Die Glör auf der Kinoleinwand

+
Im März vergangenen Jahres drehte das „Unruhr“-Team einige Tage an der Glörtalsperre. Weitere Aufnahmen entstanden im Studio der Dortmunder Fachhochschule sowie in Hagen.

Schalksmühle - Ende Mai 2015 war die Glörtalsperre für einige Tage Drehort der fünfteiligen Mystery-Serie „Unruhr“. Fast ein Jahr später ist das Projekt einiger Studenten der Fachhochschule Dortmund um die Lüdenscheiderin Julia Schubeius abgeschlossen und wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Am Samstag ist die Hochschulpremiere, wir sind alle schon sehr gespannt, wie die Serie beim Publikum ankommen wird“, sagt Schubeius. Ab 16 Uhr laufen alle fünf Teile der „Unruhr“-Serie als 37-minütiger Film im Kinosaal des Dortmunder U-Turms. „Die Premiere ist öffentlich. Jeder der Interesse hat, kann gerne vorbeikommen. Wir haben 174 Plätze. Wenn alle belegt sind, zeigen wir den Film auch mehrfach“, sagt Schubeius. Die Höhe des Eintrittspreises für die Filmpremiere kann jeder Besucher als freiwillige Spende selbst festlegen.

Bis vor wenigen Tagen war das 14-köpfige Produktionsteam mit letzten Detailarbeiten beschäftigt. „Wir haben noch die Farbkorrektur durchgeführt und dem Film einen Mysterylook verpasst. Jetzt steht aber alles, und wir haben im U bereits einen erfolgreichen Testlauf absolviert“, erzählt Schubeius.

Hunderte Stunden im Schnittraum

Zuvor war Schubeius, die auch das Drehbuch geschrieben hat, zusammen mit ihrer Regie-Kollegin Lisa Bühl und den Kameramännern Christoph Gehl, Jan Eidloth und Jan Kittanof mit dem Schneiden der fünf Serienteile beschäftigt. „Dafür haben wir Hunderte Stunden in unserem Schnittraum im U verbracht“, sagt die 24-Jährige. Anschließend kümmerten sich weitere Studenten um die Soundbearbeitung und Gesamtkomposition.

Die beiden Regisseurinnen im Gespräch an der Glörtalsperre: Julia Schubeius (rechts) und Lisa Bühl.

Das Gesamtwerk könne sich jetzt sehen lassen. „Für unser erstes Projekt bin ich wirklich zufrieden. Der Film ist gut geworden“, sagt die Studentin der Fachrichtung „Film und Sound“ an der FH Dortmund.

Nach der Hochschulpremiere soll die Mystery-Serie in diesem und im nächsten Jahr auch bei einigen namhaften Festivals zu sehen sein. Unter anderem in Locarno in der Schweiz, bei den Duisburger Kurzfilmtagen, dem Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken und den Hofer Filmtagen in Bayern. „Dort haben wir uns überall beworben und hoffen, ins Programm aufgenommen zu werden“, sagt Schubeius.

Schauspieler kommen zur Premiere

Zur Premiere kommen auch die beteiligten Schauspieler nach Dortmund, nach dem Abspann ist ein Gedankenaustausch mit den Zuschauern geplant. „Schließlich ist uns die Meinung des Publikums extrem wichtig“, sagt Schubeius.

Seit Beginn ihres zweiten Semesters im November 2014 war die Lüdenscheiderin immer wieder mit der Mystery-Serie beschäftigt, drehte allerdings parallel noch ein Spielfilmprojekt ab und beschäftigt sich jetzt bereits mit ihrem Bachelorfilm. Für diesen soll der Roman „Jasper Gabriel“, geschrieben von ihrer Schwester Lisa, in bewegte Bilder umgesetzt werden. Sobald der Film im Kasten ist, plant die Lüdenscheiderin sich an den Filmhochschulen in Berlin und Potsdam zu bewerben. „Dort möchte ich meinen Master in Regie machen“, sagt Schubeius.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare