Schwerlastverkehr fließt weiter durch die Klagebach

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Vom Kreisverkehr an der Volmestraße wird der gesamte Schwerlastverkehr auch weiterhin durch die Klagebach und das Höhengebiet zur Autobahn 45 geleitet. Eine Änderung der Beschilderung wird es nicht geben.

Schalksmühle - Der komplette Schwerlastverkehr von Schalksmühle Richtung Autobahn 45 wird auch weiterhin durch die Klagebach und das Schalksmühler Höhengebiet führen. Ein Antrag von UWG-Ratsherr Erhard Fischer auf Änderung der Beschilderung wurde durch den Märkischen Kreis jetzt einmal mehr abgelehnt.

„Seit 15 Jahren kämpfe ich dafür, und immer ist es das gleiche.“ UWG-Ratsherr Erhard Fischer ist, wie er selbst sagt, „enttäuscht“ über das Antwortschreiben, das er von Landrat Thomas Gemke auf seinen offenen Brief bekommen hat. Darin heißt es, dass die Beschilderung für Lastwagen zur Autobahn 45 in Schalksmühle nicht geändert werde.

Fischer hatte einmal mehr angeregt, die Beschilderung am Kreisverkehr an der Volmestraße zu ändern, um den Schwerlastverkehr in Fahrtrichtung Hagen nicht über die Klagebach zur A45-Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord, sondern über die Bundesstraße 54 weiter durch das Volmetal zur Anschlussstelle Hagen-Süd zu lenken.

Gemke schreibt von einer erneuten gemeinsamen Besprechung mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen.NRW, der Stadt Hagen, der Gemeinde Schalksmühle und der Bezirksregierung Arnsberg, nach der sich „im Ergebnis an der bisherigen Haltung der Beteiligten grundsätzlich nichts geändert“ habe, „zumal die Umleitung von Lkw in Fahrtrichtung Dortmund im Bereich der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord zeitlich befristet ist und noch zum Jahresende aufgehoben wird“.

Die Umwege, die Lastwagenfahrer derzeit fahren müssen, weil sie wegen der Sperrung der Auffahrt bis zur Anschlussstelle Lüdenscheid geleitet werden, hatte Fischer unter anderem in seinem jüngsten Vorstoß als Argument angeführt. Selbst wenn die Sperrung aufgehoben wird, sagt der Ratsherr jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung, werde es auch zukünftig erhebliche Verkehrsbehinderungen und Staus in Richtung Hagen auf der A 45 geben, wenn die angekündigten Brückenneubauten und der sechsstreifige Ausbau der Sauerlandlinie erfolgen.

„Änderung kommt nicht in Betracht“

Demgegenüber führt Gemke weiterhin die umfangreichen Straßenbauarbeiten im Einmündungsbereich der L 561 (Heedfelder Straße) auf die B 54 in Rummenohl an, die noch in diesem Jahr beginnen sollen. Dadurch seien in den nächsten zwei Jahren erhebliche Verkehrsstörungen im Volmetal zu erwarten. „Vor diesem Hintergrund kommt zurzeit eine Änderung der vorhandenen Beschilderung nicht in Betracht.“

Zumindest stellt der Landrat in Aussicht, dass nach Ende der Baumaßnahme erneut entschieden werde, „ob die von Ihnen angeregte Änderung der Wegweisung vorgenommen wird“. Bis dahin würden auch die erhobenen Daten zur Entwicklung des Lkw-Verkehrs bewertet. Die Beteiligten hätten vereinbart, die Verkehrsentwicklung auf der K 36 (Klagebach) und der B 54 näher zu betrachten und dazu unter anderen die jüngste Verkehrszählung heranzuziehen, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Auf jegliche Beschilderung verzichten?

Einen bitteren Beigeschmack hat für Fischer die Aussage, dass durch eine Änderung der Beschilderung „kein nennenswerter Einfluss auf die Lkw-Ströme erwartet“ werde, „da sich der überwiegende Teil der Berufskraftfahrer an den Vorgaben von Navigationsgeräten orientiert“. Dann könne man ja gleich auf jegliche Beschilderung verzichten, meinte der UWG-Politiker.

Außerdem bleiben seiner Meinung nach viele seiner Fragen in dem Schreiben unbeantwortet. Unter anderem die, warum es an anderen Stellen im Märkischen Kreis, beispielsweise am Kreishaus Lüdenscheid, am Bräuckenkreuz, in Oberbrügge, Kierspe oder Altena möglich sei, den Schwerlastverkehr durch entsprechende Beschilderungen zu teilen und je nach Fahrtrichtung zu unterschiedlichen Autobahnauffahrten zu lotsen, nicht aber in Schalksmühle.

Was Fischer gar nicht begreift ist, dass auch in Rummenohl der Weg über die Heedfelder Straße als direkte Verbindung zur A 45 ausgewiesen werde, obwohl das für die Fahrer viel weiter ist, als über die B 54 in Richtung Hagen zu fahren.

„Nicht auf Bedürfnisse eingegangen“

Genauso wenig befasse sich Gemke mit den Belastungen der Anwohner in den Wohngebieten im Höhengebiet, insbesondere auch in Heedfeld, durch den Lastwagenverkehr. „Es wird nicht auf die Bedürnisse der Bürger und der Umwelt eingegangen“, klagt Fischer und denkt laut darüber nach, welchen Sinn es überhaupt ergebe, bei Kreistagswahlen seine Stimme abzugeben, wenn das Bürgerinteresse bei Entscheidungen keine Rolle spiele.

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