SPD-Politiker Udo Kloss legt Ratsmandat nieder

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Nach 17 Jahren legt Udo Kloss (rechts) sein Ratsmandat nieder. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Lutz Schäfer dankt ihm für sein großes Engagement.

Schalksmühle - 17 Jahre lang hat Udo Kloss Entscheidungen, die der Gemeinderat fällte und die das Bild Schalksmühles nachhaltig prägten, mitgetroffen und mitgetragen. Nun beendet der SPD-Politiker aus Altersgründen seine Ratsmitgliedschaft, wie die heimische Fraktion der Sozialdemokraten unserer Zeitung mitteilte.

Niedergelegt hat Udo Kloss, der im August seinen 70. Geburtstag feierte, sein Ratsmandat bereits zum 30. September. Offiziell verabschiedet wird er in der nächsten Ratssitzung, die am 24. Oktober ab 16 Uhr im Ratssaal stattfindet.

Begonnen hatte Kloss’ politische Laufbahn bei der Kommunalwahl 1999. „Aus heiterem Himmel“ sei er damals in den Rat gewählt worden, erzählt der pensionierte Lehrer. „Plötzlich und unerwartet konnte ich Entscheidungen, die die Gemeinde betreffen, mitgestalten.“

In seinen ersten zehn Jahren als Ratsherr fungierte der Schalksmühler als Vorsitzender des Schulausschusses. „Schwerpunkt der Sitzungen war seinerzeit die Entwicklung der weiterführenden Schulen“, blickt er zurück. „Einerseits haben wir die Erweiterung der damaligen Realschule gefördert. Leider erfolglos, da die nötige Zahl an Schülern ausblieb. Andererseits starb die Hauptschule langsam, wie im ganzen Land. So blieb und bleibt das Thema weiterhin bestehen, Schalksmühle mit viel Energie und Initiative eine Schule zu geben, und mit der Hoffnung, dies mit der Primusschule geschafft zu haben.“

„Ich lernte, wie teuer die Infrastruktur ist“

In seiner dritten Legislaturperiode von 2009 bis 2014 war Udo Kloss dann Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt. „Eine völlig andere Erfahrung“, betont er. „Es ging um Fahrzeuge des Bauhofes und der Feuerwehr, um Kanalsanierungen und Müllabfuhr, Wasser- und Abwassergebühren. Ich lernte, wie teuer die Infrastruktur einer Gemeinde ist“, so Kloss, der ab 2014 dann bis zuletzt als 2. stellvertretender Bürgermeister sowie als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses fungierte.

Zur Niederlegung seines Ratsmandats erklärt er: „Ich bin jetzt 70 geworden und werde mich aus dieser Tätigkeit zurückziehen, um meine Zeit mit persönlicheren Dingen zu verbringen.“

Dankbarkeit und Verständnis seitens der SPD-Fraktion sind ihm gewiss. Für diese bedeutet Kloss’ Entscheidung gleichwohl einen herben Verlust. „Wir haben stets harmonisch miteinander gearbeitet“, betont der Fraktionsvorsitzende Lutz Schäfer, der Kloss als „ruhenden Pol, der als Vorsitzender von Ausschüssen stets den gemeinsamen Konsens gesucht hat“ lobt.

Sachkundiger Bürger im Bauausschuss

Doch ganz ohne den 70-Jährigen muss die SPD-Fraktion auch in Zukunft nicht auskommen. Kloss bleibt ihr als sachkundiger Bürger im Bauausschuss erhalten. „Sein Sachverstand geht uns nicht verloren“, freut sich Schäfer.

Als Ratsmitglied der SPD-Fraktion wird Jonas Bauer für Udo Kloss nachrücken. Er wird bei der Sitzung am 24. Oktober in sein Amt eingeführt und vereidigt.

Als Kloss’ Nachfolger für das Amt des 2. stellvertretenden Bürgermeisters werden die Sozialdemokraten dem Rat in der Sitzung am 24. Oktober ihr Fraktionsmitglied Ralf Engels vorschlagen.

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