meldet - das sind 1,1 Prozent mehr als im Mai. Das teilte die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten - verbunden mit den strukturellen Entwicklungen, die vor der Krise eingesetzt hätten - den bayerischen Arbeitsmarkt weiter im Griff, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

Übrigens: Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich an diesem Mittwoch den Fragen der Bundestagsabgeordneten zur EU-Ratspräsidentschaft. Dabei wird es wohl vor allem auch um Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise gehen.

Update vom 1. Juli, 9.51 Uhr: Wie können die Corona-Hilfen durch die Bundesregierung sinnvoll eingesetzt werden? Städte- und Gemeindebundschef Uwe Brandl hat einen direkten Draht nach Berlin - und klärt auf.*

Coronavirus in Bayern: Söder äußert sich zu Kinos, Theatervorstellungen und Konzerten

Update vom 30. Juni, 16.10 Uhr:  Neben den neu angebotenen Massentests äußerte sich Markus Söder bei der Pressekonferenz (siehe unten) auch zum Kulturbereich. Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte dürfen Zuschauer künftig ohne Mundschutz genießen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, so Söder. Damit stelle man den Kulturbereich den Kirchen gleich und übertrage das in Gottesdiensten geltende Modell. Besucher müssen den Mundschutz künftig nur tragen, bis sie an ihrem Platz sitzen.

Coronavirus in Bayern: Neue Infektionszahlen bekannt 

Update, 15.50 Uhr: In Bayern sind inzwischen 48.382 Menschen positiv auf das Coronavirus* getestet worden. Gestorben sind bisher 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstag (30. Juni) mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 45.150 Menschen.

Corona-Tests „für jedermann“ - Söder, Aiwanger und Huml erklären Konzept

Update, 15.35 Uhr: In einer Pressekonferenz hat Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Gesundheitsministerin Melanie Huml und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger über die Corona-Tests „für jedermann“ informiert (siehe unten). Ab dem 1. Juli soll das neue Konzept - trotz kritischer Stimmen vom Bund und anderen Bundesländern - starten. 

Priorität haben weiterhin die Tests bei akuten Ausbrüchen: Vorrangig getestet werden Menschen mit Symptomen sowie enge Kontaktpersonen - und zwar zweimal im Abstand von fünf bis sieben Tagen. Vorrangig sind zudem systematische Reihentests bei konkreten Ausbruchsgeschehen. 

Corona in Bayern: Massentests starten ab 1. Juli - Spezielle Angebote für Lehrer und Erzieher

Von Mittwoch an sind nun aber auch freiwillige Tests für die gesamte Bevölkerung in Bayern möglich. Bekanntgegeben wurde auch, dass für Lehrer zu Beginn des kommenden Schuljahres 2020/21 einmalige Reihentests angeboten werden, möglichst in den ersten vier Wochen nach Unterrichtsbeginn. An den Kitas sollen solche Reihentests schon jetzt und bis Ende August stattfinden und ein zweites Mal nach Beginn des neuen Kindergartenjahres. Die Teilnahme ist freiwillig, die Kosten trägt der Freistaat.

In Alten- und Pflegeheimen, Kliniken, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und im Bereich der ambulanten Eingliederungshilfe sollen die Tests weiter intensiviert werden. Das Personal soll bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig getestet werden, Bewohner stichprobenartig. 

Hinzu kommen sollen spezielle Tests in Corona-Hotspots mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen: Menschen ohne Symptome, die sich dort aufhalten oder aufgehalten haben, sollen stichprobenartig getestet werden. Für Polizei, Justizvollzug und Maßregelvollzug sollen ebenfalls Reihentests angeboten werden. 

Söder verpasst Trump Seitenhieb - Dämpfer bei Corona-Lockerungen in Bayern

Update, 14.42 Uhr: Die kostenlosen Corona-Tests in Bayern sind in erster Linie nur für die im Freistaat gemeldeten Einwohner gedacht. Es sei nicht gewollt, dass nun „sämtliche Bundesbürger nach Bayern reisen und sich hier testen lassen“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Ausnahmen seien sicher denkbar, etwa wenn sich jemand aus beruflichen Gründen viel in Bayern aufhalte oder hier trotz Wohnortes in einem anderen Bundesland schon lange einen Arzt habe.

