Bruder der getöteten Arzu Ö. freigelassen

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in Foto der ermordeten Kurdin Arzu Ö. steht im Januar 2012 in Detmold bei einem Trauergottesdienst in der Friedenskirche.

Detmold - Drei Monate nach der Entführung und Tötung der kurdischstämmigen Arzu Ö. aus Detmold ist einer ihrer Brüder wieder auf freiem Fuß.

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Einer der fünf inhaftierten Geschwister der entführten und getöteten Arzu Ö. aus Detmold ist wieder auf freiem Fuß. Der Haftbefehl gegen den 24-Jährigen sei unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Detmold am Donnerstag mit. Kemal Ö. habe als einziger der Beschuldigten, zu denen neben den fünf Geschwistern auch der Vater gehört, zur Aufklärung des Todes der 18-jährigen Arzu beigetragen.

Er sei nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen wohl nicht als Mittäter bei Geiselnahme und Tötung der Schwester anzusehen, sagte Staatsanwalt Michael Kempkes. Arzu Ö. war am 1. November aus der Wohnung ihres Freundes entführt worden. Ihre Leiche wurde Mitte Januar gefunden.

Es sei kaum widerlegbar, dass der 24-Jährige vor dem Überfall davon ausgegangen sei, dass der Schwester lediglich “der Kopf gewaschen“ werden sollte, sagte Kempkes. Auslöser sei die unerwünschte Beziehung Arzus zu einem 23-jährigen Bäckergesellen. Die Familie ist jesidisch und dieser Glaube erlaubt streng genommen keine Beziehung zu Nicht-Jesiden. Nachdem die Geschwister ihre Schwester aus der Wohnung geholt hätten, sei er nach Hause gefahren, hatte der 24-Jährige ausgesagt. Die anderen Geschwister schweigen.

dpa

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