Unterricht mit Hund, Huhn und Meerschweinchen

Auch Spiele wie zum Beispiel ein Hindernislauf sollten den Kinder die Scheu vor den Tieren nehmen.
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Auch Spiele wie zum Beispiel ein Hindernislauf sollten den Kinder die Scheu vor den Tieren nehmen.

Schalksmühle - Unbeschwert tollen Kind und Hund durch den Garten der Primusschule. Während das Tier einen kleinen Hindernisparcours meistert, lässt es sich zutraulich von dem Erstklässler an der Leine führen.

Unterricht, nicht nur mit Hund, sondern auch mit Huhn und Meerschweinchen stand in den vergangenen Wochen für die Erstklässler der Igelgruppe der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Primusschule auf dem Programm.

Denn: Doris Theimann und Svea List vom SOS-Kinderdorf Sauerland waren mit dessen Projekt „Tiergestützte Pädagogik“ zu Besuch. An einem Tag pro Woche waren jeweils sechs Schüler an der Reihe, gestern endete die Aktion.

Als sogenannte „mobile Tiere“ hatten die beiden Fachkräfte für tiergestützte Pädagogik verschiedene Tiere mitgebracht. Bei dem Projekt gehe es darum, „dass die Kinder unterschiedliche Tierarten kennenlernen und wie man mit ihnen umgeht“, erklärt Svea List. So seien mit Meerschweinchen und Hühnern auch speziell Fluchttiere ausgewählt worden. Diese würden flüchten, falls sie sich bedroht fühlen würden, so List. Doch an die Erstklässler hatten sie sich schon bald gewöhnt: Die Meerschweinchen ließen sich auf den Schoß nehmen und streicheln, die Hühner ließen sich aus der Hand füttern. Eine schöne Erfahrung war für die Kinder zudem das Spielen mit dem Hund, der apportierte, versteckte „Leckerchen“ suchte und kleine Hindernisse übersprang.

Überzeugt von dem Projekt zeigten sich auch Labiba Dydas, Leiterin der OGS der Primusschule sowie Angestellte des SOS-Kinderdorfs Sauerland, und der Klassenlehrer der Igelgruppe, Hans Schaper. „Die Primusschule legt Wert auf vielfältige Angebote für die Schüler“, betonte Labiba Dydas. Und durch den Kontakt zum SOS-Kinderdorf habe es nahegelegen, ein solches Projekt anzubieten. Dieses ging nun gestern zu Ende.

Doch Svea List vom SOS-Kinderdorf Sauerland ergänzte: „Wenn wir Spender finden würden, dann würden wir gerne ein längerfristiges Projekt daraus machen.“

Dominic Rieder

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