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Bewährungsstrafe für Vater nach tödlicher Explosion in Görlitz

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Explosion in Görlitzer Wohnhaus: Urteil im Prozess gegen Vater
Löscharbeiten der Feuerwehr am 3. Januar 2016 in Görlitz (Sachsen). (Archivbild) © dpa

Bei einer Gasverpuffung mit einem anschließenden Brand wurden im Januar 2016 zwölf Menschen verletzt, wenige Tage nach dem Unglück starb ein Kind an seinen Verbrennungen. Nun musste sich der Vater des Jungen vor Gericht verantworten.

Görlitz - Im Prozess um eine Explosion in einem Görlitzer Mehrfamilienhaus mit einem toten Kind und mehreren Verletzten ist der Verursacher zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Die Strafe gegen den 43 Jahre alten Vater wurde am Landgericht Görlitz am Donnerstag zur Bewährung ausgesetzt. „Wir sehen es als erwiesen an, dass der Angeklagte mit Hilfe von Propangas Holz in einem Kachelofen entzündet und objektiv fahrlässig hantiert hat“, sagte der Vorsitzende Richter. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Sie wird aber keine Revision einlegen. 

Bei der Gasverpuffung mit einem anschließenden Brand wurden am 3. Januar 2016 zwölf Menschen teilweise schwer verletzt. Darunter waren der Angeklagte sowie seine damals hochschwangere Ehefrau, die vier Kinder des Paares zwischen drei und elf Jahren sowie zwei weitere Kinder. Wenige Tage nach dem Unglück starb der drei Jahre alte Sohn der Familie an seinen schweren Verbrennungen.

Die Anklage lautete auf fahrlässige Tötung und Brandstiftung, das fahrlässige Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie fahrlässige Körperverletzung.

dpa

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