Keine neuen Flüchtlingszuweisungen: Quote übererfüllt

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Schalksmühle - Bis auf einen Familiennachzug von sechs Personen sind in diesem Jahr noch keine neuen Flüchtlinge nach Schalksmühle gekommen. Die Gemeinde hat die Quote übererfüllt.

Seit Mitte Juli weist die Bezirksregierung Arnsberg den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen auf Basis des Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG) wieder Flüchtlinge zu, die aus den Landeseinrichtungen heraus auf die Kommunen verteilt werden.

In Schalksmühle sind bis auf sechs Personen über den Familiennachzug allerdings in diesem Jahr noch keine neuen Flüchtlinge angekommen, weil die Volmegemeinde die sogenannte Erfüllungsquote mit 106,96 Prozent weiterhin übererfüllt. Auch in Kürze dürfte nicht mit Zuweisungen zu rechnen sein.

Denn: „Um weiterhin eine gerechte und ausgewogene Verteilung zu gewährleisten, werden jetzt die Flüchtlinge ausschließlich in die Kommunen zugewiesen, die derzeit bei unter 90 Prozent ihrer Erfüllungsquote liegen, beginnend mit den Kommunen mit der aktuell niedrigsten Quote“, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg.

Die Bezirksregierungen hätten mit diesen Kommunen Gespräche geführt um eine für alle Seiten verträgliche und gerechte Lösung anzustreben.

„Die Kommunen, die nach dem derzeitigen Stand eine Erfüllungsquote von über 90 Prozent haben, bekommen derzeit keine Flüchtlinge zugewiesen“, teilt die Bezirksregierung weiterhin mit.

Bestand von 192 Personen

Zum Stichtag 1. Juli weist eine Bestandserhebung der Arnsberger Verantwortlichen eine Zahl von 192 in Schalksmühle lebenden Flüchtlingen aus.

„Diese Bestandszahl umfasst dabei die Menschen, die den Kommunen zugewiesen wurden; die Personen, die unerlaubt eingereist und jetzt von den Kommunen betreut werden; die Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde, die jedoch aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und die vor Ort betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Menschen, die vom Bundesamt für Flüchtlinge und Migration einen positiven Asylbescheid erhalten haben, werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Sie gelten als anerkannt“, erklärt die Bezirksregierung ihr Zahlenwerk.

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