Ein Überblick

Bayerns aktuelle Corona-Regeln im Lockdown: Söder verschärft noch einmal deutlich - der Überblick

Der Corona-Lockdown in Bayern wird verlängert - und auch verschärft. Ministerpräsident Markus Söder erklärt die neuen Regeln für den Freistaat - ein Überblick.

  • Der Corona*-Lockdown in Deutschland wurde zunächst bis zum 31. Januar verlängert.
  • Ministerpräsident Markus Söder erklärte die Umsetzung für den Freistaat und änderte sie in seiner Regierungserklärung noch einmal leicht ab. (siehe Update vom 11. Januar 2021)
  • Hier finden Sie in einer Karte* die aktuellen Fallzahlen in Bayern.

Update vom 11. Januar 2021: Seit heute gelten die neuen verschärften Corona-Regeln in ganz Bayern. Doch ganz so, wie sie das bayerische Kabinett am vergangenen Mittwoch, 6. Januar, beschlossen hat, traten sie nicht in Kraft. Denn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am vergangenen Freitag in seiner Regierungserklärung noch ein paar Änderungen vorgenommen. Unter anderem an der Regelung zur Kontaktreduzierung.

In der Sitzung wurde festgelegt, dass private Treffen noch einmal stark eingeschränkt werden sollen. Man darf sich ab jetzt nur noch mit maximal einer Person aus einem anderen Haushalt treffen. Bisher waren es bis zu fünf. An dieser Regel hat sich grundsätzlich auch nichts geändert. Es gibt lediglich eine Ausnahme für Kinder bis einschließlich drei Jahren. Im Dezember waren noch Kinder bis 14 Jahren von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Für diese Einschränkung musste der Ministerpräsident von vielen wütenden Eltern anschließend harte Kritik einstecken.

Die Regelverschärfungen und die Lockdownverlängerung wurde im bayerischen Landtag von allen Fraktionen - mit Ausnahme der AfD - angenommen. Dennoch zerpflückten die Oppositionsvertreter die beschlossenen Maßnahmen mit deutlichen Worten. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Hagen nannte vor allem die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen „familien- und kinderfeindlich“ sowie „alltagsfern“. SPD-Fraktionschef Horst Arnold sieht in der 15-Kilometer-Regel kein probates Mittel die Pandemie weiter einzudämmen. Die vom Tagestourismus betroffenen Alpenregionen würden derzeit unter der 200er-Inzidenzmarken liegen.

Erstmeldung vom 6. Januar 2021

München - Am Dienstag (5. Januar) berieten sich Bund und Länder erneut zur Corona*-Pandemie. Anschließend verkündete Kanzlerin Angela Merkel*: Der Lockdown* wird bis 31. Januar verlängert und verschärft. Am Mittwoch traf sich dann der bayerische Landtag zu einer Sondersitzung und besprach die Umsetzung für den Freistaat. Danach erklärte Ministerpräsident Markus Söder*, dass der Lockdown auch in Bayern zunächst bis zum 31. Januar verlängert werde.

Corona-Lockdown in Bayern „wird verlängert und vertieft“: Söder erklärt neue Regeln

„Der Lockdown wird verlängert und an einigen Stellen vertieft“, erklärte der CSU*-Chef bei einer Pressekonferenz. Die Maßnahmen gelten ab Montag, dem 11. Januar. Konkret heißt das:

  • Kontaktreduzierung: Treffen sind nur noch mit maximal einer Person eines anderen Hausstandes gestattet. Zuvor waren bis zu fünf Personen erlaubt.
  • Kreise und Städte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz* von über 200: touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort sind verboten. Einkäufe sind davon ausgenommen.
  • Möglichkeit, Kinder privat zu betreuen - allerdings nur in einer festen anderen Kontaktfamilie.
  • Betriebskantinen werden geschlossen, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen. Erlaubt bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken. Verzehr vor Ort ist nicht erlaubt.

Corona-Lockdown in Bayern verlängert: Schulen bleiben geschlossen

Neben weiten Teilen des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie bleiben in der Corona*-Krise somit auch die Schulen weiter geschlossen. Für Kindertagesstätten, Schüler der Stufen 1 bis 6, Förderschüler und Kinder mit Behinderungen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden. Dabei werde nicht auf die Berufsgruppen der Eltern geschaut, wie Söder klarstellte. Die Betreuung gelte für diejenigen, die es brauchen.

In allen Schulen und Jahrgangsstufen soll Distanzunterricht angeboten werden. Die Zeichen stehen aber auf Ärger.* Abhängig vom Infektionsgeschehen wird ab Februar eine Rückkehr zum Präsenzunterricht - nach Jahrgangsstufen gestaffelt - angestrebt.

Lockdown in Bayern verschärft: Landtag trifft sich erneut zu Sondersitzung - Söder gibt Regierungserklärung ab

Am Freitag trifft sich der Landtag erneut zu einer Sondersitzung. Zu Beginn wird Markus Söder eine Regierungserklärung abgeben und dabei auch die getroffenen Beschlüsse mit ihren teils drastischen Konsequenzen für die Menschen im Freistaat begründen.

Im Anschluss steht dann eine Aussprache der Fraktionen sowie eine Abstimmung an. Dabei können die Fraktionen auch noch eigene Anträge einbringen. „Damit berät das Parlament nicht nur, sondern entscheidet über den Corona-Kurs in Bayern mit“, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) in München. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa/dpa-Bildfunk

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