Dax legt wieder Vorwärtsgang ein

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Ein Händler spiegelt sich in der Börse in Frankfurt am Main in einem Logo des Dax. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main - Für den Dax geht es dank eines schwächeren Euro wieder aufwärts. Doch die Anleger sind zurückhaltend: Sie warten auf den wichtigen US-Arbeitsmarktbericht.

Der deutsche Aktienmarkt ist freundlich in den Börsenmonat September gestartet. Beobachter machten den weiter schwächelnden Euro, der die Aussichten deutscher Exporteure außerhalb der Eurozone begünstigt, für die Kursgewinne verantwortlich.

Vor dem am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hielt sich das Plus allerdings in Grenzen. Der Dax stand nach zwischenzeitlich deutlicheren Aufschlägen am Nachmittag noch 0,25 Prozent höher bei 10 619,67 Punkten. Damit setzte der deutsche Leitindex den Zickzack-Kurs der vergangenen Tage fort.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen legte am Donnerstag um 0,64 Prozent auf 21 534,90 Zähler zu. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,52 Prozent auf 1736,41 Punkte bergauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  kletterte um 0,76 Prozent auf 3046,10 Punkte.

In knapp drei Wochen steht die nächste Sitzung der US-Notenbank Fed an - dann entscheidet sich, ob die Währungshüter mit einer Zinserhöhung die vergangenen Dezember eingeleitete Zinswende fortsetzen oder sich damit noch Zeit lassen. Die Fed orientiert sich in ihrer Geldpolitik an der Wirtschafts- und insbesondere der Beschäftigungsentwicklung.

Zudem standen rund um den Globus Einkaufsmangerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Mittelpunkt. Die Stimmungsdaten aus den Unternehmen fielen für die Eurozone einen Hauch schlechter aus als gedacht, während sie in Großbritannien positiv überraschten. In China waren die Daten durchwachsen - am späteren Nachmittag stehen noch die Einkaufsmangerindizes aus den USA auf der Agenda.

Finanzwerte setzten angetrieben von der Hoffnung auf eine Zinserhöhung in den USA ihren zuletzt guten Lauf fort. Dax-Spitzenreiter waren erneut die Aktien von Commerzbank  und Deutsche Bank: Sie rückten um 5,36 beziehungsweise 4,01 Prozent vor. Zur Wochenmitte hatten Fusionsfantasien die Kurse beider Institute angeschoben.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,22 Prozent am Vortag auf minus 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 144,08 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,06 Prozent auf 167,15 Zähler. Der Euro sank auf 1,1140 US-Dollar. Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1132 (Dienstag: 1,1168) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8983 (0,8954) Euro.

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