Videos zeigen Naturgewalt in Portugal

Hurrikan „Lorenzo“ wütet auf Azoren: 20-Meter-Wellen - jetzt rollt er auf Irland zu

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Hurrikan „Lorenzo“ streifte den Osten der portugiesischen Azoren.

Hurrikan „Lorenzo“ hat die Azoren im Atlantik erreicht. Erste Fotos im Internet zeigen seine Naturgewalt. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Portugal herausgegeben. 

  • Hurrikan „Lorenzo“ hat die Azoren im Atlantik erreicht und nimmt Kurs auf Irland.
  • Hurrikan „Lorenzo“ ist ein Wetter-Phänomen. Noch nie zuvor wurde ein Hurrikan der fünften Kategorie so weit östlich über dem tropischen Atlantik beobachtet.   
  • Die Azoren wurden weitestgehend verschont. „Lorenzo“ erwischte nur die Insel Flores

Update vom 02. Oktober 2019, 20.46 Uhr: Hurrikan „Lorenzo“ hat über den Azoren gewütet und dort erhebliche Schäden angerichtet. Auf den zu Portugal gehörenden Atlantik-Inseln seien am Mittwoch bei heftigen Regenfällen und Orkanböen Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. 

Es habe Wellen von gut 20 Metern Höhe gegeben. Betroffen waren vor allem die westlichen Inseln. Der Zivilschutz teilte mit, 139 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Gemeinden waren ohne Strom.

Es ist sehr ungewöhnlich, dass solche Stürme so weit im Osten des Atlantiks auftauchen. 

Hurrikan „Lorenzo“ pflügt über Azoren-Insel hinweg - jetzt rollt er auf Irland zu

Update vom 02. Oktober 2019, 18.47 Uhr: Portugals Ministerpräsident António Costa war erleichtert: „Am Ende war es nicht so schlimm wie erwartet.“ Der Hurrikan „Lorenzo“ hatte die portugiesischen Azoren nur gestreift, die große Katastrophe war ausgeblieben. 

Hurrikan „Lorenzo“ wütet über Flores - Zivilschutz veröffentlicht Bilanz

Die östlichste Insel des Archipels, Flores, hatte es dennoch erwischt. Der Zivilschutz zählte laut deutscher Presse-Agentur 127 Einsätze und 139 geborgene Menschen. Darüber hinaus erlag die Stromversorgung in mehreren Gemeinden.

Hurrikan zieht von den Azoren in Richtung Irland

Nun zieht „Lorenzo“ weiter und rollt auf Irland zu. Meteorologen gehen allerdings davon aus, dass sich der Hurrikan auf seinem Weg noch weiter abschwächen wird. Die grüne Insel muss sich trotzdem auf heftige Regenfälle und starke Winde vorbereiten. 

Welches Wetter Sie in Deutschland erwartet, lesen Sie in unserem täglichen Wetter-Ticker nach. 

Hurrikan „Lorenzo“ bringt gigantische Wellen - offizielle Reisewarnung

Update vom 2. Oktober 2019, 16.05 Uhr: Der Wirbelsturm "Lorenzo" fegte am Mittwoch über die Azoren hinweg, größtenteils ohne Schaden anzurichten. Der Sturm, der im Lauf des Tages auf Kategorie zwei herabgestuft wurde, zog nach Angaben der portugiesischen Wetterbehörde rund 70 Kilometer westlich der Insel Flores vorbei. Blockierte Straßen, umgestürzte Bäume, Überschwemmungen und teils beschädigte Häuser waren das Ergebnis. 

Experten erklären nun, dass „Lorenzo“ bereits am Donnerstag in Irland und Großbritannien erwartet werde. 

Hurrikan „Lorenzo“ bringt gigantische Wellen - offizielle Warnung vor Reise nach Portugal

Ursprungsmeldung vom 2. Oktober 2019, 10.50 Uhr: Lissabon - Voller Sorge und gleichzeitig fasziniert beobachten Meteorologen seit Tagen Hurrikan „Lorenzo“. Der Wirbelsturm über dem Nordatlantik hatte zeitweise Windgeschwindigkeiten bis 295 km/h und wurde als Hurrikan der Stufe 5 eingestuft. Damit bricht Hurrikan „Lorenzo“ alle Rekorde. Kein Wirbelsturm über dem Atlantik hatte bislang diese Stärke - die höchste Hurrikan-Kategorie Stufe 5 - erreicht.

Hurrikan „Lorenzo“: Wo trifft der Wirbelsturm auf Land? Azoren-Insel gestreift

Hurrikan „Lorenzo“ hat sich mittlerweile auf die Kategorie 2 abgeschwächt. Ungefährlich ist der Wirbelsturm damit aber nicht. Der europäische Wetterdienst meteoalarm warnt aktuell auf seiner Webseite vor bis zu 22 Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h.

Der Wirbelsturm hat am frühen Mittwochmorgen die östlich liegende Azoren-Insel Faial gestreift. Ein erstes Facebook-Video zeigt heftige Überflutungen. 

Hurrikan „Lorenzo“ streift Azoren-Insel - Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung aus

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Portugal (Stand: 2. Oktober 2019) ausgesprochen. Auf der Webseite warnt das Auswärtige Amt

„Der Hurrikan Lorenzo im Nordatlantik zieht trotz leichter Abschwächung mit für die Region ungewöhnlicher Stärke nach Norden. 

Er könnte in der Nacht auf den 2. Oktober 2019 die westlichen Azoren (Flores, Corvo, Faial, Pico, São Jorge, Graciosa und Terceira) überqueren, wo Warnstufen gelten. Es ist in jedem Fall mit heftigem Wind und Starkregen zu rechnen, der Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen kann. Beeinträchtigungen im Reiseverkehr und bei der Infrastruktur können nicht ausgeschlossen werden, siehe auch Naturkatastrophen.

Seien Sie besonders vorsichtig und meiden Sie den Aufenthalt in Küstennähe bzw. im Freien während des Sturms. 

Vergewissern Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter bzw. Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Flugplan. 

Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte und achten Sie aktuelle Sturmwarnungen des National Hurricane Center und des portugiesischen meteorologischen Instituts IPMA. Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland und die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.“

Hurrikan „Lorenzo“ steuert auf Irland zu

Hurrikan „Lorenzo“ steuert nach Ansicht von Meteorologen Richtung Europa auf Irland zu. Allerdings wird Ex-„Lorenzo“ in abgeschwächter Form erwartet. Der irische Wetterdienst Met Éireann hat eine Warnung für „Lorenzo“ herausgegeben.

Die Auswirkungen von Wirbelsturm „Lorenzo“ werden demnach ab Donnerstagmittag in ganz Irland zu spüren sein. Der Höhepunkt des Unwetters wird demnach aktuell für den späten Donnerstagabend erwartet. Die Alarmstufe Orange gilt für die Küstenregionen Galway, Mayo, Clare, Cork, Kerry und Limerick. 

  

Das Foto von Hurrikan „Lorenzo“ wurde am 26. September 2019 aufgenommen. DAs Auge des Sturms ist deutlich zu sehen.

Unabhängig davon werden auch entlang der Adria diese Woche noch Unwetter erwartet.

ml

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