CIA-Website gehackt: Anonymous war's 

Washington - Die Website des US-Geheimdienstes CIA ist am Freitag vom Netz gegangen, die Verantwortung dafür übernahm die Hacker-Vereinigung Anonymous.

Die Internet-Präsenz war auch Stunden später in der Nacht zum Samstag zunächst nicht erreichbar. Die CIA wollte die Situation auf Anfrage des Online-Dienstes CNET nicht kommentieren und verwies auf laufende Untersuchungen.

Wenn tatsächlich - wie in einer Twitter-Nachricht behauptet - Anonymous dahinterstecken sollte, dürfte eine sogenannte DDOS-Attacke der Auslöser gewesen sein. Dabei wird ein Web-Server mit Daten-Anfragen überhäuft, bis er unter dieser Last in die Knie geht.

Zuletzt hatte Anonymous auf diese Weise im Januar die Websites der Bundespolizei FBI und des US-Justizministeriums als Vergeltung für die Schließung der Online-Speicherplattform Megaupload angegriffen.

Die Tricks der Datenhacker

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Anonymous-Bewegung setzt sich für den freien Datenfluss, Redefreiheit und gegen Zensur ein. Unter diesem Decknamen starteten Aktivisten schon zahlreiche Angriffe auf Banken, Kreditaktenfirmen oder Behörden. Die Hacker-Vereinigung ist aber nur locker organisiert; im Prinzip kann jeder sich für sie ausgeben, ohne dass das Gegenteil bewiesen werden kann.

Die Aktivisten schließen sich zumeist ad hoc zu einzelnen „Operationen“ unterschiedlichster Art zusammen. Bekanntgeworden war das Kollektiv vor allem mit Angriffen auf Firmen, die dem Enthüllungsportal Wikileaks die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten, etwa Mastercard.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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