Wildgehege Mesekendahl ist fit für den Frühling

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Tierpfleger Sascha Graupner kümmert sich um die Jakobschafe.

Schalksmühle - Der Frühling kehrt ein im Wildgehege Mesekenahl: Während die ersten Jungtiere schon vor einigen Wochen zur Welt gekommen sind, laufen die Vorbereitungen für die Saison noch auf Hochtouren.

Die Arbeiten an den landwirtschaftlichen Flächen, beispielsweise der Aufbau neuer Zäune oder Feldarbeiten, sind weitgehend abgeschlossen. Einige Arbeiten mussten aber bislang warten: Das Wetter war zu nass, so dass die meist an Hängen gelegenen Flächen nicht mit dem Traktor befahrbar waren, wie der Leiter des Wildgeheges, Karl Friedrich Trimpop, erläutert.

In den zurückliegenden Wochen und Monaten haben den Mitarbeitern vor allem die Schäden durch den langen Winter zu schaffen gemacht: Mehrfach haben umgefallene Bäume die Zäune beschädigt. Im Dezember gab es einen großen Hochwasserschaden, der aber längst behoben ist. Im Mai folgen noch weitere Reinigungsarbeiten. Rund 120 Tiere leben auf dem 50 000 Quadratmeter großen Gelände. Dazu gehören neben Ziegen und Wildschweinen auch Meerschweinchen, Rot- und Dammwild sowie zwei Wisentdamen – insgesamt 15 Tierarten.

Einige echte Exoten

Einige davon sind echte Exoten: Die Jakobschafe zum Beispiel – ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammend – mit ihren vier Hörnern sieht man hierzulande eher selten.

Nach den ziemlich verregneten vergangenen Wochen ist der Besucherandrang im Wildgehege derzeit recht groß.

Auch Nachwuchs hat es schon im Wildgehege gegeben: Mehrere junge Wildschweine laufen im Gehege herum, spielen miteinander und entwickeln sich prächtig. „Bei Damm- und Rotwild ist es meist ab Ende Mai so weit“, kündigt Karl Friedrich Trimpop an.

Steppenrinder sind gestorben

Aber auch einen Verlust musste er bei den Tieren, die er seine „erweiterte Familie“ nennt, hinnehmen: Die beiden ungarischen Steppenrinder sind im stolzen Alter von 22 beziehungsweise 24 Jahren gestorben, Nachfolger gibt es zunächst nicht.

Nach einer Periode regnerischen Wetters kämen an einem Sonntag schonmal 400 bis 600 Menschen, darunter viele Familien aus den großen Städten wie Hagen oder Dortmund. „Die Besucher sind hier in der Natur und die Tiere haben viel mehr Platz als in den Tierparks“, ist sich Trimpop sicher. Nach einem besucherreichen Tag, sagt er, könne er manchmal sehen, wie die Tiere sich auf der Wiese ausruhen oder zur Entspannung miteinander spielen.

"Jetzt warten wir auf Sonne"

Das Wildgehege, das im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat, ist jedenfalls bereit für die Hauptsaison, sagt Karl Friedrich Trimpop: „Jetzt warten wir auf Sonne, schönes Wetter und viele Besucher.“

Informationen zum Wildgehege:

Das Wildgehege Mesekendahl ist ganzjährig geöffnet – mittwochs bis freitags von 13 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Sonderöffnungszeiten für Gruppen sind möglich. Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten kurzfristig an das jeweilige Besucheraufkommen angepasst. Zum Angebot gehören auch Kindergeburtstage oder andere Feierlichkeiten, jeweils mit vielfältigem Programm. Der Eintrittspreis beträgt 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Am Wochenende gibt es das beliebte Bikerfrühstück. Weitere Informationen: www.wildgehege-mesekendahl.de.

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