Bahn Opfer von Buntmetall-Räubern

Berlin/Hamburg - Die Deutsche Bahn wird immer häufiger Opfer von Buntmetall-Räubern. Die Zahl der Metall-Diebstähle sei seit 2009 um nahezu 50 Prozent gestiegen.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ unter Berufung auf das Unternehmen. Allein im vergangenen Jahr seien der Bahn rund 675 000 Kilo Stahl und knapp 350 000 Kilo Kupfer abhandengekommen. “Der Grund liegt eindeutig in den drastisch gestiegenen Rohstoffpreisen“, sagte der Leiter der DB-Konzernsicherheit, Gerd Neubeck. Auf dem Weltmarkt kletterte der Preis für eine Tonne Kupfer im vergangenen Jahr von 3000 auf etwa 10 000 US-Dollar.

Um über Gegenmaßnahmen zu beraten, wollen sich Experten von Bahn und Bundespolizei laut “Spiegel“ am Montag zu einem “Buntmetall-Gipfel“ treffen. Schon zu Jahresbeginn hatte die Bahn die Auswirkungen der zunehmenden Metall-Diebstähle beklagt. Damals hieß es, in Deutschland seien im vergangenen Jahr mehr als 8500 Züge von Verspätungen oder Umleitungen betroffen gewesen, die durch den Diebstahl von Leitungskabeln oder von Halteseilen verursacht wurden. Im Jahr 2009 sollen es nur rund 3000 Züge gewesen sein.

dpa

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