Das steckt dahinter

Im Netz als Held gefeiert: Busfahrer schmeißt alle raus - nur ein Fahrgast darf weiterfahren

Ein Busfahrer aus Paris verbannt fast alle Passagiere aus seinem Bus - und dafür wird er jetzt im Netz gefeiert. Klingt im ersten Moment zumindest merkwürdig, ist es aber nicht.

Paris - Dass in öffentlichen Verkehrsmitteln sich jeder oft selbst am nächsten steht, ist keine Nachricht wert. Eine Erfahrung, die auch gehandicapte Passagiere oftmals schmerzhaft erleben müssen. Auch Francois Le Berre, der an Multipler Sklerose leidet und deshalb auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kommt damit wahrscheinlich oftmals in Berührung. 

Doch bei einer seiner vielen Fahrten blieb das herzlose Verhalten der Mitreisenden nicht „unbestraft“. Als der Rollstuhlfahrer sich mit seinem Begleiter an den anderen Fahrgästen vorbei kraftvoll in den Bus zwängen musste, hatte der Busfahrer genug vom jämmerlichen Schauspiel. „Der Fahrer stand auf und sagte: ,Endstation, alle aussteigen!'“, schreibt Le Berre auf Facebook. 

Zwar zeigten sich die ausgeschlossenen Passagiere verärgert, doch „alle befolgten seine Anweisung“, erzählt der Rollstuhlfahrer weiter. Nur Le Berre, sein Begleiter und jede Menge Platz blieben übrig, ehe der Busfahrer die beiden in seinem fast leeren Bus zu ihrer Station chauffierte.

Das Netz jubelt

In den sozialen Netzwerken ist die Rollenverteilung klar. Der Busfahrer wird für sein beherztes Durchgreifen als Held gefeiert, die Fahrgäste seien doch selbst schuld. „Sehr guter Fahrer, ein Beispiel für alle“, kommentierte ein User. Ein weiterer schrieb: "Dieser Fahrer verdient eine Medaille.“

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Rubriklistenbild: © ERIC PIERMONT / AFP (Symbolbild)

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