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Halloween trotz Corona: Kinder sollen auf Regeln achten – „Vielleicht passt die Maske ja zur Verkleidung“

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Corona in Deutschland: Die „epidemische Lage“ soll enden, die 2G-Regel steht in der Kritik, und bei der Inzidenz geht der Trend gerade nach oben. Der News-Ticker.

Update vom 18. Oktober, 12.07 Uhr: Auch 2021 wird Halloween wohl nicht wie gewohnt. Mehrere Gesundheits- und Sozialministerien der Länder appellieren an Eltern und Kinder, bei den „Trick or Treat“-Süßigkeitentouren von Haustür zu Haustür die Corona-Regeln einzuhalten. Das berichtet die Welt.

Also Abstand halten und Maske tragen. „Vielleicht passt die ja sogar zur Verkleidung“, zitiert die Zeitung die Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). „Wer lieber keinen Kontakt möchte, kann verpackte Süßigkeiten vor die Tür stellen“, sagte sie weiter.

Ähnlich hätten sich Ministerien in Thüringen und Sachsen-Anhalt auf Anfrage geäußert: Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es noch keine Impfstoff-Empfehlung. Der beste Schutz für sie sei, wenn alle Erwachsenen um sie herum geimpft seien.

2G-Debatte tobt - doch Forscherin warnt vor verkehrtem Corona-Weg

Erstmeldung vom 18. Oktober: Göttingen - Die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ läuft in Deutschland wohl im November aus. Sie ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen. Kritik am Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kam prompt. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Zahlen noch nicht für zulässig.

Nun ist Lauterbach sowohl Epidemiologe, als auch Politiker. Genau das Thema eines aktuellen Interviews, das die Göttinger Physikerin Viola Priesemann gegeben hat. Sie würde sich bei künftigen Pandemien eine „deutlichere Trennung von politischer Abwägung und wissenschaftlicher Expertise“ wünschen.

Im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sagte die Forscherin: „Dazu könnte ein Pandemierat beitragen, der Wissen, Unsicherheiten und Szenarien zusammenträgt und all das kommuniziert: Was passiert, wenn wir einen Freedom Day wagen?“ Die Wissenschaftlerin vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation entwickelt seit Beginn der Pandemie Modellrechnungen für die Ausbreitung des Coronavirus.

Viele Menschen gehen dicht an dicht an einem Nachmittag im Januar 2021 über die Einkaufsmeile Zeil in Frankfurt am Main.
Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist auf mehr als 70 gestiegen. © Frank Rumpenhorst/dpa

2G-Debatte in Deutschland: „Druck durch kostenpflichtige Tests hoch genug“

In der aktuellen Diskussion darüber, ob nur noch geimpfte und genesene Menschen Zugang zu bestimmten Einrichtungen wie Restaurants oder Kinos bekommen sollten, sagte Priesemann: „Wenn es um die Frage „2G oder 3G“ geht, bin ich ganz klar für 3G. 2G bedeutet, Menschen auszuschließen. Der Druck, der durch die kostenpflichtigen Tests* aufgebaut wird, ist schon hoch genug.“ Bei 3G stehen die jeweiligen Einrichtungen auch Getesteten offen.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz* bei den Corona-Neuansteckungen ist indes auf 75,1 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut* (RKI) teilte am Dienstag überdies mit, dass es binnen eines Tages 6771 weitere Infektionen mit dem Erreger* gab. Vor einer Woche hatte die Inzidenz 65,8 betragen. (dpa/AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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