Mehr für nationale Programme

Bundesregierung will Gelder für Raumfahrtagentur Esa kürzen

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Eine Esa-Rakete vom Typ Ariane 5 startet. Foto: ---/ESA/ZUMA Wire/dpa

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will der europäischen Raumfahrtagentur Esa die Mittel kürzen und mehr Geld für rein deutsche All-Missionen ausgeben. Das sieht ein Antrag der Großen Koalition vor. Über das Papier berichtete zuerst die Süddeutsche Zeitung (Dienstag).

Danach soll die Esa künftig aus Deutschland jährlich bis zu 80 Millionen Euro weniger bekommen. Rein deutsche Raumfahrtprogramme sollen dagegen gut 12 Millionen Euro mehr pro Jahr erhalten. Der Bundestag entscheidet am Donnerstag über den Antrag der Regierung. Noch laufen die Verhandlungen zum Haushalt und damit auch zum Esa-Beitrag.

Die Europäische Weltraumorganisation finanziert sich hauptsächlich über die EU. Sie zahlte dieses Jahr gut 81 Prozent des Gesamtetats. Die Mitgliedsbeiträge stellten rund 12 Prozent der Jahresmittel. Unter den Esa-Mitgliedsstaaten ist Deutschland der zweitgrößte Beitragszahler. Die Bundesrepublik steuerte etwa 927 Millionen Euro bei. Frankreich leistete mit 1,2 Milliarden Euro den größten Beitrag.

Ende November verhandeln die Esa-Mitgliedsländer in Sevilla über gemeinsame europäische Raumfahrtprogramme und deren Finanzierung. "Es liegt jetzt bei den Mitgliedsstaaten, wie viel sie in den verschiedenen Programmen zeichnen. Am 28. November haben wir Gewissheit", sagte Esa-Generaldirektor Jan Wörner der Deutschen Presse-Agentur.

Beiträge der Mitgliedsstaaten zur ESA-Finanzierung

Beitrag der Süddeutschen Zeitung

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