Verkehrssituation an Heedfelder Straße: Entscheidung vertagt

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Die Verkehrssituation an der Heedfelder Straße/Einmündung Sterbecker Straße war einmal mehr Thema im Ausschuss.

Heedfeld - Anlage eines Kreisverkehrsplatzes oder Vollsignalisierung an der Heedfelder Straße/Einmündung Sterbecker Straße? Die Entscheidung darüber wurde im Bau- und Planungsausschuss am Montag einmal mehr vertagt, weil alle Fraktionen nach einer Erklärung der UWG noch Gesprächsbedarf sahen.

So hält die Wählergemeinschaft weiterhin an ihrem Ziel fest, dort einen Kreisverkehr entstehen zu lassen, weil bei der Errichtung einer Ampelanlage, die von der Verwaltung nach weiteren Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW favorisiert wurde, Verkehrsprobleme zu erwarten seien.

„Für die Linksabbieger in die Sterbecker Straße, aber auch den Verkehr aus der Sterbecker Straße und wahrscheinlich auch die Fußgänger müsste jeweils eine eigene Grünphase eingerichtet werden. Die Fahrzeuge auf der Heedfelder Straße in Fahrtrichtung Hagen müssten jeweils am Berg anhalten“, sagte Ortwin Schmidt. So würde der Verkehrsfluss erheblich gestört, lange Rückstaus seien die Folge, zudem eine nicht unerhebliche Umweltbelastung durch das ständige Anfahren – auch der vielen Lastwagen – an der Steigung. „Und der Lkw-Verkehr auf der Heedfelder Straße wird durch die Brückenbaumaßnahmen auf der Autobahn 45 in der Zukunft weiter zunehmen“, sagte Schmidt und forderte vor einem Beschluss weitere Gespräche ein.

Fraktionskollege Harald Haböck ergänzte zudem, Kreisverkehre seien laut Expertenmeinungen und Aussagen verschiedener Fachverbände sicherer und bei den Folgekosten für die Wartung deutlich günstiger als eine Ampelanlage.

„Kann mit der Maßnahme gut leben“

„Ich kann mit der Maßnahme gut leben, zunächst ein weiteres Abstimmungsgespräch mit Straßen.NRW zu führen“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg, erklärte allerdings auch, dass er in der Aufweitung des Kreuzungsbereichs, die für die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes notwendig wäre, das größte Probleme sehe.

Um ausreichend Platz zu schaffen, müsste die Gemeinde eine Immobilie von der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld erwerben und abreißen lassen. Für den Kreisel sind damit Gesamtkosten von mehr als 500 000 Euro zu erwarten. Übernehmen würde Straßen.NRW davon nach aktuellem Stand etwa 150 000 Euro. So viel würde eine Vollsignalisierung an der Heedfelder Straße/Einmündung Sterbecker Straße nach Aussagen des Landesbetriebes kosten.

Nach längerer Diskussion beschloss der Ausschuss einstimmig, nach den Sommerferien eine Zusammenkunft mit Vertretern der Gemeinde, von Straßen.NRW und aus der Politik abzuhalten, um die von der UWG geäußerten Bedenken durchzusprechen. „Zeitnah nach diesem Gespräch wollen wir dann aber eine Entscheidung treffen“, versprach Schönenberg.

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