Corona in Bayern: Die Pressekonferenz mit Markus Söder zum Nachlesen

14.01 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet. Alle Entwicklungen finden Sie hier noch einmal zum Nachlesen.

13.56 Uhr: Auf Nachfrage äußert sich Söder nun noch zur Corona-Warn-App. „Ich finde, dass das Ergebnis bisher sehr valide und gut ist“, sagt er. Die App helfe zusammen mit den anderen Maßnahmen.

13.45 Uhr: „Wer lockert, muss testen“, ergänzt Söder. Er fügt noch hinzu: „Ich bin nach wie vor besorgt. Ich weiß, Corona nervt viele und macht auch viele müde.“ Doch solange es keinen Impfstoff gebe, könne das Virus weiterhin tödlich sein. 

13.35 Uhr: Auf die Frage, ob auch Firmen und Betriebe kollektive Tests durchführen können, antwortet Melanie Huml. „Wir sind gerne behilflich“, sagt Huml. Allerdings sei dies nicht im gleichen Maße wie etwa bei Lehrern und Erziehern möglich. 

Coronatests in Bayern: Söder verpasst US-Präsident Trump Seitenhieb

13.30 Uhr: Nun folgen die Fragen von Journalisten. Auf die Frage, wie oft sich jemand testen lassen dürfe, äußert sich Markus Söder. „Nur, weil man mehr testet, gibt es nicht mehr Leichtsinn - der Leichtsinn ist außerdem schon da“, sagt er und spielte unter anderem auf Corona-Partys in München* an. Dennoch seien viele Bürger vorsichtig und gewissenhaft. „Wir haben kein Limit gesetzt - Tests sind mehrfach möglich“, so Söder, „allerdings natürlich nicht viermal die Woche.“ Es werden für die Tests aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereitgestellt werden. „Der letzte, der Testen grundsätzlich hinterfragt hat, war Präsident Donald Trump“, ergänzte Söder noch.

13.25 Uhr: Auch bei Lehrkräften und Erziehern soll das Testkonzept ausgeweitet werden. Das soll noch vor den Sommerferien geschehen. „Das Angebot ist freiwillig“, betont Huml. Auch Träger vor Ort könnten die Angebote organisieren. Für Besuche in Seniorenheimen würden die Tests ein Stück mehr Sicherheit geben.

13.23 Uhr: Nun spricht Melanie Huml. Reihentestungen hätten bereits stattgefunden - beispielsweise in den Schlachthöfen. Was die Testung betrifft, wolle man aber schneller werden. Aktuell seien viele Menschen, die keinen Zugang zu Tests haben, verunsichert. Durch das neue Konzept soll nun Abhilfe geschaffen werden. „Die Tests sind Momentaufnahmen - aber auch die brauchen wir“, sagt Huml.

Bayern: Pressekonferenz zu Coronavirus-Tests - Hubert Aiwanger äußert sich zu Kurzarbeit

13.22 Uhr: „Wir tun alles, um zur alten Stärke zurückzukehren“, so Aiwanger. Kurzarbeit sei keine Dauerlösung.

13.16 Uhr: Einige Lockerungen werden bislang noch nicht wirklich angenommen - beispielsweise würden weiterhin weniger Menschen ins Restaurant gehen, so Aiwanger. Das Handwerk fasse dagegen allerdings langsam wieder Fuß, erklärt er. „Es gibt Licht am Ende des Tunnels.“ 

13.13 Uhr: Nun spricht Hubert Aiwanger. Corona habe weiterhin massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Es sei zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen weiter steigen. Diverse Branchen bekommen zunehmend Probleme. Als Beispiel nennt Aiwanger die Luftfahrtbranche. „Wir tun, was wir können und kümmern uns um jeden Betrieb“, sagt er. 

13.10 Uhr: Corona ist schnell - wir dürfen nicht zögern“, so Söder. Auch Antikörpertests sollen weiterentwickelt werden. Bürger können die kostenlosen Tests nicht nur einmal wahrnehmen. Es könne auch mehrmals getestet werden. Die Gefahr vor einer zweiten Welle bestehe, sagt der Ministerpräsident. Die Massentests seien ein neues „mutiges Konzept“.

