Busunfall in China

Fünf deutsche Todesopfer bestätigt

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Flammen fressen den Bus auf, in dem vermutlich sechs Menschen starben

Peking - Bei den Opfern des Busunglücks in China handelt es sich nach Angaben des Reiseveranstalters um drei Bayern und zwei Baden-Württemberger.

Wie der Veranstalter Ultramar Touristik Süd am Montag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, waren die fünf Süddeutschen bei dem Busunglück umgekommen. Dies hatte zuvor der „BLR RadioDienst“ berichtet.

Der Veranstalter wollte jedoch nicht bestätigen, dass die Opfer allesamt Ärzte gewesen waren. „Wer sagt denn, dass das Mediziner waren?“, meinte ein Sprecher. Schon seit drei Uhr morgens telefoniere man mit Angehörigen, sei in Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und der deutschen Botschaft.

Der Reiseleiter der Gruppe war ein Arzt für traditionelle Chinesische Medizin aus dem Allgäu. Dies bestätigte der erschütterte Bürgermeister von Scheidegg, Ulrich Pfanner (CSU), am Montag. Auf seiner Internetseite verweist der Mediziner auf seine engen Beziehungen zu der Universitätsklinik in Tianjin in China. Nahe dieser Stadt war das Unglück passiert. Auch eine Ankündigung der geplanten Reise in den fernen Osten findet sich im Netz - inklusive des Reiseprogramms und dem Bustransfer von Peking nach Tianjin am 1. Oktober.

Angaben staatlicher Medien zufolge kamen fünf deutsche Ärzte bei dem schweren Busunfall in China ums Leben. Kurz nach der Ankunft der Gruppe in Peking fuhr ihr Bus am Montag auf einen Lastwagen auf, fing Feuer und brannte völlig aus. Außer den fünf deutschen Ärzten starb demnach auch der chinesische Busfahrer. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte zunächst den Tod von mindestens vier Deutschen der 19-köpfigen Ärztegruppe.

Deutsche Todesopfer bei Busunfall in China

Deutsche Todesopfer bei Busunfall in China

Drei Deutsche liegen schwer verletzt auf Intensivstationen in Krankenhäusern in Tianjin, wie ein Arzt des Wuqing-Volkskrankenhauses der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte. Den übrigen der insgesamt 14 Verletzten, darunter zwölf Deutschen, gehe es besser. „Ihr Zustand ist stabil“, sagte der Arzt, der nur seinen Nachnamen Zhang angeben wollte. „Die meisten haben Verbrennungen, Brüche oder Quetschungen erlitten.“

Wie Xinhua berichtete, geschah der Unfall nur knapp zweieinhalb Stunden nach Ankunft der Reisegruppe auf dem Pekinger Capital Airport. Der Bus fuhr gegen 8.30 Uhr auf einen mit einem Container beladenen Lastwagen auf und ging in Flammen auf. Die Ärzte hatten ein Krankenhaus in Tianjin besuchen wollen. Nach Informationen des ZDF stammt die deutsche Reisegruppe aus Bayern. Die Ursache des Unfalls war am Montag noch vollkommen unklar.

Der weiße Bus brannte lichterloh, Flammen fraßen sich durch den Fahrgastraum. Kurze Zeit später glühte das Fahrzeug nur noch als verkohltes Wrack. Augenzeugenfotos dokumentierten im Internet die Tragödie auf einer Schnellstraße zwischen Peking und Tianjin.

Die Reisegruppe sollte am Nachmittag das First Hospital besuchen, das der Tianjin Universität für Traditionelle Chinesische Medizin angegliedert ist. Der Übersetzer Fu Dechao wartete dort auf die Reisegruppe, berichtete Xinhua. Doch als er den chinesischen Tourführer gegen 8.30 Uhr anrief, um ihren Aufenthaltsort zu erfahren, erfuhr er, dass etwas Schlimmes passiert war.

„Ich bin deshalb zum Krankenhaus geeilt, um zwischen den Patienten und den Ärzten übersetzen zu können“, sagte Fu Dechao der Nachrichtenagentur. Nach seinen Angaben sind die verletzten Reisenden mittleren Alters. „Der Zustand der meisten ist stabil, aber sie sind offenkundig verängstigt“, berichtete der Übersetzer.

Die überlebenden Verunglückten werden von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft betreut, die aus Peking nach Tianjin gereist sind. Auch der Deutsche Botschafter in China, Michael Schäfer, ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes vor Ort eingetroffen.

Viele Autobahnen und Schnellstraßen in China waren am Wochenende wegen der Feiertage rund um den chinesischen Nationalfeiertag am 1. Oktober überlastet.

dpa

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