Vorteile für Geimpfte sollen bleiben

Hohe Impfquote als Weg aus der Corona-Pandemie: Spahn hofft auf „Impfruck“ - auch bei Kindern und Jugendlichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Gast im ARD-„Morgenmagazin“.
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Jens Spahn hat im ARD-„Morgenmagazin“ für eine hohe Impfquote in Deutschland geworben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im ARD-„Morgenmagazin“ für eine hohe Impfquote in Deutschland geworben - auch bei Jugendlichen.

Berlin - „Wenn wir, wenn Deutschland, wenn Europa raus will aus der Pandemie, brauchen wir eine hohe Impfquote“, so der eindringliche Appell von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ARD-„Morgenmagazin“ am Mittwoch (7. Juli). Der Kampf gegen das Coronavirus* sei ein „Teamspiel“ und letztlich nur gemeinsam zu gewinnen.

Corona in Deutschland: Laut Spahn gibt es zwei Optionen - Impfung oder Infektion

Mit Blick auf den anstehenden Herbst und Winter hat Spahn erneut für Corona-Impfungen geworben. Derzeit sind die Infektionszahlen in Deutschland gering, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 5,1. Doch Experten fürchten einen erneuten Anstieg aufgrund der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. In Großbritannien macht die Mutation inzwischen fast alle neuen Corona-Fälle aus. Seit Wochen steigen die Infektionszahlen wieder an, die Inzidenz lag zuletzt über dem Wert von 200. Dennoch sollen Mitte Juli alle verbliebenen Corona-Maßnahmen auf der Insel fallen*.

Im ARD-„Morgenmagazin“ warnte Spahn vor einem ähnlichen Pandemie-Verlauf in Deutschland, sollte keine ausreichende Impfquote erreicht werden. Entweder man werde geimpft oder man werde infiziert* - „mit dem Risiko auch einer Folgeerkrankung“, so der Bundesgesundheitsminister. „Das ist das, was wir sehen werden im Herbst und Winter, was wir im Vereinigten Königreich und anderen Ländern sehen. Da, wo nicht ausreichend geimpft ist, in den Bevölkerungsgruppen wird es sehr, sehr viele Infektionen geben.“

Corona in Deutschland: Spahn wünscht sich „Impfruck“ - Hoffnung auf Impfbereitschaft von Jugendlichen

Für den Sommer wünscht sich Spahn daher einen „Impfruck“ in der Bevölkerung. In erster Linie forderte er die Erwachsenen auf, sich impfen zu lassen, sprach sich aber auch für Corona-Impfungen* von Kindern und Jugendlichen aus. Bis Ende August könnte man laut dem CDU-Politiker allen Interessierten zumindest eine Erstimpfung verabreichen. „Wer geimpft werden möchte, wo der 12-, der 15-, der 17-Jährige das mit den Sorgeberechtigten und/oder dem impfenden Arzt entscheidet, ist das auch möglich. Der Impfstoff dafür ist da“, versicherte Spahn.

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) seien wichtige Leitlinien, ergänzte der Gesundheitsminister. Es gebe allerdings auch einen sicheren und zugelassenen Corona-Impfstoff für alle Menschen über zwölf Jahren, der nach individueller Abwägung und Entscheidung verabreicht werden könne. Bislang gibt es keine generelle Impfempfehlung der Stiko für Kinder- und Jugendliche.

Corona in Deutschland: Spahn stellt Vorteile für Geimpfte in Aussicht - Maskenpflicht bleibt wohl

Wer einen guten Herbst und einen guten Winter mit möglichst wenigen Beschränkungen und möglichst wenigen Infektionen wolle, „der braucht eine hohe Impfquote bei allen da, wo geimpft werden kann“, so der Gesundheitsminister. Für Geimpfte werde es bei einigen Corona*-Maßnahmen, wie beispielsweise bei Kontaktbeschränkungen und Quarantäne, weiterhin Vorteile geben. „Zurecht“, findet Spahn, „weil sie geschützt sind für sich und auch deutlich weniger andere anstecken können.“

Die Basismaßnahmen werden laut dem CDU-Politiker im Herbst und Winter weiterhin wichtig bleiben. Dazu gehöre auch die Maskenpflicht, insbesondere bei größeren Personenansammlungen in Innenräumen. „Ich finde aber, im Vergleich zu allen Einschränkungen ist das Masketragen noch die harmloseste“, so Spahn weiter. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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