13.06 Uhr: Das neue Test-Konzept: „Schneller, kostenlos - und für jedermann“, sagt Söder. Gegenargumente gegen Tests könne man entkräften. Bürger mit Symptome sollen innerhalb von 24 Stunden getestet werden. Doch auch Menschen ohne Symptome sollen bei Verdacht kostenlos getestet werden können. Für medizinisches Personal soll es regelmäßig Tests geben - ebenso wie für Lehrer und Erzieher. Alles sei jedoch freiwillig. Dieses System sei einzigartig in Deutschland - gerade jetzt, während der Urlaubszeit, sei dies ein gutes Konzept. Gelten soll das Konzept ab 1. Juli. Bis zu 30.000 Tests pro Tag sollen möglich sein.

Bayern: Coronavirus-Tests für alle? Söder gibt Neuerungen auf Pressekonferenz bekannt

13.05 Uhr: Der Staat könne Schutz in Form von Tests geben. „Wir haben uns dieser Aufgabe noch einmal besonders gestellt“, sagt Söder. „Wir haben bislang über eine Million Tests bereits durchgeführt“, erklärt er. Die Strategie solle jetzt aber noch einmal verfeinert und ausgeweitet werden. Schon „bevor alles brennt“, müsse vorsorglich mehr getestet werden. 

13.01 Uhr: „Die Herausforderung bleibt konstant da“, sagt Söder über Corona. „Wir bleiben vorsichtig - und bleiben in Bayern dabei, es langsamer als andere zu machen.“ Weitere Lockerungen werde es erst einmal nicht geben - der „Kurs der Vorsicht“ bleibe. Eine Ausnahme gibt es für den Kulturbereich: Die Maskenpflicht gelte nur noch „drumherum“ - nicht mehr, wenn man etwa im Theater oder im Kino auf seinem Platz sitze.

13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. „Corona hält uns weiter in Atem“, sagt Markus Söder. Anwesend sind außerdem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Update, 12.50 Uhr: Gegen 13 Uhr beginnt nach der Kabinettssitzung die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder. Möglicherweise werden sich dabei auch einige Fachminister zu Wort melden. Die Entwicklungen lesen Sie hier im Live-Ticker.

Bayerisches Kabinett beschäftigt sich mit Coronavirus-Massentests

München - Ministerpräsident Markus Söder hat sie bereits angekündigt, am heutigen Dienstag sollen sie im Kabinett beschlossen werden: Massentests bayernweit. Demnach soll sich künftig jeder, der möchte, auf das Coronavirus testen lassen können. Zahlt die Krankenkasse nicht, übernimmt die Kosten der Freistaat. 

Coronavirus-Reihentests in sozialen Einrichtungen für Bayern geplant

Außerdem sollen Menschen mit Symptomen innerhalb von 24 Stunden ein Ergebnis ihres Coronavirus-Tests vorliegen haben. Und: In bestimmten Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen soll es außerdem Reihentestungen geben. So die Planung, wie BR24.de berichtet.

Bayern: Pressekonferenz zu Coronavirus-Massentests am Dienstag

Am Dienstagmittag will Markus Söder nun - unter Umständen wieder mit Unterstützung von Fachministern - in einer Pressekonferenz über die neuen Bestimmungen informieren. Beginn ist um 13 Uhr. 

Schon vor Beschluss haben Söders Test-Ankündigungen auch für Kritik von Seiten des Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* gesorgt. Er betitelt die bayerischen Pläne als „nicht zielführend“. Söder hingegen ist überzeugt, dass sich beim Thema Coronavirus-Tests Bayern wieder als Vorreiter hervortun wird.  „Ich glaube schon, dass das eine Wirkung hat weit über Bayern hinaus“, sagte der CSU-Chef der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag).

Maskenpflicht bei kulturellen Veranstaltungen soll in Bayern fallen

Ein weiterer Punkt, der heute im Kabinett abgehakt werden soll, ist die Maskenpflicht bei kulturellen Veranstaltungen*. Dort sollen Masken* schon bald nicht mehr verpflichtend getragen werden müssen.

Der ganze Livestream zum Nachhören

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Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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