1. come-on.de
  2. Deutschland & Welt

Beschwerden über 3G und 2G in Arztpraxen: Spahn-Ministerium positioniert sich

Erstellt:

Kommentare

Eine Seniorin sitzt im Mai 2020 mit Mundnasenschutz im Wartezimmer einer Arztpraxis.
3G-Regeln in Arztpraxen? (Symbolbild) © Manuel Geisser/Imago

Die Corona-Inzidenz steigt mit den kühleren Temperaturen in Deutschland an. Manche Arztpraxen wollen laut Berichten nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete hereinlassen.

Berlin - Bei 118 liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz in diesem Herbst. Vor einer Woche lag sie laut Robert-Koch-Institut* (RKI) noch bei 80,4. Wegen der Fortschritte bei der Impf*kampagne spielt inzwischen allerdings die Zahl der Corona*-Patienten in den Krankenhäusern eine größere Rolle. Heftig debattiert wird auch über „3G“ und „2G“, ob nun nur Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Orten haben sollen, oder auch Getestete.

Das Bundesgesundheitsministerium* hat unter Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU*) nun darauf hingewiesen, dass Arztpraxen die sogenannte 3G-Regel nicht zur Voraussetzung für medizinische Behandlungen machen dürfen. Vertragsärzte seien verpflichtet, Patientinnen und Patienten zu behandeln, sagte ein Sprecher der Welt vom Mittwoch.

Corona in Deutschland: Beschwerden über Praxen mit 3G-Regel

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hatte laut der Zeitung zuvor mitgeteilt, dass im ambulanten Sektor bereits Beschwerden über „Praxen im 3G- bzw. 2G-Betrieb“ eingereicht worden seien.

Zu dem Zutritt zu Arztpraxen merkte die Kassenärztliche Bundesvereinigung an, dass es für deren sicheren Betrieb auch Alternativen zur 3G- oder 2G-Regel gebe: „Die Praxen dürfen organisatorisch regeln, dass ungeimpfte und ungetestete Patienten beispielsweise während speziell eingerichteter Sprechzeiten behandelt werden“, sagte ein Sprecher der Welt.

Der Wunsch nach dem Schutz anderer Patienten, des Praxispersonals sowie der Ärzte selbst sei zwar verständlich und nachvollziehbar: „Ärzte können aber eine Behandlung nicht von der Einhaltung der 3G-Regel abhängig machen“, betonte der Sprecher. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare