Musikschule Volmetal: Mitreißendes Kammermusikkonzert

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Die Mitwirkenden des Konzertes ernteten reichlich Applaus.

Schalksmühle - In Anerkennung seiner erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ überreichte Bürgermeister Jörg Schönenberg dem jungen Alt-Saxophonisten Raphael Patti beim Kammermusikkonzert der Musikschule Volmetal im Rathausfoyer seine Urkunde und ein Präsent.

 Im Anschluss an das Konzert nahm Schönenberg die Ehrung des Dreizehnjährigen, der seit September 2014 Saxophon-Unterricht bei Waldemar Löffelbein erhält, vor. Gemeinsam mit Daniel Miller aus Meinerzhagen (Klavier), der seine Urkunde bereits erhielt, sicherte sich der talentierte Schalksmühler beim Regionalwettbewerb in der Duowertung Blasinstrumente und Klavier einen 2. Preis mit 20 Punkten. Zum Gelingen des facettenreichen Konzerts mit Musik aus unterschiedlichsten Epochen und Genres trug das erfolgreiche „Jugend musiziert“-Duo mit gleich zwei Auftritten und eingängigen Stücken aus der Feder von Daniel Hellbach bei. Zwischen Rock, Pop, Jazz und Klassik bewegten sich die beiden Jugendlichen spielfreudig auf vertrautem Terrain. Er sei beeindruckt von dem Gehörten, lobte Jörg Schönenberg bei der Urkundenübergabe. Alle Interpreten bezog er in sein Lob ein. Mehr Zuhörer, „nicht nur die Angehörigen“, hätte er den Schülern aus den verschiedenen Fachklassen gewünscht. Den kammermusikalischen Aspekt des Konzerts hob Kathrina Frisch, Bezirksleiterin Schalksmühle der Musikschule und Moderatorin des Abends, in ihrer Begrüßung hervor. „Musik findet nicht (nur) alleine statt, sondern in Gemeinschaft“, erklärte sie. Entsprechend waren schwerpunktmäßig Duostücke beim feinen, intimen Dialog der Instrumente zu hören. Auch ungewöhnliche Instrumentenkonstellationen erfreuten. Beispielsweise ließen Sabine und Riana Trienke, Mutter und Tochter, herbstliche Bilder aus dem berühmten Jahreszeiten-Zyklus von Vivaldi auf Akkordeon und Violine erklingen. Aus verschiedenen Ländern, Stilen und Jahrhunderten wählten die Musikschüler ihre Preziosen. Alte Musik aus der Feder von Telemann und Marcello stand modernen Stücken wie Paul McCartneys „Michelle“ in reizvollem Kontrast gegenüber. Highlights herauszugreifen, fällt schwer. Stellvertretend für die große, spieltechnisch versiert und ausdrucksstark musizierende Gemeinschaft seien die beiden Pianistinnen Michelle Kramny und Jennifer Werthmann hervorgehoben. Michelle Kramny rührte mit Eric Claptons „Tears in Heaven“, das Clapton nach dem Unfalltod seines vierjährigen Sohnes schrieb, zu Tränen. Jennifer Werthmann, die überdies an der Seite von Hannah Schmidt (Querflöte) eine Schäferidylle in der glühenden Mittagshitze Korsikas (Le Petit Chevrier Corse) ausmalte, verzauberte mit dem populären Liszt’schen Liebestraum, gemeint der Liebestraum Nr. 3 As-Dur. Auch die anderen Beiträge – darunter eine Triosonate von Quantz mit Alisa Raatz (Querflöte), Antonia Burgard (Altflöte) und Daniel Tancev (Klavier) – begeisterten. Eingebunden in das bemerkenswerte Konzert waren Schüler aus den Instrumentalklassen von Alexandra Diamantaki, Harald Eller, Kathrina Frisch, Vera Frings, Conny Krebs, Waldemar Löffelbein, Elisabeth Manns und Przemek Tracz-Graeber. Bei zahlreichen Beiträgen glänzten Alexandra Diamantaki und Kathrina Frisch als einfühlsame Begleiterinnen.

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