Workshop der Theaterwerkstatt mit  Profi Björn Meyer

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Im Rahmen des Workshops in der Grundschule Spormecke absolvierte das Ensemble der Theaterwerkstatt Schalksmühle verschiedene schauspielerische Übungen.

Schalksmühle - Mit Sprechübungen und Vermittlung diverser körperlicher Ausdrucksmittel, Rollenspiel und Improvisation stärkte der Schauspieler Björn Meyer am Sonntag bei einem Workshop mit der Theaterwerkstatt Schalksmühle (TWS) die Spielfreude der heimischen Akteure.

In der Grundschule Spormecke gab der Profi mit Sauerländer Wurzeln, der momentan zum Ensemble des Thalia Theaters Hamburg und des Frankfurter Schauspielhauses gehört, dem Ensemble „als Schauspieler für Schauspieler“ Tipps für einen souveränen Auftritt, zum Einfinden in eine Rolle, einen leichteren Wechsel aus dem Alltags- ins Bühnengeschehen und Aufbau einer Beziehung zum Publikum mit auf den Weg.

„Viele Übungen kommen aus der Schauspielschule“, betonte der gebürtige Lüdenscheider, der bei den „Bühnenmäusen“ des CVJM erste Erfahrungen im Theaterspielen sammelte und anschließend an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg eine Schauspielausbildung durchlief, im Gespräch.

Björn Meyer, Ensemblemitglied des Frankfurter Schauspielhauses und des Thalia Theaters Hamburg.

Aus „alter Verbundenheit“ zu seiner Heimatstadt und freundschaftlichen Verbindungen zur Theaterwerkstatt ließ sich der viel beschäftigte Darsteller, der momentan zwischen Hamburg und Frankfurt pendelt, auf den Theater-Workshop ein. Wie berichtet, hatte sein Vater Reinhard Meyer im Vorjahr nach dem Tod der langjährigen TWS-Regisseurin Ingrid Kämper einmalig die Regiearbeit für „Die zwölf Geschworenen“ übernommen.

Für Björn Meyer und die ambitionierte Amateurtruppe war der ganztägige Workshop eine Premiere. Trotz Urlaubszeit nutzte fast das gesamte Ensemble die Gelegenheit, sich von dem Profi schulen zu lassen.

„Es geht darum, den Spieltrieb zu wecken“, fasste Björn Meyer Ziel und Anliegen des Workshops zusammen. Manch wertvollen Ratschlag, wie es gelingt, aus dem „Berufsmodus“ in den Spielmodus umzuschalten und alles andere auszublenden, sich in fremde Identitäten (Rollen) einzufinden, einnehmende Bühnenpräsenz aufzubauen und vieles mehr gab der gebürtige Lüdenscheider den Akteuren an die Hand.

Schnell stand der Wunsch im Raum, einen derartigen Workshop zu wiederholen.

Kämper-Nachfolge weiter ungeklärt

Nach wie vor ungeklärt ist, wer Nachfolger von Ingrid Kämper bei der TWS werden soll. „Das ist noch offen“, bestätigten die Akteure auf Nachfrage. Stücke, die für eine Aufführung infrage kommen, werden intern dennoch bereits fleißig gelesen.

Entschieden ist jedoch auch hier noch nichts. Da das nächste Stück erst im November 2017 zur Aufführung kommen soll, ist keine Eile geboten. Alles kann in Ruhe überlegt, entschieden und verwirklicht werden. Gänzlich auf die Theaterwerkstatt verzichten müssen die Schalksmühler indes auch 2016 nicht.

Bei der Neuauflage von „Schalksmühle... köstlich“ Ende Oktober auf dem Rathausplatz schlüpfen Uwe und Claudia Baumann, die zuletzt in tragenden Rollen bei den „Zwölf Geschworenen“ zu sehen waren, in zwei ihrer Paraderollen und bringen mit dem Silvesterklassiker „Dinner for One“ als Miss Sophie und ihr treuer Butler James zum Lachen – Mulligatawny Soup und die berühmt-berüchtigten „Dinner-for-One“-Getränke eingeschlossen. Als Conferencier ist Hendrik vom Heede mit von der Partie.

Björn Meyer bereitet sich unterdessen auf die Premiere der „Iphigenie auf Tauris“ in Frankfurt (9. September) vor. In Hamburg ist er in Peter Handkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ zu sehen. Im Rahmen von Gastspielen war er mit dem Stück bereits bei den Wiener Festwochen und den Ruhrfestspielen zu Gast.

Im Fernsehen ist der Lüdenscheider im kommenden Jahr in einem „Tatort“ aus Kiel zu sehen.

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