Planungen für Schützenfest fast abgeschlossen

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Im vergangenen Jahr fand der Festumzug wetterbedingt nur in verkürzter Form statt, 2016 soll er traditionell wieder durch den gesamten Ortsteil Heedfeld führen.

Heedfeld - Die Planungsarbeit ist bis auf wenige Details erledigt, so dass das zehnköpfige Organisationsteams des Hülscheider Schützenvereins für das Schützenfest vom 12. bis 15. August dem Vier-Tage-Event längst entgegen fiebert.

„Bis auf das Wetter steht alles. Das können wir leider noch nicht beeinflussen“, sagt Michael Pache, Leiter des Orga-Teams. Dabei denkt Pache vor allem an das vergangene Jahr, als der Hauptfestzug am Sonntagnachmittag wetterbedingt nur in stark verkürzter Form stattfinden konnte. „Alles andere hätte keinen Sinn gemacht“, erinnert sich Pache an den wenig sommerlichen Tag im August zurück.

In diesem Jahr soll der Umzug wieder in seiner geplanten Form vom Schießheim durch Heedfeld bis zum Schützenplatz führen. Und zumindest organisatorisch ist auch alles klar. So trafen sich die Verantwortlichen gestern noch einmal mit Vertretern der Gemeinde und des Märkischen Kreises, um das Sicherheitskonzept abzustimmen.

Auch sonst ist alles vorbereitet. Die Abnahme des Schießstandes beispielsweise, die alle vier Jahre erfolgen muss, fand bereits vor einigen Tagen erfolgreich statt. Mit dem Aufbau des Zeltes wird am kommenden Sonntag, 7. August, begonnen. Neben dem deutlich vergrößerten Zelt (750 Quadratmeter/wir berichteten) wird es als Attraktionen in diesem Jahr eine Eisenbahn für die jüngeren Besucher und erstmals wieder einen Autoscooter geben.

„Diese Angebote sind uns wichtig, schließlich wollen wir den Volksfestcharakter bei unserem Schützenfest unbedingt erhalten“, sagt Karl-Heinz Gies, Geschäftsführer der Hülscheider Schützen. Den Verkauf der Chips für das Fahrgeschäft übernehmen die Schützen in Eigenregie. „Das haben wir mit dem Schausteller vereinbart. So ist es uns möglich familienfreundliche Preise anzubieten“, sagt Pache.

Unzählige Stunden und viel Herzblut haben Pache und seine Mitstreiter aus dem Organisationsteam längst wieder in die Schützenfestvorbereitung gesteckt. „Trotz allem macht es immer noch sehr viel Spaß, sonst würden wir das Ganze sicherlich nicht machen“, sagt Thomas Altmann. Über die Jahre sei die Themen und Aufgabenliste des Gremiums immer umfangreicher geworden, weshalb das Zauberwort längst Aufgabenteilung heiße.

„Früher konnte man ein Schützenfest quasi nebenbei organisieren. Da wurde mit einem Schausteller gesprochen, der dann den ganzen Platz bestückt hat, und den Rest hat der Zeltverleiher gemacht. Wir mussten nur noch den Ort schmücken. Aber diese Zeiten sind längst vorbei“, sagt Pache. Was auch mit den Vorschriften und Auflagen zusammenhängt, die für die Schützen von Jahr zu Jahr immer ein Stück mehr werden.

„Früher hatten wir eine Schießstandverordnung, die vier Seiten umfasst hat, heute sind es mehr als 40“, nennt Gies nur ein Beispiel. „Wir sind kein Jammerverein“ Die Hülscheider legen aber Wert darauf, diese Worte nicht als Wehklagen zu verstehen.

„Wir sind kein Jammerverein. Die Rahmenbedingungen existieren und die Auflagen und Vorschriften gilt es einzuhalten und abzuarbeiten. Wir gehen da offensiv an die Sache ran, versuchen uns immer in den Prozess einzubringen und mit zu gestalten. Wir sehen uns also nicht als Opfer, sondern als Macher“, sagt Pache.

„Mit Schwierigkeiten gilt es immer wieder fertig zu werden“, sagt auch Gies und erinnert nur an das Jahr 2011, als die Hülscheider kurzzeitig ohne Schützplatz dastanden, weil die Fläche nur angemietet war und der Vertrag von Seiten des Eigentümers nicht mehr verlängert werden sollte.

„Also haben wir das Grundstück gekauft und feiern mittlerweile schon das sechste Fest auf unserem Platz“, sagt Pache. Bis dieses beginnt, ist in den nächsten Tagen noch einiges an Manpower gefragt, um die Gemeinde zu schmücken, das Zelt zu bestücken oder den Festplatz vorzubereiten.

„Aber die Mitglieder kommen immer zu unseren Einsätzen. Eine Vergreisung ist in unserem Verein nicht festzustellen. Das Durchschnittsalter der Mitglieder sinkt. Wir liegen jetzt bei unter 45 Jahren“, sagt Altmann erfreut.

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