Übung der Jugendfeuerwehr

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Nur mit Hilfe von Atemschutzgeräten konnten die Rettungskräfte das verqualmte Gebäude betreten.

Schalksmühle - „Kommt jetzt das Wasser? Sonst ist gleich der Wald weg.“ Ungeduldig stehen Tobias und Lukas hinter der Handspritze, die auf ein Waldstück gerichtet ist. Dass sich das Wasser erst ein paar Minuten später den Weg durch den Schlauch bahnt, ist jedoch in diesem Fall nicht so schlimm, denn die beiden nehmen lediglich an einer Übung der Jugendfeuerwehr Schalksmühle teil.

Auf dem Gelände der Firma Schmalenbach und Hüsmert musste der Feuerwehrnachwuchs auf unterschiedliche Weise zeigen, was er während der Ausbildung gelernt hatte. Die Übungen hatten die Jugendlichen selbst unter Federführung der drei Gruppenleiter Peter Nockemann, Pascal Mann und Jannis Pfaffenbach, die auch die Leitung des Einsatzes innehatten, ausgearbeitet.

Genau wie bei einem echten Einsatz mussten sie zunächst das Material fachgerecht vom Einsatzfahrzeug holen und für die Wasserzufuhr sorgen. Während des Einsatzes hatten der Leiter der Feuerwehr Schalksmühle, Dirk Kersenbrock, sowie der stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwart Michael Mann lediglich eine beobachtende Funktion – erst während der anschließenden Einsatzbesprechung erläuterten sie einige Dinge, die künftig verbessert werden können.

Im Wesentlichen standen für die Jugendlichen zwei Aufgaben an. Von unterschiedlichen Positionen aus mussten sie schnellstmöglich einen Waldbrand löschen, außerdem mussten vier Personen aus dem völlig verrauchten Firmengebäude gerettet werden. Hierzu musste sich der Einsatztrupp mit Atemschutzgeräten ausrüsten und sich in den Räumen auf allen Vieren auf dem Boden bewegen. Denn der Rauch ist meist wärmer als die Umgebung und steigt deshalb nach oben – darunter kommen die Einsatzkräfte am besten vorwärts.

Zumindest zu Beginn des Einsatzes war der Qualm in den Räumen so dicht, dass niemand die Hand vor Augen sehen konnte. Dennoch gelang es den Jungfeuerwehrleuten, die vier in Not geratenen Personen – drei „erwachsene“ Strohpuppen sowie der kleine Mark, eine in Gewicht und Größe recht authentische Kinderpuppe – aus den verrauchten Räumen zu retten.

Am Schluss galt es schließlich noch, ein Feuer in einer Tonne fachgerecht zu löschen – dies war jedoch angesichts der ersten beiden Aufgaben wohl die leichteste Übung.

Bereits Jugendliche ab 12 Jahren können der Jugendfeuerwehr beitreten; an Einsätzen dürfen jedoch nur Über 18-Jährige teilnehmen, die alle erforderlichen Prüfungen bestanden haben. Wer bei der Jugendfeuerwehr mitmachen möchte, wendet sich dazu an Tel. 02355/2525. Weitere Infos unter www.jf-schalksmuehle.de.

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