Ende Mai und Anfang Juni

"Elvira" und "Friederike": Größter Unwetter-Schaden innerhalb kürzester Zeit

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Simbach am Inn nach dem Hochwasser.

Berlin -  Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht, sagt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Wie hoch die Schäden sind.

Die schweren Unwetter der vergangenen Wochen in Deutschland haben einer vorläufigen Schätzung nach versicherte Schäden von rund 1,2 Milliarden Euro verursacht. Eine Milliarde Euro werden die Versicherungen wohl für überschwemmte Häuser, Gewerbe- und Industriebetriebe zahlen, rund 200 Millionen Euro für beschädigte Autos, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mitteilte. 

Die Sturmtiefs "Elvira" und "Friederike" am 27. Mai und am 9. Juni richteten demnach am meisten Schaden an. "Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht", erklärte GDV-Präsident Alexander Erland. Im gesamten vergangenen Jahr zahlten die Unternehmen demnach rund zwei Milliarden Euro für Schäden durch Naturgewalten aus. Die Unwetter trafen viele Teile Deutschlands, vor allem aber den Süden und Westen. 

Unwetter-Gefahr noch immer nicht gebannt

Schwere Schäden richteten insbesondere Überschwemmungen an, etwa in Braunsbach in Baden-Württemberg, Simbach am Inn oder in Altenahr in Rheinland-Pfalz. Viele Bewohner dort sind aber gar nicht versichert, weil sie in Gebieten mit dem geringsten Überschwemmungsrisiko leben. 

Die sogenannte Versicherungsdichte für Elementarschäden liegt in Bayern bei 27 Prozent und in Rheinland-Pfalz bei 24 Prozent, wie der GDV erklärte. Überschwemmungsschäden werden nur ersetzt, wenn eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde, wie der GDV betonte. Bundesweit haben rund 40 Prozent der Hausbesitzer eine solche Versicherung.

afp

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