Mathagen: Funkmast Thema im Bauausschuss

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Zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung im Gemeindegebiet soll dieser Funkmast durch einen neuen ersetzt werden.

Schalksmühle - Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Schalksmühle wird sich in seiner nächsten Sitzung am Montag, 13. Juni, neben der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds auch mit dem Austausch des Mobilfunkmasts an der Straße Am Mathagen beschäftigen.

Bekanntlich plant die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), den vorhandenen Mobilfunkmast zu ersetzen, um die „Sicherstellung einer zukunftsfähigen Mobilfunkversorgung im Gemeindegebiet“ zu gewährleisten, wie es in der Beschlussvorlage des Fachbereichs Planen und Bauen der Gemeindeverwaltung für die Ausschusssitzung heißt.

Aufgrund statischer Gegebenheiten sei es nicht möglich, die neue Technik am vorhandenen Funkmasten zu installieren, deshalb soll ein neuer in unmittelbarer Nähe – auf einem Garagengrundstück zwischen den Hausnummern 31 und 33 – errichtet werden. Sobald dieser steht und in Betrieb ist, soll der alte Mast entfernt werden.

Die Politik muss nun tätig werden, weil das Grundstück laut Bebauungsplan Nummer 5, Löh-Mathagen in einem „reinen Wohngebiet“ liegt, in dem Sendeanlagen nicht zulässig sind. Deshalb soll der betroffene Bereich in ein „allgemeines Wohngebiet“ umgewandelt werden.

Bürger können Einsicht nehmen

Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt der Gemeindeverwaltung, erläutert noch einmal das genaue Verfahren, nachdem es nach dem Bekanntwerden der Pläne einige Kritik aus der Bürgerschaft gegeben hatte: „Für die Umwandlung ist es nötig, ein Bebauungsplanänderungsverfahren durchzuführen. Bei diesem werden der Bebauungsplan inklusive Begründung für die Dauer eines Monats öffentlich im Rathaus ausgelegt.“

Während dieser Zeit hat jeder Bürger die Möglichkeit Einsicht zu nehmen und eine Stellungnahme abzugeben. „Den genauen Ort dieser öffentlichen Auslegung werden wir mindestens eine Woche vorher bekanntmachen. Fristgerecht abgegebene Stellungnahmen werden dann geprüft“, sagt Bechtel. Begründete und als relevant angesehene Stellungnahmen könnten gegebenenfalls zu einer Änderung des Entwurfs und damit automatisch zu einer erneuten Verfahrensdurchführung führen.

Kreis muss Bauantrag prüfen

Allein durch den Abschluss des Bebauungsplanänderungsverfahrens ist der Austausch des Funkmasts im Bereich Mathagen aber noch nicht beschlossene Sache. Die DFMG muss zusätzlich einen Bauantrag beim Märkischen Kreis stellen. „Die Immissionsschutzbehörde prüft dann die Belastung durch elektromagnetische Strahlung, die von dem neuen Mobilfunkmast ausgeht. In der Regel wird die gesundheitliche Unbedenklichkeit dann durch die sogenannte Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur nachgewiesen“, sagt Bechtel.

Eine Rückfrage des Schalksmühler Bauamtes bei der kreislichen Immissionsschutzbehörde habe die von der DFMG mitgeteilte Information bestätigt, dass mit Anlagen des geplanten Typs die gesetzlichen Grenzwerte in der Regel um weit mehr als 90 Prozent unterschritten würden.

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