Sperrbezirk: Amerikanische Faulbrut in Schalksmühle

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Bei vier Bienenvölkern in Schalksmühle wurde die sogenannte Amerikanische Faulbrut festgestellt.

Schalksmühle - Der Märkische Kreis hat in der Gemeinde Schalksmühle einen Sperrbezirk eingerichtet, weil bei vier Bienenvölkern die Amerikanische Faulbrut nachgewiesen wurde.

Bei einer routinemäßigen Probe durch den Imkerverein Schalksmühle wurde in einem Bienenbestand eine mäßige Belastung von Faulbrutsporen im Futterkranz entdeckt. Bei der anschließenden Untersuchung des Bestandes durch das Veterinäramt des Märkischen Kreises wurde die Amerikanische Faulbrut bei vier Bienenvölkern nachgewiesen. Daraufhin wurde die Umgebung des betroffenen Bestandes auf dem Gebiet der Gemeinde Schalksmühle zum Faulbrut-Sperrbezirk erklärt.

Wie der Märkische Kreis mitteilt, wird der Bestand derzeit behandelt, die Untersuchung aller Bienenvölker im Sperrbezirk läuft an. Die Grenze des Sperrbezirks beginnt nördlich von Schalksmühle in Dahlerbrück auf der B 54 und verläuft in östlicher Richtung nach Linscheid, Dahlhausen über Klagebach bis Strücken. Im Süden verläuft die Grenze über Hammerhaus um den Nöllenhammer herum nach Halverscheid. Im Westen sind Herbecke bis Buchholz die Grenze. Danach verläuft sie Richtung Norden über Rotthausen, Mollsiepen und Reeswinkel bis Dahlerbrück.

Bienenstände dürfen nicht entfernt werden

Im Sperrbezirk dürfen Bienenstände nicht vom Standort entfernt werden, auch dürfen keine fremden Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden.

Alle Bienenhalter sind aufgefordert, sich beim Veterinäramt unter Angabe ihrer Adresse mit Telefonnummer, des genauen Standortes der Bienen und der Zahl der dort gehaltenen Völker zu melden. Dies kann telefonisch bei Frau Rietzler (Tel. 0 23 51 / 9 66 65 40) oder per E-Mail an veterinaer@maerkischer-kreis.de geschehen.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit Paenibacillus larvae larvae, das ausschließlich die Brut von Bienen befällt. Der Bienen-Nachwuchs stirbt dadurch größtenteils ab. Das Volk schrumpft bis es am Ende so schwach wird, dass es nicht mehr überleben kann. Die Faulbruterreger bilden dann Sporen. Diese Dauerformen bleiben jahrelang infektiös.

Nicht auf Menschen übertragbar

Wird ein infizierter Bienenstand von fremden Bienen ausgeräubert, tragen sie die Sporen weiter und die Faulbrut befällt auch die Bienenbrut der gesunden Völker. Der Befall mit Faulbrutsporen kann aus der sogenannten Futterkranzprobe durch ein Labor ermittelt werden. Bei einem erhöhten Sporengehalt erfolgt die klinische Untersuchung der einzelnen Bienenvölker.

Die Faulbrut ist nicht auf den Menschen übertragbar, auch Honig kann ohne Einschränkungen verzehrt werden.

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