Wütende Reaktionen

Freizeitpark greift zu fragwürdiger Marketing-Aktion mit Schwein - Grausame Szenen im Video

Ein Freizeitpark in China hat mit einer Aktion für Aufsehen gesorgt. Der Umgang mit einem lebendigen Schwein sorgte für Kritik.

  • Am Wochenende feierte China das Ende des Jahres des Erd-Schweins.
  • Anlässlich der Eröffnung eines Freizeitparkes wurde ein Schwein vom Bungee Jumping-Turm gestoßen.
  • Die Betreiber des Parkes müssen sich jetzt weltweiter Kritik stellen.

Meixin - Das Verschenken von Schwein-Figuren anlässlich des neuen Jahres soll Glück bringen, eine verbreitete Tradition in Deutschland. In China wurde ein rosafarbener Paarhufer jetzt jedoch öffentlich gequält - als Attraktion anlässlich der Eröffnung eines neuen Freizeitparkes. Diese Aktion brachte den Betreibern des Parkes viel Kritik ein, vor allem auf Social Media, wie die South China Morning Post berichtet.

Zur Feier der Eröffnung des neuen Meixin Red Wine Town theme park im Südwesten von China wurde ein lebendes Schwein vom Bungee Jumping-Turm in 70 Meter Höhe gestoßen. Das 75 Kilo schwere Tier wurde zudem groteskerweise mit einem lila Superman-Umhang gekleidet. Die South China Morning Post berichtet ausführlich über die Ereignisse und die heftigen Reaktionen der chinesischen Social Media-Nutzer auf dieses Ereignis.

China: Freizeitpark-Betreiber quält Schwein für Marketing-Aktion

Nicht nur auf das Ende des Jahres des Erd-Schweins wollten die Betreiber des Freizeitparkes verweisen. Auch in Deutschland schwellt die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest*, doch in China wurde der Schweinebestand durch die Tierseuche bereits erheblich reduziert. Daher ist der Preis für Schweinefleisch in China im letzten Jahr sehr hoch gewesen. Zum Ende des Jahres habe sich diese Preissituation wieder etwas beruhigt und auch das solle mit der Bungee Jumping-Aktion symbolisiert werden, so die Park-Besitzerin, wie die South China Morning Post zitiert.

Die Marketing-Aktion war also genau durchdacht, dennoch hat sie ihr Ziel deutlich verfehlt und dem neuen Freizeitpark eine Flut an Ablehnung beschert. 

Fragwürdige Aktion in China: Kritik an Freizeitpark

Besonders auf der chinesischen Social Media-Plattform Weibo machen die User ihrer Empörung Luft. Der South China Morning Post zufolge verurteilen viele Chinesen die Marketing-Aktion des Freizeitpark-Betreibers und die Reaktionen der anwesenden Zuschauer hart: „Why were there people laughing? Just because the animal can‘t express fear doesn‘t mean it is not afraid.“ Auch auf Twitter zeigen sich ablehnende Haltungen:

Dieser Vorfall wird vielfach in den internationalen Medien kritisiert. Die Tierschutzorganisation Peta äußert sich auf der Basis der Berichterstattung durch die BBC News ebenfalls dazu.

Das Schwein wurde nach der Aktion geschlachtet. 

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Büttner

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