Bundeswehrsoldat in Afghanistan ums Leben gekommen

Berlin - Ein Soldat der Bundeswehr ist am Freitag in Afghanistan offensichtlich bei einem Unfall ums Leben gekommen. Dies teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam mit.

Ein Bundeswehrsprecher sagte am frühen Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass “keine Gefechtssituation“ vorgelegen habe. Der Soldat wurde nach Bundeswehrangaben gegen 18.00 Uhr MEZ (21.30 Uhr Ortszeit) mit einer Schusswunde schwer verletzt in einem Außenposten nördlich des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) aufgefunden. Nach dem Hubschraubertransport zur medizinischen Versorgung in das Feldlager des Regionalen Wiederaufbauteams Pol-e- Khomri starb der 21-jährige Hauptgefreite bei einer Notoperation. Die Angehörigen wurden informiert. Der Zwischenfall werde untersucht, hieß es.

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Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 4600 Soldaten am Hindukusch. Seit Beginn des deutschen Einsatzes in Afghanistan starben mehr als 40 deutsche Soldaten. Fast 30 davon fielen in Gefechten oder kamen bei Anschlägen ums Leben. Zehn Jahre nach Beginn des Afghanistan- Einsatzes sollen Ende 2011 die ersten deutschen Soldaten das Land verlassen. Darauf legte sich Außenminister Guido Westerwelle am Donnerstag in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag fest. Westerwelle betonte, der Einsatz am Hindukusch sei richtig, weil dort auch die Sicherheit Deutschlands verteidigt werde.

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“Richtig ist aber auch, dass er nicht endlos dauern darf.“ Der Minister versicherte, dass bis 2014 die Verantwortung für die Sicherheit komplett an die afghanische Polizei und Armee übergeben werden soll. Auch danach sollen noch deutsche Soldaten im Land bleiben, aber nicht mehr in Kampfeinsätze geschickt werden. Wann die Mission ganz beendet wird, bleibt offen. Im Januar muss der Bundestag über ein neues Afghanistan-Mandat entscheiden. Derzeit können bis zu 5000 Soldaten plus 350 Soldaten Reserve in Afghanistan eingesetzt werden.

dpa

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