Nach tödlichem Beziehungsdrama: Prozessauftakt im September

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Schalksmühle - Der Prozess gegen einen 41-jährigen Schalksmühler beginnt am 5. September.

Der Prozess gegen einen 41-jährigen Schalksmühler, der seine 18-jährige Lebenspartnerin in der Nacht vom 9. auf den 10. März in der gemeinsamen Wohnung in Reeswinkel getötet haben soll, beginnt am 5. September vor der vierten Großen Strafkammer, dem „Schwurgericht“ des Landgerichts Hagen.

Das teilte LG-Pressesprecher Jens Berndt auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Angeklagter weiter in Untersuchungshaft

Da ein Angeklagter bis zum Beginn eines Strafverfahrens höchstens sechs Monate in Untersuchungshaft bleiben darf, musste der Auftakt spätestens für Anfang September terminiert werden. Andernfalls hätte der mutmaßliche Täter nach Ablauf der Sechs-Monats-Frist auf freien Fuß gesetzt werden müssen.

Sechs Termine hat die vierte große Strafkammer zunächst für den Prozess anberaumt, ein Urteil soll voraussichtlich Anfang Oktober gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor.

Nach den bisherigen Ermittlungen wollte die junge Frau, die sich zuvor von ihrem Schalksmühler Lebensgefährten getrennt hatte, in der Tatnacht noch einige Dinge aus der gemeinsamen Wohnung holen. Dabei soll es zu dem tödlichen Streit mit zahlreichen Stichen in den Oberkörper der Getöteten gekommen sein.

Ein Freund (20) der jungen Frau, der sie aus Berlin nach Schalksmühle gefahren hatte, wurde zum Zeugen des Geschehens. Er fuhr den 41-Jährigen anschließend zum Polizeipräsidium in Hagen, wo dieser sich widerstandslos festnehmen ließ.

Eine entnommene Blutprobe habe keine strafrechtlich relevante Blutalkoholkonzentration ergeben, teilte Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn mit.

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