Verwaltung spricht sich für Ampelanlage in Heedfeld aus

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Mit dem Verzicht auf einen Kreisverkehr an der Heedfelder Straße/Einmündung Sterbecker Straße könnte die Fußgängerampel als Querungshilfe erhalten bleiben.

Heedfeld - Nach einer mehrjährigen Hängepartie ist zumindest für die Gemeindeverwaltung und den Landesbetrieb Straßen.NRW eine Entscheidung gefallen: Die Verkehrsprobleme an der Heedfelder Straße/Einmündung Sterbecker Straße sollen nicht durch den Bau eines Kreisverkehrs, sondern die Errichtung einer Ampelanlage gelöst werden.

Ob es wirklich so kommt, darüber muss die Politik entscheiden. Zunächst der Bau- und Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag, 13. Juni, ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Zuletzt fanden weitere Gespräche zwischen der Gemeindeverwaltung und Straßen.NRW statt. Dabei wurden auch Verkehrszahlen präsentiert. Nach Ansicht des Landesbetriebs sind diese vorliegenden Zahlen ausreichend, „um eine Vollsignalisierung der Einmündung Sterbecker Straße auf die Heedfelder Straße vorzunehmen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung zur Bauausschusssitzung. Auf eine im Mai noch angekündigte sogenannte Knotenstromzählung soll demnach verzichtet werden.

Keine Kosten für die Gemeinde

Der Bau einer Ampelanlage ist mit Kosten in Höhe von etwa 150 000 Euro deutlich günstiger als der Bau eines Kreisverkehrs (400 000 Euro). Neben den reinen Baukosten hätte die Gemeinde noch ein Gebäude von der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld erwerben und dieses abreißen müssen, um ausreichend Platz für den Kreisverkehr zu schaffen, so dass Kosten von mehr als einer halben Millionen Euro zu erwarten gewesen wären.

„Diese Luft haben wir im gemeindlichen Haushalt momentan aber nicht“, sagt Ralf Bechtel, Leiter Technisches Bauamt der Gemeindeverwaltung. Der Bau einer Ampelanlage dagegen wäre für die Gemeinde kostenneutral, weil es sich bei der Heedfelder Straße um eine Landesstraße handelt, die in den Zuständigkeitsbereich von Straßen.NRW fällt.

Verzicht auf Kreisverkehr auch Wunsch der Anlieger

Wie aus der Vorlage zu ersehen ist, entspreche der Verzicht auf den Bau eines Kreisverkehrs auch den Wünschen einiger direkter Anlieger, die sich zuletzt bereits an das Bauamt der Gemeinde gewandt hatten. Denn in diesem Fall würde die Fußgängerampel, für einige Kinder aus dem Höhengebiet Teil ihres Schulwegs, erhalten bleiben. Entstünde ein Kreisverkehr, müsste die Ampel zwangsläufig entfernt werden um Rückstaus im Kreisverkehr zu vermeiden. Stattdessen würde ein Zebrastreifen als Querungshilfe dienen.

Derzeit befahren täglich bis zu 13 000 Fahrzeuge die Sterbecker Straße. Zu Verkehrsproblemen kommt es vor allem in den Morgen- und Nachmittagsstunden zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs. Linksabbieger aus der Sterbecker Straße haben zu diesen Zeiten Probleme, eine ausreichende Anzahl an Zeitlücken vorzufinden, um in die Heedfelder Straße einfahren zu können. „Diesen Umstand können wir jetzt durch die Vollsignalisierung zum Positiven verändern“, sagt Bechtel.

Ausbau soll nicht weiter verfolgt werden

Deshalb heißt es im Beschlussvorschlag an den Rat, über den die Ausschussmitglieder am Montagnachmittag zu befinden haben, den „Ausbau der Einmündung Sterbecker Straße auf die Heedfelder Straße zu einem Kreisverkehrsplatz vorerst nicht weiter zu verfolgen und den Landesbetrieb Straßen.NRW durch die Verwaltung aufzufordern, die Vollsignalisierung dieses Bereichs umzusetzen“.

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