Neugestaltung Bahnhofsumfeld: Senioren wollen Fahrstuhl

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Ludwig Schweig (links) übergab den offenen Brief an Rewe-Marktleiter Michael Bramekamp.

Schalksmühle - Die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Schalksmühle, die der Bau- und Planungsausschuss in dieser Woche im Grundsatz beschlossen hat, soll für eine weitere Belebung des Ortszentrums sorgen. Einige Senioren der Volmegemeinde sorgen sich aber, dass das Bauprojekt für sie genau das Gegenteil bewirken könnte, falls es so umgesetzt wird, wie aktuell vorgesehen.

Durch den geplanten Wegfall der Zufahrtsrampe West zum Rewe-Markt wird der Fußweg zum Vollsortimenter für viele Senioren über die Bahnhofstraße und dann die Rampe Ost weiter. „Der Umbauplan wird den Besuch der Filiale für uns weitgehend unmöglich machen. In dieser Neuplanung sehen wir mit Schrecken die Möglichkeiten zum Rewe-Markt zu kommen versperrt, beziehungsweise durch einen großen Umweg erschwert“, heißt es in einem offenen Brief der Bewohner der Johanniter-Wohnanlage an die Rewe-Firmenleitung, den stellvertretend Ludwig Schweig jetzt Marktleiter Michael Bramekamp übergab. Verbunden mit der Bitte, gemeinsam mit der Verwaltung und den Ratsmitgliedern eine Lösung zu finden.

Marktleitung ist gegen Umgestaltung

Ein barrierefreier Zugang zum Geschäft sei nur gegeben, wenn die Senioren einmal durch die ganze innere Ortschaft liefen, heißt es in dem Brief weiter. „Das schaffen die meisten von uns kaum noch oder schon gar nicht mehr.“ Die Senioren schlagen deshalb den Einbau eines Fahrstuhls „an geeigneter Stelle“ vor.

Bramekamp zeigte sich erfreut über die Initiative der Senioren, denn auch er sei „eher gegen die Umgestaltung des Ortszentrums“. Der Marktleiter befürchtet einen Rückgang der Kundenzahl und Probleme im Lkw-Verkehr bei der Warenanlieferung durch den Wegfall einer Rampe. Mit Bramekamp selbst, seit Oktober Marktleiter im Schalksmühler Rewe, habe niemand von der Gemeindeverwaltung über die Pläne gesprochen: „Ich habe viele Details nur aus der Zeitung erfahren.“

"Abwarten, ob es eine Reaktion gibt"

Offensiv auf die Verantwortlichen zugehen möchte er jetzt aber nicht: „Ich werde zunächst abwarten, ob es eine Reaktion gibt.“ Dass über eine Verbesserung der Situation für Senioren nachgedacht werden muss, darüber waren sich Verwaltung und Politik in der Sitzung am Montag bereits einig. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, etwas zu tun, werden wir Gespräche führen“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

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