"Ich würde jeden nehmen"

Waise (15) bittet Gemeinde: Adoptiert mich!

St. Petersburg - Mit einer bewegenden Rede hat ein 15-jähriger Waisenjunge aus Florida sein Schicksal selbst in die Hand genommen: Während eines Gottesdienstes bat er die Gemeinde darum, adoptiert zu werden.

Der 15-jährige Davion hat sein ganzes Leben in Waisenhäusern in den USA verbracht. Seitdem seine Mutter ihn im Gefängnis zur Welt gebracht hat, ist er alleine. Doch das soll sich nun ändern. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, wünscht sich Davion nichts mehr, als endlich eine richtige Familie zu haben - und geht dafür einen ungewöhnlichen Weg:

Während eines Gottesdienstes in der St. Mark Kirche in St. Petersburg in Florida ist der junge Mann aufgestanden und hat den Kirchgänger in einer bewegenden Rede seinen größten Wunsch ans Herz gelegt: Eine Familie. "Mein Name ist Davion und seit ich geboren wurde, war ich in Pflegeheimen untergebracht...Ich weiß, Gott hat mich noch nicht aufgegeben. Deshalb werde auch ich nicht aufgeben", erklärt der 15-Jährige den Gottesdienstbesuchern.  

Er suchte seine Mutter, doch sie war tot

Vor einigen Monaten hatte Davion sich auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter gemacht - was er fand, war ein Foto vom Tag ihrer Festnahme - und ihre Todesanzeige. Die 55-Jährige war nur wenige Wochen zuvor gestorben. Mit dieser Gewissheit beschloss der 15-Jährige, die Suche nach einer Familie selbst in die Hand zu nehmen.

"Ich würde jeden nehmen. Alt oder jung, Vater oder Mutter, schwarz, weiß oder lila. Es ist mir egal. Und ich wäre sehr dankbar", versicherte Davion den Kirchgängern leise aber bestimmt. Für eine Familie würde er alles geben, sagte er und versprach, sich von seiner besten Seite zeigen.

Seine bewegende Rede sprach sich schnell herum - Zeitungen und Internetportale schrieben über den Jungen und sein trauriges Schicksal. Und einem Bericht des amerikanischen Nachrichtenportals naplesnews.com zufolge haben auch bereits zwei Familien Interesse gezeigt - zu einer Adoption kam es bislang aber nicht. Doch aufgeben, das kommt für den 15-Jährigen nicht in Frage.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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