Talbrücke Sterbecke: „Neubau ist alternativlos“

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Karl-Hermann Metz und seine Kollegen informierten die Bürger über den Neubau der Talbrücke Sterbecke.

schalksmühle - Noch sind die Arbeiten zur Verstärkung der altern Sterbecker Talbrücke auf der A 45 nicht abgeschlossen, da laufen auch schon intensiv die Vorbereitungen für den Neubau der kompletten Brücke. Am Mittwochabend fand eine erste öffentliche Informationsveranstaltung mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen.NRW im Gerätehaus Spormecke statt, die Bürgermeister Jörg Schönenberg ganz bewusst als Auftaktveranstaltung bezeichnete, der weitere Veranstaltungen und vor allem persönliche Gespräche mit den betroffenen Anliegern folgen sollen.

Dass der Neubau erneut für Beeinträchtigungen sorgen wird, ist allen Beteiligten klar, aber dass gebaut werden muss, steht genauso außer Frage: „Der Neubau ist alternativlos“, sagte Karl-Hermann Metz, Projektgruppenleiter A 45 bei Straßen.NRW angesichts der maroden Brücke sowie des gestiegenen und noch steigenden Verkehrsaufkommens insbesondere bei den Lkw. Besserer Lärmschutz und weniger Ausweichverkehr, wenn die Autobahn erst einmal wieder fertig und sogar sechsstreifig ausgebaut ist, stellte er langfristig in Aussicht.

Metz präsentierte die Pläne gemeinsam mit Bernd Hardeck, zuständig für Brückenplanung und Wolfgang Müller, zuständig für Straßenplanung. Dabei betonte Metz, dass das Vorhaben nachhaltig sei – was jetzt gebaut würde, soll für die nächsten 30 Jahre nicht mehr angefasst werden müssen. Entsprechend werde die neue Brücke bereits für den sechsstreifigen Ausbau der A 45 ausgerichtet sein.

Die Befürchtung eines höheren Verkehrsaufkommens im Schalksmühler Höhengebiet während der Bauzeit versuchte Metz zu zerstreuen. Dass einige Fahrer die Baustelle zu umfahren suchen, werde man zwar nicht völlig ausschließen können, aber grundsätzlich soll während der gesamten Bauzeit der Verkehr wie bisher gewohnt fünfspurig über die A 45 geführt werden. Da jede Fahrtrichtung über eine eigene Brückentrasse verfügt, kann nacheinander gebaut werden. Dass sei auch ein Grund für die derzeitige Verstärkung der Brückentrasse in Fahrtrichtung Dortmund. In der ersten Bauphase werde der Verkehr komplett dorthin verlegt. Dann folgt der Abriss der zweiten Trasse und parallel bereits der Neubau der Fahrtrichtung Frankfurt. Wenn dieser abgeschlossen ist, werde der Verkehr erneut fünfstreifig umgelegt und das gleiche Verfahren folgt mit der zweiten Brückenhälfte. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 sein.

Zweiter Bereich, der die Anwohner interessierte, war der Verlauf von Baustraßen, die vor allem für die Errichtung der neuen Brückenpfeiler gebraucht werden. Dazu erklärten die Planer, dass soweit möglich vorhandene Wirtschaftswege genutzt und entsprechend ausgebaut werden sollen. Der Baustellenverkehr für den Brückenabriss und das Aufbringen der neuen Fahrbahn soll direkt über die Autobahn erfolgen.

Das Investitionsvolumen allein für den Brückenneubau beträgt 26 Millionen Euro.

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